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Viele neue Gesichter auf dem Reckenforst (von links): Yannick Schutzbach, Marvin Heibel, Felix Kremer, Cheftrainer Thorsten Wörsdörfer, Nai m Bahsoun, Moritz Königstein, Co.-Spielertrainer Robin Böcher und Spielausschuss-Boss Peter Schmitt.

Fußball-Hessenliga

Der TuS Dietkirchen reist ins "Abenteuerland"

Resümee nach dem öffentlichen Training auf dem Reckenforst: Der TuS Dietkirchen scheint gerüstet für das große Abenteuer „Fußball-Hessenliga“. Die Spieler sind voller Optimismus und Vorfreude mit ihrem Trainer Thorsten Wörsdörfer in die Vorbereitung gestartet.

VON PATRICK JAHN

Neuland für den TuS Dietkirchen: Thorsten Wörsdörfer, sein neuer Co.-Spielertrainer Robin Böcher sowie Spielausschuss-Chef Peter Schmitt stellten sich den Fragen der neugierigen Pressevertreter und gaben eine Einschätzung für das bevorstehende „Abenteuer Hessenliga“ ab. Und das lief wie am Schnürchen – die Offiziellen bewiesen sich einmal mehr als sehr gute Organisatoren. Nicht einmal drei Wochen nach dem Kreispokalsieg gegen den FC Dorndorf (3:0) war die Sommerpause in Dietkirchen schon wieder vorbei. Die Herkulesaufgabe Hessenliga, die in vier Wochen – aller Voraussicht nach mit dem Auswärts-Derby beim SV Rot-Weiß Hadamar – startet, wird den Akteuren alles abverlangen. 

Das weiß auch der Trainer, der sich aber bestens gelaunt in Redelaune präsentierte: „Wir müssen uns nun auf die raue Hessenliga-Luft einstellen, haben aber davor absolut keine Angst,“ machte Wörsdörfer auch den anwesenden Fans Hoffnung. Schon zu Beginn hatte „Wörsi“ zu Protokoll gegeben, „dass es ein besonderes Event für uns ist, in dieser Form zusammenzusitzen“, schließlich gab es eine solche Veranstaltung beim TuS bisher noch nicht. Für den Erfolgscoach steht schon vor dem ersten Spiel fest, welche Faktoren ihn optimistisch stimmen: „Wille, Einstellung, Leidenschaft, Teamgeist und vor allem die Fitness der Spieler haben uns dahin gebracht, wo wir jetzt stehen. Der Welpenschutz für meine Jungs ist jetzt ein Stück weit vorbei, und wir werden auch lernen müssen, wieder Spiele zu verlieren.“ Für die ersten Lacher sorgte Wörsdörfer, als er meinte: „Der Aufstieg war wie eine ungewollte Schwangerschaft, allerdings hat man dafür neun Monate Zeit. So lange bleibt uns nicht, doch wir gehen mutig mit dem Motto der Band ,Pur' – ,Nimm mich mit ins Abenteuerland’ – in die Saison.“

Robin Böchers Aufgaben 

Neu an seiner Seite für den aus beruflichen Gründen abgewanderten Marvin Rademacher ist bekanntlich mit Robin Böcher ein sehr hessenliga-erfahrener Spieler, der der jungen Mannschaft Sicherheit geben wird. Zu dieser Personalie meint „Wörsi“: „Zunächst einmal war es nicht einfach, einen Nachfolger für Marvin Rademacher zu finden. Robin passt aber menschlich und sportlich perfekt.“ Der in Wiesbaden lebende Ellarer Robin Böcher selbst sprüht im Übrigen nur so vor Vorfreude: „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und will Thorsten bestmöglich unterstützen. Wir können einiges erreichen, und ich werde alles dafür tun, den größtmöglichen Erfolg mit der Mannschaft zu erreichen.“ Die Aufgaben für den vom Liga-Konkurrenten SV Rot-Weiß Hadamar gekommenen Innenverteidiger werden vielfältig sein. Neben der Abstimmung mit Thorsten Wörsdörfer vor den Trainingseinheiten dürfte er auch bei der Aufstellung Mitspracherecht haben. Ebenso sollen die Erfahrungswerte des 26-jährigen helfen, die junge Truppe zu unterstützen. „Chef“ bleibt aber logischerweise nach wie vor Thorsten Wörsdörfer, der seiner helfenden Hand dennoch keinen Freifahrtschein für einen Stammplatz gibt: „Er muss sich zunächst einmal um sein Spiel kümmern. Erst dann soll er helfen und organisieren, der Mannschaft noch mehr Stabilität zu verleihen.“ 

Aus personeller Sicht hatten die Schwarz-Roten natürlich auch den einen oder anderen Rückschlag zu verkraften. Abgänge der Marke Robin Dankof (SC Waldgirmes), Marvin Rademacher (Ziel unbekannt) oder Yannick Wenig (VfL Holzappel) wiegen schwer. Doch der Verein hat einige (alte) neue Gesichter an Land gezogen und sich dabei vor allem bei den Sportfreunden Eisbachtal „bedient“. Yannick Schutzbach, Marvin Hölzenbein – Verwandtschaft von Eintracht-Frankfurt-Legende und Weltmeister Bernd Hölzenbein –, Torwart Naim Bahsoun und Marvin Heibel haben allesamt eine Vergangenheit beim Aufsteiger in die Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar.

Granja für das Kreative 

Zudem zählen die Neuzugänge Moritz Königstein (zuletzt SG Nord) und Felix Kremer (SC Offheim) zum vorläufigen Hessenliga-Kader. Mit Miguel Granja, der vom FC Waldbrunn zurückkehrt, verfügt der TuS zudem über einen Neuzugang, der vor allem für kreative Momente sorgen wird. Thorsten Wörsdörfer ist mit seinem Personal zufrieden: „Wir bauen neben den Jungs, die letztes Jahr für den größten Erfolg der Vereinsgeschichte gesorgt haben, auf junge Spieler und haben uns vor allem in der Breite verstärkt. Wer sich letztlich tatsächlich in den Kader der ersten Mannschaft spielen wird, zeigen die kommenden Wochen. Ich bin aber auch hier sehr optimistisch.“ Die „Exoten“ der Hessenliga, wie sich der Verein selbst sieht, müssen vor allem zusehen, dass sie die fehlenden Tore von Robin Dankof auf mehrere Schultern verteilen. „Das wird schwer genug“, meint Thorsten Wörsdörfer, der nach wie vor dreimal pro Woche trainieren lassen wird. „Ein bisschen was werden wir ändern, aber auch nicht zu allzu viel. Ich erwarte von den Spielern aber, dass sie ihren gesunden Verstand einsetzen und vor allem die dritten Halbzeiten etwas reduzieren. Wir brauchen alle Körner, um 42 Punkte zu erreichen“, rechnet der Coach das Ziel für den Klassenerhalt vor. Das Gerüst steht also, nun liegt es an der Mannschaft, sich bestmöglich für das Abenteuer Hessenliga vorzubereiten.

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