Auf seine Tore hoffen die Krifteler am Sonntag: Jan Erik Radtke. FOTO: marcel lorenz
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Auf seine Tore hoffen die Krifteler am Sonntag: Jan Erik Radtke.

Fußball, SV Kriftel

Die Krifteler behalten die Ruhe

  • VonAlexander Wolf
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Der Kreisoberligist wagt den Neuaufbau mit jungen Kräften

Kriftel -Null Punkte aus zwei Spielen holten die Kreisoberliga-Fußballer des SV Kriftel zum Start in die neue Saison. Trainer Özkan Kalyoncu ist trotzdem nicht komplett unzufrieden. Er wusste was 2021/22 auf sein Team zukommt.

"Wenn man den Weg mit jungen Krifteler Buben gehen will, muss man ihn auch konsequent gehen", sagt der Trainer nach dem 1:4 gegen die SG Bad Soden, dem 1:2 bei der SG Bremthal und vor dem Heimspiel am Sonntag (15.30 Uhr) gegen Alemannia Nied. "Wir hätten vor der Saison auch zuschlagen können, als bei Türk. Hattersheim einige Spieler freigeworden sind. Der Verein hat sich aber bewusst für einen anderen Weg entschieden, und deswegen werden wir die Jungs weiter spielen lassen", fährt Kalyoncu fort. Dass er seine Vierer-Abwehrkette mit den Teenagern Lukas Blankenhagen, Benjamin Gillies und Lucas Bayer, sowie dem gelernten Mittelfeldspieler Mourat Azouzi zusammenbasteln muss, war vor Rundenbeginn allerdings nicht so geplant. Marco Bruske sollte nach seiner Knie-Operation eigentlich als erfahrener Abwehrchef zurückkehren, zog sich im ersten Testspiel aber einen Bänderriss zu. Er fehlt gegen Nied genauso wie der rot-gesperrte Ali Kabak. "Gegen Bad Soden waren wir nicht wirklich schlechter. Haben aber nach langen Bällen einige Stellungsfehler gemacht", erklärt Kalyoncu den ersten, nicht bestandenen Stresstest für seine junge Mannschaft. Beim 1:2 in Bremthal kehrte sein spielender Trainerkollege Mohamed Kakour und mit ihm mehr Torgefahr und Stabilität im Mittelfeld zurück. "Wir haben es dem Gegner echt schwer gemacht, aber leider zwei Mal gepennt", ärgert sich Kriftels Coach über das frühe und das ganz späte Gegentor. Nun hofft er auf die ersten Punkte im zweiten Heimspiel gegen Alemannia Nied und nimmt sich den Gegner an einer Stelle sogar zum Vorbild. "Im Vergleich zur letzten Saison haben sie sich bei der individuellen Qualität wahrscheinlich verschlechtert. Manche Mannschaften werden dann aber sogar stärker, weil sie im Kollektiv besser zusammenhalten."

Tatsächlich schlug die junge Nieder Elf von Steffen Kaschel zuletzt überraschend Türk Hattersheim mit 3:1 und zeigte, dass nach dem Abgang von Coach Dominic Machado in Richtung SG Hoechst doch mit der Alemannia zurechnen sein könnte.

Während die Gäste am Sonntag einen Erfolg anpeilen, um sich in der vorderen Tabellenregion zu etablieren, backen Kalyoncu und seine Krifteler kleinere Brötchen. "Bei uns geht es darum nicht abzusteigen und die junge Mannschaft an den Aktivenbereich zu gewöhnen", stellt der Trainer klar. Bei dem harten Startprogramm gegen Bad Soden, Bremthal, Nied und danach den BSC Kelsterbach wird es aber nicht leicht, sich vom Tabellenkeller fernzuhalten. Gut für Kalyoncu, dass mit Jan Eric Radtke ein gefährlicher Stürmer aus dem Urlaub genauso zurückkehrt wie die eigenen Fans. "Wir haben schon so um die 50 Zuschauer bei Heimspielen. Die Eltern der jungen Spieler schauen genauso zu wie unsere Soma." Diese Unterstützung soll den Zwölften der abgebrochenen Vorsaison und 14. der aktuellen Tabelle zu den ersten Punkten verhelfen. awo

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