Sie gaben keinen Satz ab. Das Hofheimer Doppel Annika Dörr (links) und Sandra Emrich hatte nur im ersten Durchgang Probleme mit ihren Gegnerinnen. FOTO: marcel lorenz
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Sie gaben keinen Satz ab. Das Hofheimer Doppel Annika Dörr (links) und Sandra Emrich hatte nur im ersten Durchgang Probleme mit ihren Gegnerinnen.

BADMINTON-2. BUNDESLIGA SÜD

Die Damen werden zu Matchwinnern

  • VonMichael Löffler
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Hofheim und Schwanheim gewinnen ihre Partien jeweils mit 4:3

Main-Taunus -Wohl dem, der leistungsstarke Frauen in seinem Team hat. Für die Badminton-Zweitligisten TV Hofheim und TuS Schwanheim trifft dies zu. Sowohl beim 4:3 in der Brühlwiesenhalle gegen den BC Remagen als auch beim 4:3 der Schwanheimer in Neuhofen gab es Siege jeweils in den drei Matches mit Damen-Beteiligung sowie im ersten Herren-Doppel.

Der TV Hofheim festigte gegen seinen direkten Verfolger Remagen Platz drei. "Es war eng wie immer zwischen diesen Widersachern. Entschieden haben das Match unsere Damen", bekräftigte Abteilungsleiter Horst Emrich. Im Damen-Doppel hatten seine nach gesundheitlichen Problemen genesene Tochter Sandra Emrich und Anika Dörr nur im ersten Satz Probleme, danach dominierten sie eindeutig. Die eingespielten Gebrüder Johannes und Sebastian Grieser erhöhten auf 2:0. Nachdem Lars Rügheimer/Sebastian Kelch im fünften Satz ihren Matchball vergaben und Johannes Grieser gegen Tobias Mund chancenlos war, stand es plötzlich 2:2. Die durch Mareike Bittner erneut eroberte Führung ging im zweiten Herren-Einzel flöten. "Auch wenn Remagen in den Einzeln stark besetzt war, hatten wir uns von unseren Herren schon mehr erhofft", sagte Horst Emrich. Als das alles entscheidende Mixed in fünften Satz ging, war in der Halle richtig was los. "Wir sind froh, dass die Begegnung mit Zuschauern stattfinden konnte. Die Stimmung war kolossal, die Fans beider Teams haben ihre Spieler lautstark angefeuert", schilderte der Abteilungsleiter, der sich nach dem elften Punkt von Sebastian Grieser/Mareike Bittner schnell in den Pulk der jubelnden Spieler und Besucher begab.

TV Hofheim - BC Remagen 4:3 (2:1 Punkte). Johannes und Sebastian Grieser - Max Stage/Thilo Mund 11:9, 7:11, 14:12, 11:8, Anika Dörr/Sandra Emrich - Sarah Kämpf/Ina Vermaßen 12:10, 11:5, 11:7, Lars Rügheimer/Sebastian Kelch - Tobias Mund/Oliver Schmidt 12:10, 7:11, 8:11, 11:8, 13:15, Johannes Grieser - Tobias Mund 9:11, 8:11, 6:11, Mareike Bittner - Vermaßen 11:5, 9:11, 11:4, 11:3, Rügheimer - Stage 6:11, 8:11, 5:11, Sebastian Grieser/Bittner - Thilo Mund/Kämpf 8:11, 11:5, 11:2, 8:11, 11:9.

Nina Schäfer ist an

zwei Punkten beteiligt

Dass das Match des Nachbarn TuS Schwanheim den gleichen Verlauf nehmen würde, ist sicher Zufall. Auch hier waren es die Damen, die für die zwei Punkte hauptverantwortlich zeichneten. Dass die frühere Europameisterin Johanna Goliszewski ihre Begegnungen siegreich beenden würde, war zu erwarten. Zur Matchwinnerin avancierte die zum zweiten Mal in der laufenden Bundesliga eingesetzte Nina Schäfer. Im Doppel benötigte sie etwas Zeit, um ihre Leistung zu bringen. "Es ist schon etwas Außergewöhnliches, mit Johanna gemeinsam auf dem Feld zu stehen", sagte dazu die 17-Jährige, die dann aber ihre Nervosität abstreifen konnte. Mit der abschließenden starken Leistung im Einzel überraschte die kraftvolles Badminton bevorzugende Schäfer selbst ihr Team. Mit ihrem Lieblingsschlag, dem harten Smash, überfuhr sie die bei Weltranglistenturnieren spielende Lea Schwarz, die sie in vier Sätzen bezwang. Den ersten Punkt holten Daniel Schmidt/Sven Kamburg. "Da wir auf die kalte Halle, die uns schon oft Schwierigkeiten bereitete, diesmal mental vorbereitet waren, kamen wir schnell in die Gänge", erklärte Sven Kamburg, der an der Seite von Johanna Goliszewski auch den fest eingeplanten Punkt zum 4:3 verbuchte. Einem Sieg nahe waren auch Béla Arndt/Lukas Engel, doch nachdem sie in jedem Durchgang ihre Satzbälle nicht verwandeln konnten, gingen sie als Verlierer vom Feld. "Im Einzel merke ich, dass ich nach der langen Verletzungspause langsam wieder in Form komme. Noch spüre ich die fehlende Matchpraxis. Es war schon viel besser als beim ersten Einzel nach der Pause, aber gegen einen sehr starken Gegner wie Timo Kettner hat es noch nicht gereicht", erklärte Arndt.

TuS Neuhofen - TuS Schwanheim 3:4 (1:2 Punkte). Marc Bartel/Matti-Lukka Bahro - Daniel Schmidt/Sven Kamburg 9:11, 5:11, 5:11, Lea Schwarz/Daniela Kasper - Nina Schäfer/Johanna Goliszewski 11:9, 11:5, 6:11, 7:11, 5:11, Timo Kettner/Ronald Huber - Béla Arndt/Lukas Engel 12:10, 13:11, 14:12, Kettner - Arndt 11:8, 7:11, 13:11, 11:6, Schwarz - Schäfer 4:11, 6:11, 11:9, 5:11, Huber - Engel 11:3, 11:5, 3:11, 11:5, Bahro/Kasper - Kamburg/Goliszewski 11:9, 5:11, 2:11, 12:14. löf

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