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Die Spieler des TuS Dietkirchen würden nur allzu gern endlich mal wieder jubeln.

Fußball-Hessenliga

TuS Dietkirchen: Den Geist des Pokalspiels mitnehmen

In der Fußball-Hessenliga gastiert der TuS Dietkirchen am Samstag, 14.30 Uhr, beim SC Waldgirmes, ehe der SCW nächste Woche auf dem Reckenforst seine Visitenkarte abgeben wird.

VON PATRICK JAHN

Für Thorsten Wörsdörfer und seine Dietkircher Mannschaft war der letzte Samstag eine herbe Enttäuschung. Auch im fünften Hessenliga-Spiel nacheinander war ein Punkt oder gar ein „Dreier“ ausgeblieben. Vieles hat der Übungsleiter beim 1:2 gegen Türk Gücü Friedberg nicht zu bemängeln gehabt, wie so oft, waren es aber die berühmten Kleinigkeiten, die einem Sieg im Weg standen. „Wörsi“ meint: „Unsere Fehler werden im Moment eiskalt bestraft. Unser Lernprozess diesbezüglich dauert noch immer an – sowohl offensiv wie defensiv. Aber Einsatz und Leidenschaft haben gestimmt. Und wir arbeiten weiter vor allem am Ausnutzen der vorhandenen Torchancen.“

Bei vielen anderen Vereinen würde der Haussegen angesichts von fünf Niederlagen hintereinander schief hängen. Nicht so bei den Schwarz-Roten, das macht Thorsten Wörsdörfer deutlich: „Die Stimmung ist nach wie vor positiv, und es gibt auch keinen Grund, Trübsal zu blasen. Natürlich hätte dem einen oder anderen die Entwicklung in der Verbandsliga gut getan, doch der Aufstieg war unser Ziel. Wir gehen gemeinsam durch dieses Abenteuer und kämpfen gemeinsam dafür, dass wir die Klasse halten.“

An den nächsten Gegner, SC Waldgirmes, haben die Dietkircher gute Erinnerungen. Ende August hatte sich der TuS im Hessenpokal-Wettbewerb gegen den SCW mit 3:1 durchgesetzt. Warum sollte das nicht noch einmal gelingen? Wörsdörfer meint: „Der Geist aus dem Pokalspiel mit torgefährlichen Mittelfeldspielern unsererseits, und Mut können die Basis für einen Auswärtssieg sein. Ich glaube daran, denn ich sehe – wenn auch kleine – Verbesserungen.“

Bei den Mittelhessen läuft in dieser Saison im Übrigen auch noch nicht allzu viel zusammen. Nach zwei Platzierungen in der oberen Tabellenhälfte belegt die Mannschaft von Trainer Otmar Velte mit 23 Zählern Rang zwölf. Mit nur einem Sieg aus den letzten acht Spielen dürfte es zudem um das Selbstvertrauen der Spieler nicht gerade rosig bestellt sein. Dennoch ist sich Thorsten Wörsdörfer über die Qualitäten des Gegners bewusst: „Der SC verfügt über Erfahrung und hat sich in der Hessenliga auf tolle Art und Weise etabliert. Das wird ein harter Kampf, und wir brauchen Spieler, die sich dagegen stellen, denn Waldgirmes kommt vor allem über ein starkes Kollektiv.“

Ein großes Fragezeichen steht derweil hinter dem Einsatz von Kevin Kratz, der sich trotz Problemen seit Wochen in den Dienst der Mannschaft stellt. Auch die gegen Friedberg ausgewechselten Dennis Leukel und Jason Schäfer wackeln im Bezug auf einen Einsatz am Samstag. „Unser Team lebt davon, zu wissen, dass jeder wichtig ist. Nur so haben wir eine Chance, dass der ,exotischste’ Verein der Liga erhalten bleibt“, hält der Ex-Profi die Fahne hoch.

Beim SC Waldgirmes fehlt nach wie vor der Ex-Dietkircher Robin Dankof, der bekanntlich einen Schien- und Wadenbeinbruch auskuriert.

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