+
DFL-Geschäftsführer Christian Seifert hält auf dem Gruppenbild mit der F2- und G-Jugend die symbolträchtige Urkunde für die SG Ober-Erlenbach in der Hand. Viel mehr noch freut den Verein die Ausbildungsförderung in Höhe von gut 37 500 Euro.

Fußball

DFL-Spitze im Wingert

Mehr als 1,5 Millionen Euro erhalten Amateurvereine in diesem Jahr von der Deutschen Fußball-Liga für die Ausbildung heutiger Profis. Einer dieser Clubs ist die SG Ober-Erlenbach.

Hoher Besuch bei der SG Ober-Erlenbach. Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) schaute in Person von Geschäftsführer Christian Seifert und Andreas Nagel, Direktor Sport & Nachwuchs, im Wingert-Sportpark vorbei. Funk und Fernsehen waren zugegen, als Vertreter des Kreisoberligisten aus dem Hochtaunus symbolisch eine Urkunde entgegennahmen.

Stellvertretend für 90 Clubs unterhalb der 3. Liga, die im Rahmen der überarbeiteten Ausbildungshonorierung der DFL nach der Saison 2017/18 mit mehr als 1,5 Millionen Euro gefördert wurden, schauten die Fußball-Funktionäre bei der SGO vorbei. Als Anerkennung für die Ausbildung des Spielers Daniel Zeaiter (23) hatte der Amateurverein gut 37 500 Euro erhalten.

Der deutsch-libanesische Torhüter (jetzt bei Regionalligist Alemannia Aachen) hatte acht Jahre in der Jugend des Vereins gespielt, der in der Ära von Uwe Loos und Thomas Bremerich zu einer der Topadressen für Jugendfußballer im Taunus avancierte. Zeaiter gab schließlich in der vergangenen Saison für den MSV Duisburg sein Debüt in der 2. Bundesliga. Am Rande einer Trainingseinheit von Jugendmannschaften der SG Ober-Erlenbach nahmen Seifert und Nagel am Mittwochabend vor laufenden Kameras die Auszeichnung vor.

Diese erstmals greifende Art der Ausbildungsförderung leistete die DFL in diesem Jahr für das Debüt von 53 weiteren Spielern in der Bundesliga und 2. Bundesliga. Den Topwert erreicht mit annähernd 100 000 Euro der SC Eintracht Freising (Landesliga Südost, Bayern), bei dem Thomas Blomeyer (2002 bis 2012) vom MSV Duisburg und U 20-Nationalspieler Maximilian Thalhammer (2003 bis 2014) vom FC Ingolstadt 04 früher spielten. Die zur Verfügung gestellten Beträge aus einem von der DFL eingerichteten Solidaritätspool sollen von den Vereinen vorrangig für Zwecke der Nachwuchsarbeit im Fußball verwendet werden.

„Wir planen, ein Teil des Geldes für die Ausbildung unserer Jugendtrainer einzusetzen“, erläuterte SGO-Jugendleiter Daniel Matuschewski. Neun Nachwuchs-Teams mit rund 160 Kindern und Jugendlichen sind zurzeit für den Homburger Stadtteil-Club am Ball. Auch in die Infrastruktur der Sportanlage soll investiert werden. Zudem planen die Verantwortlichen gerade für das nächste Jahr die Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag des Vereins.

Zurück zur DFL: Sie hatte die Nachwuchsförderung grundlegend überarbeitet. In punkto Ausbildungshonorierung sei die zur Verfügung stehende Summe von zuvor etwa einer Millionen Euro auf bis zu vier Millionen Euro erhöht worden, teilte die DFL mit. Die Ausschüttung der Mittel seien jetzt erstmals verstärkt Amateurvereinen zugute gekommen, die Spieler ausgebildet haben, welche 2016/17 oder 2017/18 – dann im Alter von höchstens 23 Jahren – ihren ersten Lizenzspielervertrag in der Bundesliga oder 2. Bundesliga unterschrieben haben und in der Spielzeit 2017/18 zu ihrem ersten Pflichtspieleinsatz gekommen sind.

Die Ausbildungsleistungen werden bei Vereinen berücksichtigt, bei denen ein Spieler ab dem 6. Lebensjahr (bis zum 21. Lebensjahr) aktiv war: Clubs, die in den Spielzeiten vom 6. bis zum 11. Geburtstag ausgebildet haben, erhalten 4200 Euro pro Spielzeit, und an Vereine, bei denen der Spieler die Zeit vom 12. bis maximal zum 21. Geburtstag verbracht hat, gehen 5400 Euro pro Saison. rem

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare