Für den TV Bommersheim lief es gegen den TV Biedenkopf rund: Das ist Patrick Wienand, Johannes Ruppert, Daniel Klewinghaus und Jonas Häcker (von links) anzusehen.
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Für den TV Bommersheim lief es gegen den TV Biedenkopf rund: Das ist Patrick Wienand, Johannes Ruppert, Daniel Klewinghaus und Jonas Häcker (von links) anzusehen.

Volleyball, Oberliga Hessen

Die Freude bei den Tabellenführern ist noch verhalten

  • Thorsten Remsperger
    VonThorsten Remsperger
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Die HTG-Damen und Männer-Team des TV Bommersheim befinden sich auf bestem Wege in die Aufstiegsrunden. An die Regionalliga denken die Volleyballer*innen aber aus gutem Grund noch nicht.

Hochtaunus -Es dürfte eine Weile her sein, dass sowohl ein Frauen- als auch ein Männer-Team aus dem Hochtaunus die Tabelle in der Oberliga des Hessischen Volleyball-Verbandes angeführt haben. Freilich gestaltet sich dies in dieser Saison auch ein wenig einfacher als sonst, da die Spielklasse coronabedingt jeweils in zwei Gruppen eingeteilt worden ist. Was die Leistungen der "1. Damen" der Homburger TG und der "1. Herren" des TV Bommersheim keinesfalls schmälern soll.

Im Januar sollen die besten drei Mannschaften jeder Gruppe dann zu einer Aufstiegsrunde zusammengeführt werden. Der Rest spielt in den "Playdowns" die Absteiger aus. Diesen Modus hat auch der Hessische Fußball-Verband gewählt (siehe nebenstehender Text mit Tabellen).

Was nach Informationen von HTG-Trainerin Margit Paul aber im hessischen Volleyball immer noch aussteht, ist ein Plan B im Falle eines erneuten Abbruches der Saison. Die Fußballer haben bereits frühzeitig beschlossen, dann die Saison anhand dem Vorrunden-Abschluss zu werten.

"Wir wünschen uns, dass wir die Saison zu Ende spielen können" - so laute daher erst einmal das Saisonziel, meint Margit Paul nach dem fünften Sieg ihrer Schützlinge im sechsten Spiel, einem hartumkämpften 3:2 beim USC Gießen. Wenn die Pandemie-Entwicklung die Durchführung einer Aufstiegsrunde zulässt, würden die HTG-Damen aber sicher gerne ein Wörtchen um den Sprung in die Regionalliga mitreden. Dieser Spielklasse gehörten sie vor dem Ausbruch von Covid 19 schon zwei Jahren an.

TVB: Interne Vorgabe bereits erreicht

Für die Volleyballer des TV Bommersheim liegen die Zeiten, in denen man einer noch höheren Spielklasse angehörte, länger zurück. Schon vom Aufstieg zu sprechen, wäre für das Team von Patrick Hehl vermessen, ist dazu doch wahrscheinlich in der Saison 2021/22 nur ein Verein berechtigt und die Liga recht ausgeglichen besetzt. Das interne Ziel der Mannschaft, die Playoff-Runde zu erreichen, so Hehl, habe man aber schon erreicht.

Da in die Aufstiegsrunde nur die Punkte gegen die direkten Konkurrenten mitgenommen werden, freute der Bommersheimer Trainer sich besonders über den 3:0-Sieg im Spitzenspiel gegen den TV Biedenkopf. Wie schon im Hinserie konnte der neue Spitzenreiter diesen Gegner bezwingen, der sich höchstwahrscheinlich auch für die Aufstiegsrunde qualifizieren wird. "Sehr zufrieden" war Hehl mit der Leistung seines Teams im Ausweichquartier der Philipp-Reis-Schule in Friedrichsdorf.

Im ersten Satz hatte es zunächst nicht so gut ausgesehen, Biedenkopf führte schon mit 19:15. Starke Aufschlagserien von Nicolas Klewinghaus und Johannes Ruppert sorgten aber dafür, dass Bommersheim den Satz noch drehen konnte - 25:22.

In den beiden folgenden Durchgänge, die beide 25:20 enden sollten, lagen die Gastgeber fast immer vorne. Nur im dritten Satz wurde es beim 18:18 nochmals eng. Die Einwechslungen des routinierten Zuspielers Valentin Britz und von Jascha Müller-Kästner brachten schließlich den für den Sieg notwendigen neuen Schwung ins Bommersheimer Spiel.

Die ohne vier Stammkräfte angetretenen HTG-Damen haben es in Gießen derweil "spannend gemacht", wie Trainerin Margit Paul zugeben musste. Nach dem 25:17 zum Auftakt war schon der zweite Satz spannend verlaufen, auch dank der Aufschlagserie von Fabienne Röll konnten die Gäste einen 19:23-Rückstand noch in einen 26:24-Satzgewinn umbiegen.

Im dritten Abschnitt gelang es den Gießenerinnen dann aber, drei Matchbälle durch eine gute Abwehrarbeit abzuwehren. Nach dem 26:24 war der USC im Aufwind und die HTG leistete sich noch mehr Fehler - 17:25, Satzausgleich.

"Die Mannschaft hat sich aber wieder berappelt", freute sich Margit Paul, "das war reine Kopfsache". Angetrieben durch die druckvollen Angaben von Esther Peckelsen wurde der Tabellenführer aus dem Taunus beim ungefährdeten 15:11 im fünften Satz noch seiner Favoritenrolle gerecht.

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