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Der Bad Vilbeler Adnan Alik (rechts) und  Dietkirchens Stürmer Maximilian Zuckrigl.

Fußball-Hessenliga

TuS Dietkirchen: Für Abstiegskampf war das zu wenig

In der Fußball-Hessenliga hat der TuS Dietkirchen das so wichtige Heimspiel gegen den FV Bad Vilbel mit 1:2 verloren, tauschte dadurch den Tabellenplatz mit dem Kontrahenten und ist jetzt Fünfzehnter.

VON PATRICK JAHN

TuS Dietkirchen – FV Bad Vilbel 1:2 (0:2).
Über den ersten Durchgang sollte aus Sicht der Dietkircher ziemlich zügig der Mantel des Schweigens gelegt werden. Die Elf von Trainer Thorsten Wörsdörfer wirkte verunsichert, in der Defensive schläfrig und offenbarte auch technisch einige Mängel. Dazu passte es ins Bild, dass die Wetterauer nach nicht einmal 180 Sekunden schon 1:0 vorne lagen: Maximilian Brauburger, Bad Vilbels Bester, hatte in halblinker Position zu viel Platz gehabt, ließ mit einfacher Körpertäuschung noch einen Gegenspieler aussteigen und setzte das Spielgerät aus 18 Metern unhaltbar ins rechte Eck.

Dass den Platzherren vor allem in einem derart wichtigen Spiel nahezu nichts gelingen sollte, war aus TuS-Sicht nur schwer zu verstehen. Bad Vilbel spielte vor allem in der Defensive oftmals hohes Risiko, wurde aber kaum gefordert. Es war aber auch nicht so, dass die Vilbeler turmhoch überlegen waren, nein, sie waren schlichtweg cleverer. Und sie waren voll da, wenn es notwendig wurde. Nach einer Ecke auf den zweiten Pfosten von Maximilian Brauburger bugsierte Dalibor Pandza die Kugel – mit welchem Körperteil auch immer – zum 0:2 über Linie (28.). Der nächste Tiefschlag für Dietkirchen – und Bad Vilbel obenauf. Beinahe wäre es noch schlimmer gekommen, als Dalibor Pandza, der nach einem Fehler im Aufbau alleine Richtung Raphael Laux unterwegs war, am rechten Pfosten vorbeischoss (32.). Dietkirchen hätte noch zurückkommen können, doch nach Kopfballverlängerung von Maximilian Zuckrigl schloss Kevin Kratz aus dem Gewühl heraus zu harmlos ab, so dass Torhüter Muzafer Dolovac nicht wirklich ernsthaft geprüft wurde.

Im zweiten Durchgang änderte sich das Bild zunächst. Die Reckenforstler waren bemüht, den Anschluss herzustellen, während Bad Vilbel in den Verwaltungsmodus schaltete. Und plötzlich keimte Hoffnung bei den Schwarz-Roten auf, als Marvin Rademacher eine Kopfballverlängerung Maximilian Zuckrigls nach Kratz-Ecke zum 1:2 über die Linie „schädelte“ (54.). Es schien kurze Zeit so, als könnte die Partie kippen. Die Wörsdörfer-Elf witterte Morgenluft, hatte aber das Problem, dass nahezu jeder zweite Ball beim FV landete.

Und doch wurde es zumindest noch zweimal einigermaßen gefährlich. Kevin Kratz versuchte sich mit einem Freistoß auf den kurzen Pfosten, doch Keeper Muzafer Dolovac war per Faustabwehr zur Stelle (60.). Die Gäste versuchten sich in einzelnen Kontern, waren aber nicht durchschlagskräftig genug. FV-Coach Amir Mustafic musste noch einmal die Luft anhalten, als der eingewechselte Jonathan Mink in Folge eines Freistoßes aussichtsreich zum Abschluss kam, Torwart Dolovac aber erneut zur Stelle war (80.). Aufgrund des ersten Durchgangs ging der Auswärtssieg in Ordnung, denn Dietkirchen hatte für ein „Sechs-Punkte-Spiel“ vieles vermissen lassen.

Dietkirchen: Laux, Nickmann, Rademacher, Hautzel, Kratz, Leukel (70. Mink), Zuckrigl, Schäfer, Stahl (75. Kuczok), Bergs, Böcher (82. Granja) – Bad Vilbel: Dolovac, Tochihara (46. Grüter), Dogan, Babic, Rodrigo Tiago, Brauburger, Pandza (70. Affo), Bauscher (82. Maksumic), Saso, Alik, Huwa – SR: Tesch (Groß-Zimmern) – Tore: 0:1 Maximilian Brauburger (3.), 0:2 Dalibor Pandza (28.), 1:2 Marvin Rademacher (54.) – Zuschauer: 220.

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