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Die Rückkehr des Eddersheimer Kapitäns

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Von: Harald Joisten

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Hatte wegen Problemen an der Achillessehne über ein halbes Jahr pausieren müssen und überzeugte bei seinem ersten Spiel über 90 Minuten in Fulda direkt wieder: Eddersheims Patrick Hilser. FOTO: Lorenz
Hatte wegen Problemen an der Achillessehne über ein halbes Jahr pausieren müssen und überzeugte bei seinem ersten Spiel über 90 Minuten in Fulda direkt wieder: Eddersheims Patrick Hilser. © Marcel Lorenz

Patrick Hilser überzeugt auf Anhieb - Sonntag Heimspiel gegen Fernwald

Eddersheim -Noch kein Gegentor, noch keine Niederlage: Klingt nach einem Traumstart für den FC Eddersheim in der Aufstiegsrunde der Fußball-Hessenliga. Ganz so rosig ist die Situation nicht. In den ersten beiden Spielen gegen Neuhof und Fulda-Lehnerz (jeweils 0:0) hätte durchaus mehr herausspringen können für die stark aufspielende Mannschaft von Trainer Christian Lüllig.

"Wir haben zwei gute Leistungen gezeigt, speziell in Fulda. Defensiv standen wir zweimal sehr gut. Die Ergebnisse waren aber noch nicht ganz zufriedenstellend", meinte Lüllig. Am Sonntag (15 Uhr) soll nun im Heimspiel gegen den FSV Fernwald nicht nur der erste Treffer in der Aufstiegsrunde gelingen. "Jetzt wollen wir den Schalter umlegen und möglichst den ersten Dreier landen", betont der Coach. Dann würde sein derzeit viertplatziertes Team oben dran bleiben und dürfte weiter vom Aufstieg in die Regionalliga Südwest träumen.

Verein würde Aufstieg wohl wahrnehmen

Inzwischen scheint klar, dass der FC Eddersheim die Chance wahrnehmen würde, sollte der Aufstieg tatsächlich eintreten. "Ich denke, wir werden die entsprechenden Unterlagen einreichen", meint Lüllig. "Ich würde es begrüßen, das ist meine persönliche Meinung. Letztlich ist es aber eine Entscheidung des Vereins."

Möglich ist der Aufstieg. Der Rückstand zu Platz zwei, der in die Aufstiegs-Relegation führt, beträgt lediglich zwei Punkte. Fernwald (8.) hat mit sieben Zählern Rückstand bereits nur noch theoretische Chancen. Dennoch erwartet Lüllig freilich ein umkämpftes Spiel. "Die Tabelle ist eng beieinander. Hinter Spitzenreiter Stadtallendorf ist das Feld eng zusammen. Die Leistungsdichte ist extrem hoch", meint der Trainer. Die ersten beiden Spieltage hätten gezeigt, dass "fast alle Spiele 50:50 sind. Die Tagesform ist entscheidend. Sicher auch das Spielglück." Im Vergleich zur Hauptrunde habe die Intensität noch einmal zugenommen. "Es geht viel über Zweikampf-Führung. Es gab auffällige viele Gelbe Karten, teilweise auch Gelb-Rot." Es sei schlichtweg "spürbar, dass es um die ersten beiden Plätze geht".

Weil bei der hohen Intensität für die Spieler auch die Gefahr von Verletzungen steigt, ist Lüllig froh, wieder einen größeren Kader zur Verfügung zu haben. Neben den erfahrenen Turgay Akbulut und Felix Rottenau hat sich in Fulda auch Patrick Hilser nach langer Pause zurückgemeldet. Der 31-Jährige zeigte im defensiven Mittelfeld "als Kapitän eine sehr gute Leistung", lobt Lüllig. Über ein halbes Jahr hatte der 1,91 Meter große Hüne wegen Problemen an der Achillessehne pausiert, nachdem er am 5. September 2021 im Spiel gegen Dietkirchen einen Schlag auf den Fuß abbekommen hatte. "Man hat sofort wieder gemerkt, dass er über Stellungsspiel, Erfahrung und eine gewisse Ballsicherheit verfügt", so Lüllig. In der Defensive werden Hilser und Co. vermutlich auch am Sonntag eine Menge zu tun bekommen. Fernwald verfügt in der Offensive mit Kapitän und Spielmacher Erdinc Solak, Stürmer Nicolas Strack und Standard-Spezialist Yannis Grönke individuelle Qualität. Das will diesmal auch Eddersheim unter Beweis stellen. Harald Joisten

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