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Derby: Am Mittwochabend kocht der Oiwernpark

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Von: Marion Morello

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FC Dorndorf gegen FC Waldbrunn.
FC Dorndorf gegen FC Waldbrunn. © Vereine/Grafik: Marion Morello

Während bei den einen der Motor ganz gut geschmiert ist, stockt bei den anderen noch das Getriebe. Am heutigen Mittwochabend, 19 Uhr, jedenfalls stehen sie sich im direkten Duell gegenüber: Im Derby der Fußball-Verbandsliga Mitte trifft der noch sieglose FC Dorndorf im eigenen Oiwernpark auf den FC Waldbrunn, der nach drei Spielen immerhin vier Punkte auf der Habenseite hat.

VON MARION MORELLO

Die 1:6-Niederlage beim SV Zeilsheim sollte für FCD-Spielertrainer Florian Hammel und seine Männer kein Maßstab sein. Immerhin war der Gegner der Absteiger aus der Hessenliga, wo der SVZ auch mit Macht wieder hin will. Und nicht vergessen sollte der Aufsteiger, dass er durch das erste Verbandsliga-Tor (Junmoon Park) sogar in Führung gegangen war. Das ist jedoch heute Abend alles Makulatur. Wer bei fünf Absteigern und einem Relegationsteilnehmer in der Liga bestehen will, sollte möglichst seine Heimspiele gewinnen.

Von der Tabellensituation her haben die Waldbrunner (8./vier Punkte) einen leichten Vorteil, aber der FC Dorndorf (12./ein Punkt) will sich daheim natürlich die Butter nicht vom Brot nehmen lassen. „Nach einem solchen Start muss jetzt langsam der Bock umgestoßen werden“, gibt Florian Hammel den Takt vor. Er bezeichnet den FCW als „gute Mentalitätsmannschaft“, die man jetzt in ihrer Euphorie nach dem 5:2-Sieg gegen Juno Burg etwas dämpfen müsse. „Ich denke, meine Jungs sind heiß, wir wollen gewinnen und den ersten Sieg einfahren.“ Dazu braucht es selbstredend Spieler, die Tore schießen. David Röhrig wäre so einer, allerdings ist der verletzt und praktisch nicht einsatzfähig. Gleiches gilt für Fabio Dahlem. Fehlen wird auch nach wie vor Samim Mansur, der eigentlich gebraucht wird, um die starken Angreifer um Taktgeber Kilic Görgülü und den Japaner Yoshiki Watai in Schach zu halten.

Heiß sind selbstverständlich auch die Waldbrunner Spieler von Steffen Rücker und Daniel Erbse. „Das Derby hat natürlich eine ganz andere Brisanz als das Spiel gegen Burg, vor allem, da Dorndorf noch immer auf einen Sieg wartet und diesen gegen uns holen will“, ist sich Steffen Rücker der Situation bewusst. „Wir sind aber voll im Fokus, nehmen alle positiven Aktionen aus dem 5:2-Sieg mit ins Derby und wollen was Zählbares ins Dorf mitnehmen.“ Klare Ansage.

Damit ein oder vielleicht sogar drei Punkte herausspringen, muss sich der FCW auf die eigenen Stärken konzentrieren. Aber: „Den Jungs muss klar sein, dass es nicht einfach nur ein Ligaspiel ist, denn dafür wird es auf und neben dem Platz heiß hergehen“, gibt der Spielertrainer seinen Männern mit auf die Mission.

Auf die Frage, was den „neuen“ FCW ausmacht, sagt Steffen Rücker: „Wir sind endlich eine Mannschaft auf dem Platz, und jeder geht für jeden ans Limit.“ Das gelte natürlich auch für die, die von der Bank kommen. Und dann haben die Waldbrunner noch zwei „Diamanten“ im Team: Kilic Görgülü und Arne Breuer, das offensive Duo im Zentrum, das sich allem Anschein nach super ergänzt und viele Aktionen nach vorne erspielt. „Wichtig wird es sein, dass wir Kilic im Kollektiv unterstützen, dann kann er für uns noch viele Spiele entscheiden“, sagt Steffen Rücker.

Es ist angerichtet. Vor sicher gut gefüllten Rängen ist der Ausgang der Partie völlig offen. – Redaktionstipp: 2:1.

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