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Die „Black Goats“ im Super-Bowl-Fieber

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Die Party kann beginnen mit Popcorn, Energydrinks und Chickenwings. Von links: Alexander Lang, Niclas Schallenberg, Christian Lang, Jannik Wagner, Marcel Löbach, Lisa Wagner und Lara Hof freuen sich auf den Super-Bowl.
Die Party kann beginnen mit Popcorn, Energydrinks und Chickenwings. Von links: Alexander Lang, Niclas Schallenberg, Christian Lang, Jannik Wagner, Marcel Löbach, Lisa Wagner und Lara Hof freuen sich auf den Super-Bowl. © Klaus-Dieter Häring

Die „Black Goats Mannebach“ - das American-Football-Team aus dem NNP-Land - zelebriert in der Nacht zum Montag den Super Bowl nach allen Regeln der Kunst.

Wenn in der Nacht zum kommenden Montag um 0.30 Uhr mitteleuropäischer Zeit der Super Bowl, das Finale der US-Profi-Football-Liga, zwischen den Cincinnati Bengals und den Los Angeles Rams im SoFi-Stadium im kalifornischen Inglewood beginnt, ist auch in Niederhadamar alles gerichtet. Das Westerwälder Bier ist kaltgestellt, die Schüsseln sind mit Popcorn gefüllt, die Chickenwings brutzeln im Backofen, und Kisten voller Energiedrinks stehen bereit.

Letztere sind besonders wichtig für Jannik Wagner, „Quarterback“ des Football-Teams „Black Goats Mannebach“. Er gehört zu den vielen Millionen Menschen, die sich in der legendären Nacht von Sonntag auf Montag mit Freunden treffen, um den Super Bowl live vor dem Fernseher mitzuverfolgen. Nach amerikanischen Angaben ist es das weltweit größte Sportereignis, das über die Fernsehschirme flackert.

Auch in Hadamar folgt man dieser Tradition, um die Vorbilder aus der NFL (National Football-League) zu bestaunen. Gute Verpflegung ist wichtig, darf man doch mit einem mindestens fünfstündigen Spektakel rechnen. Jannik Wagner hat, wie auch seine Freunde in dieser Nacht, für den nächsten Tag Urlaub genommen. Der Super Bowl ist an diesem Abend nicht das erste Treffen in dieser Konstellation. An fast jedem Wochenende machen die Football-Fans Party vor dem Fernseher von „Offensive Line“ Christian Lang. American Football boomt. Und so haben die „Schwarzen Ziegen“ schon die beiden Halbfinals verfolgt.

Die Los Angeles Rams sind für die Niederhadamarer Footballer die Favoriten im Finale. „Wir wollen aber an und für sich nur eine schöne Partie sehen“, sind sich alle einig. Denn Fans der beiden Endspielteilnehmer sind sie eigentlich allesamt nicht. Für „Defensive Line“ Niclas Schallenberg sind das zweifelsfrei die New England Patriots, die den Sprung ins Finale aber nicht geschafft haben.

„Finale“ war für die eingefleischte Gruppe auch die spontane Antwort auf die Frage nach ihrem größten sportlichen Wunsch. Einmal beim Super Bowl in Amerika live dabeisein – ein Traum, der aber kaum zu realisieren ist „bei Preisen von 6000 Euro für die Karte“, sagt „Linebacker“ Marcel Löbach. Die Hadamarer Footballer, die kürzlich knapp den Meistertitel in der Landesliga verpasst hatten, sind ein eingeschworener Haufen, der sich seit vielen Jahren kennt. „Gefunden“ haben sich einige auf einer der vielen Kirmessen im NNP-Land. So war es auch bei Alexander Lang, der nach der „Kerb“ erstmals einen Football in der Hand gehalten hat.

Die „Black Goats“ bestehen aber nicht nur aus Männern, sondern auch Frauen haben sich dem amerikanischen Volkssport verschrieben. Für Lara Hof und Lisa Wagner gehört aber die Halbzeitpause mit Auftritten der Superstars Eminem, Snoop Dogg, Dr. Dre, Kendrick Lamar und Mary J. Blige zum Höhepunkt der Nacht. Alleine dafür würde sich das Wachbleiben lohnen, sagen sie. Und die anderen nicken zustimmend. Es ist also angerichtet für eine traumhafte Football-Nacht beim Super Bowl.

Am Samstag Frauen- und Schnuppertraining

Dass sich die American Footballer als eine große Familie verstehen, macht Jannik Wagner an einem schönen Beispiel fest: So kommen die Spieler der „Black Goats Mannebach“ zumeist aus dem Westerwald, „aber auch einige aus Darmstadt“. Jannik Wagner hingegen hält Kontakt mit dem „Quarterback“ der „Frankfurt Galaxy“, Jako Sullivan, „mit dem ich am Wochenende trainiere“. Für den morgigen Samstag ist allerdings zunächst im eigenen Verein einiges los. Seit drei Wochen treffen sich an der Niederhadamarer Schule von 14 bis 16 Uhr Frauen zum American-Football-Training. Und auf dem Sportplatz in Oberweyer findet ab 17.30 Uhr ein Schnuppertraining für Männer statt. KLAUS-DIETER HÄRING

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