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Szene aus dem Friedrichsdorfer Derby: Mike Horn (SV Seulberg) spielt den Pass, links Ali Razai, rechts Christian Füssel.

Kreisoberliga

Die Derbysieger heißen SF Friedrichsdorf und FV Stierstadt

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Der 7. Spieltag der Fußball-Kreisoberliga steht ganz im Zeichen des Topspiels zwischen Teutonia Köppern und der SpVgg Bad Homburg (siehe Spiel der Woche, Seite 25). Von den Verfolgern können der neue Tabellenzweite Kronberg und Ober-Erlenbach überzeugen. Im Duell der „Punktlosen“ behauptet sich Oberstedten II in Schneidhain.

SG Blau-Weiß Schneidhain – FC Oberstedten II 0:2 (0:0): Wenn der Tabellenletzte gegen den -vorletzten spielt, sollte man freilich die Messlatte niedrig ansetzen. Dies bestätigte sich auch in diesem Duell. Wenngleich die favorisierten Gäste zunächst mehr Spielanteile hatten. „Zwei, drei hundertprozentige Chancen hatten wir in der Anfangsphase“, sagte FCO-Trainer Bastian Schwarzer. Nach der Pause zeigten die Schneidhainer, dass sie auch die Initiative ergreifen können, es fehlte aber am Durchsetzungsvermögen. Mit einem wuchtigen Spannschuss brachte Mika Werner Oberstedten in Führung (82.). Cosmin Maier setzte kurz vor Schluss Cevat Temur in Szene, der den Konter dann erfolgreich abschloss. „Der Sieg ist verdient aufgrund des Spielverlaufs, unsere Chancenverwertung muss aber noch besser werden“, resümierte Schwarzer.

Tore: 0:1 Werner (82.), 0:2 Temur (89.).

FC Neu-Anspach II – SGK Bad Homburg 3:5 (2:2): Ziemlich turbulent ging es zu an der Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße. Nach Foulspiel erhielt Daniel Adam von Christian Schuster die Gelb-Rote Karte gezeigt (26.). Der Neu-Anspacher kommentierte diese Entscheidung des Schiedsrichters, der daraufhin „Rot“ zückte. FC-Trainer Raffaele Parisi konnte es nicht fassen, zumal auch noch beim Stand von 2:2 ein Treffer von Vinzent Müller nicht anerkannt wurde – beim Eckstoß hatte der Ball vermutlich die Torauslinie überschritten. Zudem sei ein Elfer für sein Team nicht gegeben worden, und derjenige für die SGK sei sehr strittig gewesen, führte Parisi aus. Nichtsdestotrotz erkannte der Coach auch eigene Mängel: „Das Problem ist, dass wir unsere Chancen nicht reinmachen. Die Abwehrarbeit müssen wir auch verbessern.“ In Unterzahl konnten die Gastgeber nicht das Tempo halten, während der zweiten Halbzeit ließen die Kräfte nach.

Tore: 0:1 Yilmaz (4./FE), 1:1 Kaya (9.), 2:1 Kaya (39./FE), 2:2 Yalcin (43.), 2:3 Yalcin (54.), 2:4 Bankunye (71.), 2:5 Osagie (83.), 3:5 Zamanyan (88.).

EFC Kronberg – SG Wehrheim/Pfaffenwiesbach 4:1 (4:1): Es war eine furiose Anfangsphase und letztlich eine einseitige Angelegenheit. Da fiel auch die Rote Karte Mitte der zweiten Halbzeit nicht ins Gewicht bei den Kronbergern.

Tore: 1:0 Pestinger (3.), 1:1 Krawczyk (9.), 2:1 Peuser (14.), 3:1 Kopylowicz (19.), 4:1 Peuser (32.).

FV Stierstadt – FC Weißkirchen 4:2 (3:0): Trotz des ungefährdeten Sieges im Oberurseler Stadtteil-Duell war Marco Hentsch, Spielausschusschef des FVS, nicht zufrieden. „Wir hätten in der ersten Halbzeit deutlich höher führen müssen“, betonte er. Mitte der zweiten Halbzeit habe die Mannschaft spürbar nachgelassen. Die Trainingsbeteiligung sei einfach nicht ausreichend. Wenn man nur einmal in der Woche trainiere, ließen halt die Kräfte nach. Doch Sorgen brauchte Hentsch sich in dieser Partie nicht machen. „Weißkirchen war mit seinen spielerischen Mitteln begrenzt, da war nicht mehr drin.“ Derweil hat sich Marcel Dumann wieder dem FVS angeschlossen.

Tore: 1:0 Biskup (11.), 2:0 Zharkov (36.), 3:0 Weidehoff (44.), 3:1 Gutzeit (80.), 4:1 Becher (88.), 4:2 Cavalera (90.+2).

FSG Weilnau/Weilrod/Steinfischbach – SG Ober-Erlenbach 2:8 (0:2): Knackpunkt 70. Minute: Daniel Dietrich wehrt kurz vor der Torlinie den Ball mit der Hand ab – und musste vom Feld. „Die Rote Karte war überzogen“, sagte FSG-Trainer Thorsten Crecelius. „Die Rote Karte war berechtigt“, konstatierte indes SGOE-Coach Philippe Chakour. Tezcan Üstündag ließ sich jedenfalls die Chance nicht nehmen und verwandelte zum 4:2 für Ober-Erlenbach. Zwar bestand für die Gastgeber noch eine Chance zum Anschluss, doch nach dem 2:5 durch Masiullah Mahbubi war die Partie gelaufen. „Ober-Erlenbach hat unsere Fehler gnadenlos bestraft. So hoch habe ich als Trainer noch nie verloren“, betonte Crecelius. Der Sieg war für seinen Kollegen Chakour folgerichtig, denn „wir waren spielerisch überlegen“.

Tore: 0:1 Mahbubi (26.), 0:2 Mahbubi (31./FE), 1:2 Presle (52./FE), 2:2 Presle (61.), 2:3 Seitz (63.), 2:4 Üstündag (2:4/HE), 2:5 Mahbubi (73.), 2:6 Üstündag (74.), 2:7 Mangiaracina (80.), 2:8 Pottmeyer (84.).

SF Friedrichsdorf – SV Seulberg 1:0 (0:0): Bis eine Viertelstunde vor Schluss mussten die Sportfreunde im Friedrichsdorfer Derby bangen, dann erlöste Eugen Schiffmann das Team. Mit dem Rücken zum Tor legte er sich den Ball auf seinen starken linken Fuß und traf ins Eck. Im ersten Abschnitt hatte der Favorit Probleme, ins Spiel zu finden. „Wir haben auch gegen den Ball nicht gut gearbeitet, viele zweite Bälle landeten beim Gegner“, drückte SFF-Trainer Enis Dzihic seine Unzufriedenheit aus. Nach dem Seitenwechsel zogen seine Akteure das Tempo an, kamen besser in die Zweikämpfe. Die Chancenverwertung ließ allerdings zu wünschen übrig. Für Gefahr sorgten indes die Seulberger kaum, die sich zu sehr auf Standardsituationen verließen. Vor allem Torwart Nick Voigt hatte es der SVS zu verdanken, an einem Punktgewinn zu schnuppern.

Tor: 1:0 Schiffmann (75.).

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