Torball-Bundesliga

Deutscher Meistertitel war zum Greifen nah

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Durch ein Last-Minute-Tor im letzten Spiel haben die Torballer der TG Unterliederbach II im brandenburgischen Borgsdorf den Aufstieg in die 1. Bundesliga geschafft.

Dabei war das Team um Trainer Ralf Thurm mit den letzten drei verbliebenen Spielern dort angetreten und wollte erst mal den Klassenverbleib schaffen. Doch nach dem 4:2-Sieg gegen den Aufstiegsfavoriten TFC Kaiserslautern und dem 5:5 in letzter Minute gegen den MSV Magdeburg folgte gegen den späteren Absteiger SG Langenhagen/St. Pauli ein souveräner 6:3-Erfolg. Einen Dämpfer gab es mit dem 3:6 gegen Mitaufsteiger Augsburg, das anschließend aber gegen Mitkonkurrent Magdeburg mit 4:2 erfolgreich war. Unterliederbach musste nun gegen Gastgeber Forst Borgsdorf gewinnen, um aufzusteigen. Wenige Sekunden vor Abpfiff bekamen die Spieler der TGU noch einmal die Chance durch einen Strafwurf in Führung zu gehen. Unterliederbach ließ sich nicht zweimal bitten, verwandelte zum 3:2 und machte mit dem Aufstieg die Überraschung perfekt.

TG Unterliederbach II: Uwe Marquardt, Toufik Mehloul, Gerd Schmidt.

In der Bundesliga verfehlte die TG Unterliederbach I den Titelgewinn in Landshut nur hauchdünn und belegte den dritten Rang. Dass mehr möglich gewesen wäre, zeigt die Tatsache, dass die Unterliederbacher trotz einer kurzen Schwächephase im Verlauf des Turniertages bis zwei Minuten vor Abpfiff der letzten Partie auf Titelkurs waren. Gegen den Viertplatzierten des Vorjahres, den BSSV Berlin, entwickelte sich eine ausgeglichene Partie mit leichten Vorteilen für die Hessen, die kurz vor Ende der Begegnung die Chance hatten, den Siegtreffer zu erzielen. Die Berliner klärten jedoch den abgefälschten Wurf von Christo Kasapis auf der Torlinie, so dass die Partie torlos blieb.

Besser machten es die Spieler von Trainer Ralf Thurm beim 2:0 gegen den SV Hoffeld. Gegen BSV München II ließen sie aber in Konzentration und Angriffsstärke nach und kassierten eine 1:2-Niederlage. Im Spiel gegen ISC Viktoria Dortmund-Kirchderne lagen die Unterliederbacher mit 0:3 zurück, retteten durch den Treffer von Christo Kasapis in der letzten Sekunde aber noch einen Punkt – 4:4. Die Konkurrenten im Abstiegskampf hatten ihrerseits auch gepunktet, so dass die Unterliederbacher weiter gefordert waren. Beflügelt durch den späten Punktgewinn ging es in die Partie gegen den deutschen Meister BSV München I. Unterliederbach ließ die Mannschaft aus der bayerischen Landeshauptstadt nie ins Spiel kommen und führte unter anderem durch einen Hattrick von David Georgi zur Pause mit 5:1. Zwei weitere Treffer von Christo Kasapis, der in dieser Partie vier Mal erfolgreich, gab es einen 7:2-Erfolg. Auf einmal war die TG Unterliederbach wieder im Kampf um den Titel dabei. Dazu war ein Sieg im letzten Turnierspiel gegen Gastgeber SG Mühldorf/Altötting/Landshut nötig. Die Bayern konnten sich ihrerseits mit einem Unentschieden den Meistertitel sichern. Es entwickelte sich eine spannende und hochklassige Partie mit Chancen auf beiden Seiten. Mitte der ersten Halbzeit erzielte wiederum Christo Kasapis den 1:0-Führungstreffer für die Hessen. Bei diesem Zwischenstand wurden die Seiten gewechselt. Zwei Minuten vor Ende der Partie musste Unterliederbach den Ausgleichstreffer hinnehmen. Trotz nochmals verstärkter Angriffsbemühungen gelang den Hessen kein weiterer Treffer mehr, das Spiel endete mit 1:1. Somit belegte die TG Unterliederbach den dritten Platz mit 7:5 Punkten. Absteigen mussten der SV Hoffeld und Vorjahresmeister BSV München I. Ein kleines Trostpflaster für Unterliederbach: Christo Kasapis wurde mit neun Treffern Torschützenkönig.

Tabelle: 1. SG Mühldorf/Altötting/Landshut 9:3 Punkte/12:7 Tore, 2. ISC Dortmund-Kirchderne 8:4/20:14, 3. TG Unterliederbach I 7:5/15:9, 4. BBSV Berlin 7:5/20:16, 5. BSV München II 5:7/8:16, 6. BSV München I 4:8/14:18, 7. SV Hoffeld 2:10/6:15

TG Unterliederbach: David Georgi, Christo Kasapis, Markus Schönbach.

(vho)

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