Volleyball

Diesmal halten die Nerven

Schnell kreisen die Gedanken um die unglückliche 2:3-Niederlage aus der Vorwoche. Gegen Bad Homburg brennt beim SSC im Tiebreak aber nichts an.

Das war kein Spiel für schwache Nerven! Mit 3:2 (21:25, 25:22, 28:30, 25:23, 15:10) zwangen die Volleyball-Damen des SSC Bad Vilbel II im Verfolgerduell der Oberliga Hessen die HTG Bad Homburg in die Knie und zogen mit dem Taunus-Team nach Punkten gleich. Tabellenspitze: 1. VC Wiesbaden III 31 Punkte; 2. VfL Marburg 27; 3. HTG Bad Homburg 25; 4. SSC Bad Vilbel II 25.

Nach dem Bad Vilbeler Sieg in der Vorrunde hatte die HTG nun Revanche angekündigt. Obendrein musste der SSC einige Ausfälle verkraften: Die zuvor im Spiel gegen Wiesbaden verletzte Kate Taylor fällt wegen eines Kreuzbandrisses für die gesamte Rückrunde aus. Zudem musste der SSC seine erkrankte Zuspielerin Pia Nau ersetzen. So ging man zwar mit veränderter Mannschaft, jedoch mit unverändertem Siegeswillen ans Netz.

In der Startaufstellung Ruth Wagner, Christina Jadatz (Mitte), Laura Schulz, Lina Wullenweber (Außen), Linda Feil und Daniela Fritsch (Diagonal/Zuspiel) fand der SSC nur schwer ins Spiel. Die HTG-Aufschläge bereiteten Probleme, so dass Bad Vilbel mit 3:6 in Rückstand geriet. Dann verlief der Satz ausgeglichen, jedoch ließ sich die frühe HTG-Führung nicht mehr aufholen (21:25).

Im zweiten Satz lief es genau anders herum. Bad Vilbel lag stets mit drei Zählern vorne, bis Christina Jadatz eine Angabenserie von acht Punkten gelang und sie den Satz zum 22:14 vorentschieden hatte. Zwar kämpfte sich die HTG noch einmal heran (22:19), doch der Satz ging mit 25:22 an den SSC – 1:1.

Das Pendel schlug im dritten Durchgang zugunsten der HTG aus, nachdem Kristin Bernius mit einer Salve von Aufschlägen für ein 10:18 gesorgt hatte. Mehrere Wechsel (Laura Schulz kam für Andrea Craatz, Linda Feil für Lina Wullenweber, Daniela Heyer für Christina Jadatz) verliehen dem SSC aber noch einmal Flügel: Eine Aufschlagsserie von Daniela Heyer führte Bad Vilbel noch einmal auf 18:21 heran. Alles schien wieder möglich. Beide Teams kamen zu mehreren Satzbällen, schließlich hatte die HTG aber ein Quäntchen mehr Glück, gewann den Satz denkbar knapp mit 30:28 und lag nun mit 2:1 in Führung.

Doch Bad Vilbel dachte nicht daran, sich kampflos zu ergeben. Wen auch die HTG im vierten Satz aus einem 4:4 eine 9:4-Führung machte. Vilbels Trainer Michael Straub wechselte Andrea Craatz wiederum für Lina Wullenweber ein, später auch Linda Feil für Laura Schulz. Und siehe da, der SSC kämpfte sich Punkt für Punkt wieder heran. In dieser Phase war es vor allem Libera Lilia Heinrich, die ihre Mitspielerinnen beschwor, ihre Positionen einzuhalten und Verantwortung zu übernehmen. Worte mit Wirkung: Bad Homburg konnte den druckvollen Angriffen von Ruth Wagner nichts entgegensetzen, die in dieser Phase fast alle Angriffe erfolgreich abschließen konnte. Und so entschied der SSC nach drei Aufschlägen in Folge von Linda Feil den Satz mit 25:23 zum 2:2 für sich.

Nach der letztwöchigen Niederlage im Tiebreak wollten die SSC-Mädels dieses Mal partout nicht erneut als Verlierer vom Feld gehen. Entschlossen spielten sie eine 9:4-Führung heraus – dank starker Annahme und dank Zuspielerin Daniela Fritsch, Mittelangreiferin Ruth Wagner häufig einzusetzen.

Dann jedoch knickte die Hauptangreiferin um und musste ausgewechselt werden. Dies weckte Erinnerungen an die Partie gegen Spitzenreiter Wiesbaden, in der der SSC – ebenfalls vorne liegend – die Verletzung von Kate Taylor nicht verarbeiten konnte und schließlich verlor. Diesmal jedoch hielten jedoch die Bad Vilbeler Nerven. Die eingewechselte Christina Jadatz konnte die entstandene Lücke schließen – und sich dann mit ihrem Team über Satz- (15:10) und Spielsieg (3:2) freuen.

Nun geht’s an diesem Samstag (19 Uhr) zum Nachbarn TG Groß-Karben. Der hatte sich im Hinspiel mit 3:2 in Bad Vilbel behaupten können. Und diesmal?

SSC Bad Vilbel II: Andrea Craatz, Linda Feil, Daniela Fritsch, Janina Hecht, Lilia Heinrich, Daniela Heyer, Christina Jadatz, Hannah Knopp, Laura Schulz, Ruth Wagner, Katharina Weislogel, Lina Wullenweber. gg

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