Auch Abwehrspieler Johannes Tatchouop (rechts) hat schon seine Zusage für eine weitere Saison beim SV Zeilsheim gegeben. oto: Lorenz
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Auch Abwehrspieler Johannes Tatchouop (rechts) hat schon seine Zusage für eine weitere Saison beim SV Zeilsheim gegeben. oto: Lorenz

Fußball, Hessenliga

Die Vorfreude auf das zweite Jahr

  • Harald Joisten
    vonHarald Joisten
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Der SV Zeilsheim wird seinen Kader weitgehend zusammen halten

Zeilsheim -Es ist ein besonderes Spiel. Schließlich tritt der SV Zeilsheim nicht alle Tage gegen einen Drittligisten an. Doch ob es jemals zur Hessenpokal-Partie gegen den SV Wehen Wiesbaden kommen wird, hängt weiter in den Sternen. Der Pokal-Wettbewerb wurde im Herbst 2020 unterbrochen - somit steht auch noch das Achtelfinale zwischen Zeilsheim und Wehen aus. Einen Termin gibt es bisher nicht, der Amateur-Fußball befindet sich weiter im Lockdown.

Hessenpokal: Offenes Spiel gegen Wehen

Eigentlich sollten alle Endspiele in den Bundesländern am 21. Mai stattfinden, somit auch das Finale um den Hessenpokal. Ein Datum, das nicht einzuhalten sein dürfte. Klar ist: Die Zeit drängt. Und das könnte nicht gut sein für Zeilsheim. Im ungünstigsten Fall könnte Wehen am "grünen Tisch" zum Sieger erklärt werden. Denn die Amateure des Hessenligisten haben seit über fünf Monaten kein Pflichtspiel mehr bestritten und dürfen auch derzeit nicht einmal trainieren. Die Profis aus Wehen sind hingegen in der 3. Liga durchgehend am Ball.

Zeilsheim hat zumindest beste Erinnerungen an die letzte Hessenliga-Partie vor dem Saisonabbruch. Gegen Rotweiß Walldorf gelang dem Aufsteiger Ende Oktober nach 0:3-Rückstand noch ein beachtlicher 4:3-Coup. Es war in gewisser Weise der krönende Abschluss dieser inzwischen annullierten Saison. "Unser erstes Jahr in der Hessenliga verlief mehr als zufriedenstellend", blickt der sportliche Leiter Tom Balser zurück. In den zwölf Partien, die Zeilsheim austragen konnte, fuhr die Mannschaft von Trainer Sascha Amstätter achtbare 15 Punkte ein: Platz zwölf. "Wir lagen zwar nur zwei Zähler vor dem ersten Abstiegsplatz, waren aber gerade angekommen in der Liga und hatten einen Weg gefunden", verweist Balser auf die guten Leistungen im vergangenen Herbst.

Seitdem fanden viele Vertragsgespräche beim Traditionsverein statt. Inzwischen ist sicher: Die Mannschaft bleibt größtenteils bestehen. "Wir haben mit fast allen Spielern gesprochen. Der Kader bleibt weitgehend zusammen", sagt Balser und betont mit Blick auf die breite Personaldecke im Verein: "Wir werden mit ziemlicher Sicherheit auch eine gute Zweite Mannschaft bekommen."

Zu den Spielern, die bereits für kommende Saison zugesagt haben, gehören unter anderen Torwart Dominik Reining sowie Michel Geschwender, Nicklas Pitas, Konstantin Fujiwra, Yassine Maingad. Filip Pandza und Johannes Tatchouop.

Markus Hofmeier erster Neuzugang

Als einziger Akteur hat bisher Deniz Topcu den Verein verlassen. Der Abwehrspieler soll einen Dreijahres-Vertrag bei Ligakonkurrent FC Hanau 93 unterschrieben haben. "Wir sind noch nicht mit allen unseren Spielern einig und führen auch noch Gespräche mit anderen Spielern", so Tom Balser.

Erster Neuzugang ist der defensive Mittelfeldspieler Markus Hofmeier. Der 27-Jährige kommt von Liga-Konkurrent FV Bad Vilbel und spielte einst auch für den FSV Frankfurt und FC Eschborn. "Wir wollten ihn vor zwei Jahren schonmal verpflichten", sagt Balser über den nun geglückten Transfer.

Auf dem Weg der gesundheitlichen Besserung ist Unglücksrabe David Sembene. Der gebürtige Frankfurter hatte sich in der Saisonvorbereitung das Kreuzband gerissen und arbeitet weiter am Comeback. "Er ist ein äußerst positiver Typ, verbreitet immer gute Laune und für uns ein wichtiger Spieler. Wir hoffen, er kommt zurück", sagt Balser über den 27 Jahre alten Innenverteidiger, der im Sommer 2020 von RW Hadamar kam.

Demnächst wollen sich die Zeilsheimer zumindest zu zweit auf dem Platz treffen, um sich auch wieder persönlich zu sehen. Dann kann man nicht nur ein bisschen mit dem Ball arbeiten. Auch die Vorfreude auf das zweite Jahr in der Hessenliga dürfte gemeinsam noch spürbarer werden. Harald Joisten

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