2019 war die HSG Breckenheim/Wallau-Massenheim in die Oberliga aufgestiegen. Dann kam der Corona-Abbruch. Nun hoffen Arne Walter (beim Wurf) und Co. darauf, eine komplette Saison spielen zu können - und den Klassenerhalt zu schaffen. FOTO: Marcel Lorenz
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2019 war die HSG Breckenheim/Wallau-Massenheim in die Oberliga aufgestiegen. Dann kam der Corona-Abbruch. Nun hoffen Arne Walter (beim Wurf) und Co. darauf, eine komplette Saison spielen zu können - und den Klassenerhalt zu schaffen.

Handball, Oberliga

"Die kurze Hauptrunde verzeiht nichts"

  • Harald Joisten
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HSG Breckenheim/Wallau-Massenheim hofft auf guten Start - im Derby

Breckenheim/Wallau -Das letzte Pflichtspiel? Eine Ewigkeit her. Fast zu lange, um sich zu erinnern. "Das war im März 2020. Wirklich lange her", sagt Mathias Beer. Eigentlich hat der ehemalige Zweitliga-Torwart im Handball inzwischen fast alles erlebt. Eine Zwangs-Wettkampfpause über 19 Monate ist freilich auch für ihn ein Novum. Nun endet der Corona-Lockdown, endlich. Und somit ist auch der Sprecher der HSG Breckenheim/Wallau-Massenheim voller Vorfreude auf die neue Saison in der Oberliga Süd. Zumal der Auftakt am Samstag gleich das Derby gegen die TSG Münster bereit hält. Anpfiff in der Sport- und Kulturhalle in Breckenheim ist um 18 Uhr. Für Zuschauer gilt die 2G-Regel (Geimpfte, Genesene und Kinder bis 12 Jahre). In der Halle können die Schutzmasken abgenommen werden.

Auch für Breckenheim/Wallau-Massenheim ist es ein Auftakt ins Ungewisse. Das Team kann nach der langen Pause kaum einzuschätzen, wie stark die Konkurrenz ist - und was die eigene Mannschaft zu leisten imstande ist. Einige Spieler der HSG betreten am Samstag in mehrfacher Hinsicht Neuland.

Neu für einige Spieler:

Erstmals mit Harz

Talente wie Henry Gottron (Kreis), Jannik Göttert und Max Schäfer (beide Rückraum Mitte) haben noch kein Spiel in der Oberliga bestritten. Zudem werden sie nun erstmals mit Haftmittel (Harz) spielen. Eine große Umstellung in der Ballbehandlung. "Wir haben mehrere Spieler, die noch nie mit Harz gespielt haben. Das wurde ja für Hessen neu entschieden", betont Beer. Zudem ist die Spielgemeinschaft im Grunde immer noch ein Neuling in der Oberliga. Denn die erste Saison nach dem Aufstieg im Sommer 2019 wurde schließlich vorzeitig abgebrochen, in jenem März 2020.

Seit Juni 2021 befindet sich die Mannschaft nun im Training. Obwohl das Pensum behutsam erhöht wurde und noch eine mehrwöchige Pause eingelegt wurde, macht sich der Wiedereinstieg bei einigen Spieler körperlich bemerkbar. "Wir haben schon sehr viele Verletzte und mussten deswegen auch Testspiele absagen", betont Beer. "Der eine hat sich den Daumen gebrochen, andere haben muskuläre Blessuren, andere Probleme mit Bändern oder Knien. Die ganze Bandbreite." Beer glaubt, die Leidenszeit wird sich womöglich durch die gesamte Saison ziehen. "Bisher waren es nur Testspiele. Wenn es um Punkte geht, ist der Einsatz noch etwas höher. Dann entstehen bei einem Vollkontakt-Sport Verletzungen, wenn man das lange Zeit nicht gewohnt war."

Dennoch starten Beer und Co. mit einer gesunden Portion Optimismus in die Saison. "Wir haben eigentlich eine recht gute Mannschaft zusammen - wenn alle fit sind." Nur Marcel Schyga (TuS Holzheim) hat das Team verlassen. Neu hinzu kam Antonio Bogdanic von Drittligist TSG Pforzheim.

Besten vier Teams in die Aufstiegsrunde

Wichtig sei direkt ein guter Saisonstart, denn die Oberliga Süd umfasst nur acht Mannschaften. Neben der HSG und Münster sind dies noch die TSG Offenbach-Bürgel, MSG Umstadt/Habitzheim, SG RW Babenhausen, TuS Dotzheim, HSG Hanau II und TuSpo Obernburg. Nach der Hauptrunde beginnt am 5. März 2022 die zweite Saisonhälfte: Die jeweils besten vier Teams aus Oberliga Süd und Oberliga Nord bestreiten eine gemeinsame Aufstiegsrunde. Die Teams auf den Plätzen fünf bis acht gehen in die Abstiegsrunde. "Die Hauptrunde ist kurz, sie verzeiht nichts. Man muss von Anfang an Gas geben und einen guten Start erwischen", betont Beer. Natürlich würde er mit Breckenheim/Wallau-Massenheim "idealerweise gerne in der Aufstiegsrunde spielen", weil dann der Klassenerhalt vorzeitig gesichert wäre. "Wir dürfen aber nicht vermessen sein. Unsere Mannschaft hat bisher erst ein Dreiviertel-Jahr in der Oberliga gespielt. Wir sind immer noch frisch dabei. Unser Hauptziel ist, nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben." Alles andere ist Zugabe. Harald Joisten

Der Kader der HSG Breckenheim-Wallau/Massenheim: Dennis Quandt, Vincent Robinson (beide Tor) - Eric Schaeffter, Yannick Mrowietz, Paul Kaufmann, Antonio Bogdanic, Marco Hoss, Timo Mrowietz, Philipp Botzenhardt, Jannik Göttert (alle Rückraum) - Kenneth Fuhrig, Arne Walter, Henry Gottron, Lennard Beer (alle Kreis) - Timo Treber, Lukas Crecelius, David Flock, David Buckel, Tim Heuss, Max Schäfer (alle Außen). - Trainer: Gilles Lorenz.

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