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Harter Tag für den Keeper des TuS Dietkirchen, Raphael Laux.

Fußball-Hessenliga

TuS Dietkirchen in Friedberg hart gelandet

VON UWE BORN

Ernüchterung beim TuS Dietkirchen: Das 1:4 bei Türk Gücü Friedberg war die erste Niederlage des Aufsteigers in der Fußball-Hessenliga. „Speziell im ersten Abschnitt haben wir so ziemlich alles vermissen lassen, was uns den Hessenliga-Aufstieg und vier Punkte aus den ersten Partien gegen Hadamar und Stadtallendorf ermöglichte“, meinte TuS-Trainer Thorsten Wörsdörfer, während sein Friedberger Kollege Carsten Weber seinem Team „eine fehlerfreie erste Hälfte mit leider zu wenig Tore und nach einem Durchhänger das größere Stehvermögen in der Schlussphase“ attestierte. 

Dass die Platzherren, bei denen Shelby Printemps als Doppel-Torschütze und Erdinc Solak als Einfädler fast aller gefährlicher Situation vor dem Dietkircher Kasten herausragten, das Sportfeld Eisenkrain in Ober-Rosbach absolut verdient als Sieger verließen, bestätigten beide Übungsleiter ohne Einschränkung. Vor allem Webers Erleichterung war nach den ersten drei Saisonpunkten deutlich spürbar, „denn wir standen gewiss ein wenig unter Druck.“

Die Friedberger sahen sich nach den Niederlagen gegen Baunatal und Kassel genötigt, ihr zentrales Mittelfeld neu zu sortieren. Derweil setzten die Reckenforstler im Sturmzentrum zunächst auf Marco Müller, den Spielaufbau sollten Kevin Kratz und Maximilian Zuckrigl organisieren. Ein Plan, der 45 Minuten lang überhaupt nicht funktionierte. Später, als Zuckrigl und Müller die Positionen tauschten, lief es im Dietkircher Spiel nach vorne besser. Mehr als der 1:2-Anschlusstreffer, den Max Zuckrigl nach einem langen Ball aus der eigenen Abwehr (Nils Bergs) erzielte, sprang nicht heraus. 

„Ein Tor aus dem Nichts“, kommentierte TG-Trainer Weber diese Szene (57.), der nur drei Minuten später eine aus Friedberger Sicht weitere kritische Situation folgte, als Türk Gücü-Keeper Tolga Sahin einen durchaus platzierten Max-Zuckrigl-Kopfball mit einer Blitzreaktion entschärfte. An der Tatsache, dass die Weber-Elf über weite Strecken klar dominierte, änderten diese beiden Aktionen gar nichts. Solaks Distanzschuss war nach zwölf Minuten das erste Ausrufezeichen, und ab der 25. Minute lag Türk Gücü in Führung: Einen Solak-Freistoß verlängerte Printemps mit den Haarspitzen – 1:0. Gürsoy (31.), Printemps (32./36.) und Solak (41.) verballerten weitere gute Gelegenheiten – auf der Gegenseite parierte Sahin einen Jason-Schäfer-Schuss bravourös. 

Kurz vor der Pause gelang es den Einheimischen doch noch, ihren Vorsprung zu verdoppeln: Solaks Rechtsflanke verwandelte der am langen Pfosten lauernde Printemps im Hechtsprung per Kopf. Die Vorentscheidung? Noch nicht, denn Max Zuckrigls Anschlusstreffer machte die ganze Sache ab der 57. Minute noch einmal spannend. Erst der dritte Friedberger Treffer, für den Innenverteidiger Julian Dudda fünf Minuten vor dem Abpfiff auf Vorarbeit von Solak und Tesfaldet aus sieben Metern verantwortlich zeichnete, erwies sich diesbezüglich aus Türk-Gücü-Sicht als Dosenöffner. Massé Bell Bell deckelte das Ganze mit dem 4:1. 

Friedberg: Sahin – Marra, Weigand, Dudda, Biber – Mitrovic (62. Usic), Tesfaldet – Gürsoy (80. Miric), Toskovic (67. Bell Bell), Solak – Printemps – Dietkirchen: Laux – Nickmann, Bergs, Kuczok, Niklas Schmitt – Zuckrigl, Kratz – Leukel (78. Patrick Schmitt), Mink (22. Heibel), Schäfer – Müller (70. Granja) – SR: Glaser (Wiesbaden) – Zuschauer: 160. – Tore: 1:0 (25.), 2:0 (43.) beide Printemps, 2:1 Max Zuckrigl (57.), 3:1 Dudda (85.), 4:1 Bell Bell (92.).

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