Lucas Körner (links) ist als Neuzugang einer der Hoffnungsträger bei der SG Bremthal. FOTO: marcel lorenz
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Lucas Körner (links) ist als Neuzugang einer der Hoffnungsträger bei der SG Bremthal.

Fußball

Die Kreisoberliga Main-Taunus beginnt mit einem Top-Spiel

  • VonAlexander Wolf
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Nach dem coronabedingten Saisonabbruch wurden die Karten neu gemischt. Ob sie noch das gleiche Spiel spielen, wird sich für die Kreisoberliga-Fußballer aus dem Main-Taunus-Kreis zeigen.

Main-Taunus -"Der Ball musste erstmal wieder unser Freund werden", sagt Felix Hanke vor dem Punktspielstart der SG Bremthal am Sonntag. Für den Tabellenführer der vergangenen Spielzeit ging es in der neunwöchigen Vorbereitung darum, die mit neun Siegen aus neun Spielen so erfolgreiche Mannschaft wieder in eine ähnliche Verfassung zu bringen.

Konditionstraining stand ebenso an wie gruppen- und mannschaftstaktische Einheiten. Das Einüben von neuen, spielerischen Varianten wurde dem Trainer durch Urlauber, Impfungen und sonstige Ausfälle seiner Kicker erschwert. Hinzu kamen schwerwiegende Abgänge. "Uns sind mit Bene Bürger und Gregor Martin zwei Leistungsträger in der Abwehr weggefallen", sagt Hanke. Bürger zog es zurück zum Studium in die USA, und Martin beendete seine Laufbahn. Somit fehlt dem Team defensive Stabilität. Gut für Hanke, dass mit Lucas Körner ein flexibel einsetzbarer Spezialist aus Lorsbach kam. "Auch Lars Klein kann uns weiterhelfen", spricht der Trainer über den zweiten Zugang aus Lorsbach, "leider hat er sich einen Bänderriss am Fuß zugezogen". Auch wenn der Rest des Teams zusammenblieb, rechnen die Bremthaler mit einer längeren Eingewöhnungsphase. "Wir müssen uns erst finden und gehen mit gemischten Gefühlen in die Saison", stellt Felix Hanke vor dem Schlagerspiel am Sonntag (15.30 Uhr) bei Türk Hattersheim klar.

Die gastgebende Mannschaft von Michael Anicic hat ein neues Gesicht bekommen und fühlt sich besser aufgestellt. Cihan Sahin verabschiedete sich als Sportlicher Leiter zu Türk Kelsterbach und nahm mit Tuna Kidal, Adil Sahin, Mehmet Akkus und Ferhat Celik Spieler mit. Da die Krifteler Mert Kuzu und Firat Akkiz, Rückkehrer Mario Pavic aus Königstein, Fatih Alemdar von Saz-Rock Frankfurt, Yassin Deniz vom BSC Schwalbach, sowie Velimir Velimir und Sasa Matovic von der TSG Niederrad dazukamen, ist dem Team einiges zuzutrauen. Urlauber und Verletzte haben alle Teams zu beklagen.

Auch Germania Weilbach besticht mit Stefan Hoitz durch Kontinuität. Vor dem Start im Heimspiel gegen Alemannia Nied (15.30 Uhr) beklagt er einige Ausfälle. "Nach der langen Pause mussten die muskulären Probleme kommen. Es waren weniger als befürchtet, aber trotzdem mehr als uns lieb war." Mit Siegen gegen die SG Oberliederbach, Germania Schwanheim oder den FC Eddersheim II ließen die Weilbacher aufhorchen und die Ambitionen nach oben gehen: "Wir haben große Lust, 2022 wieder Gruppenliga zu spielen und wollen angreifen", so Hoitz. Ohne Abgänge und mit Verstärkungen wie Justin Thieme und Jens Langer (DJK Hattersheim) oder Lukas Wölfel steht Weilbach vor dem Start gegen Nied gut da. Allerdings kehren auch die neuen Besen bei Alemannia Nied nicht schlecht. Für Dominic Machado, den es zur SG Hoechst zog, übernahmen Steffen Kaschel und Matthias Lott. Bei der Generalprobe gegen Verbandsligist Germania Schwanheim holte Nied ein achtbares 2:2.

Noch neuer als Kaschel und Lott ist Aian Escudero. Der ehemalige Coach und Sportliche Leiter vom SC Meso-Nassau kommt aus der Kreisoberliga Wiesbaden zum SV Zeilsheim II . "Wir sind froh, dass wir ihn so schnell vom Engagement bei uns überzeugten konnten und glauben, dass wir eine schlagkräftige Truppe ins Rennen schicken können", sagt Tom Balser. Nach turbulenten Wochen beim SV Zeilsheim soll der Start der Hessenliga-Reserve mit Escudero im Heimspiel (Sonntag, 12.30 Uhr) gegen den FV Neuenhain glücken. Soufian Houness betreute die Zweite Mannschaft bis Anfang August, wurde dann aber für Sascha Amstätter verpflichtet. "Bei Soufi werden die Karten für alle 40 Spieler in unserem großen Kader für die Erste und Zweite Mannschaft neu gemischt", erklärt Balser. So wird wohl erst Anfang September feststehen, wer oben und wer in der Kreisoberliga-Mannschaft spielt. Selbst wenn mit André Becher, Ivan Propadalo und Vladimir Trucic einige Leistungsträger nicht mehr zur Verfügung stehen, werden Aian Escudero und sein Trainerteam mit Armando Aguirre und Thorsten Landgraf ihre Freude haben. "Nuh Uslu, Nils Pitas, Steffen Janke oder Randy Best haben ihre Bereitschaft signalisiert, in der Zweiten zu spielen", so Balser.

Personell nicht so gut aufgestellt ist der BSC Kelsterbach . Der letztjährige Neunte konnte mit Dennis Hombach (zuletzt DJK Hattersheim) einen neuen Trainer installieren. Dieser brachte Diego Casaluci und Mehrshad Nazralikhalaj aus Hattersheim mit. "Wir wollen eine aktivere Spielweise in Kelsterbach etablieren und brauchen dafür Zeit", appelliert Hombach an die Geduld im Umfeld. Dass die junge Mannschaft in der Vorbereitung gut aufgepasst und die neuen Impulse angekommen sind, zeigte das Kreispokalspiel gegen Türk Hattersheim. Hier führten die Kelsterbacher zwei Mal, gingen mit einem 2:2 in die Pause und verloren gegen den Favoriten nur knapp mit 2:4. "Es gibt mit Hattersheim, Weilbach, Bremthal und vielleicht Nied eine Spitzengruppe und dahinter die Spvgg. Hochheim, den SV Hofheim und die SG Bad Soden. Mit diesen Mannschaften wollen wir uns messen und schauen, dass wir besser als in den letzten Saisons abschneiden", ordnet Dennis Hombach die Lage ein. Wenn Platz sechs bis neun als Ziel realistisch sein soll, täte ein Sieg im ersten Spiel beim FSC Eschborn (Sonntag, 15.30 Uhr) gut. . awo

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