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Der Dreieicher Wessam Abdul Ghani lässt Dietkirchens Jason Schäfer über die Klinge springen – vor den Augen von TuS-Trainer Thorsten Wörsdörfer (rechts). Der Unparteiische hatte ke in Foul gesehen.

Fußball-Hessenliga

TuS Dietkirchen: Spektakulär und  leidenschaftlich

In der Fußball-Hessenliga hat der TuS Dietkirchen seinem Buch mit dem Titel „Die Reise ins Abenteuerland“ ein weiteres Kapitel hinzugefügt und das Heimspiel gegen den SC Hessen Dreieich gewonnen.

VON PATRICK JAHN

Der TuS Dietkirchen machte seinem Ruf als „Schreckgespenst“ der Fußball-Hessenliga einmal mehr alle Ehre, zwang Regionalliga-Absteiger SC Hessen Dreieich mit 3:2 in die Knie und ist Tabellenfünfter. 

TuS Dietkirchen – SC Hessen Dreieich 3:2 (1:0). Die Partie war noch gar nicht richtig im Gange, da ging ein Donnerhall über den Reckenforst: Jason Schäfer ließ seine Dreieicher Gegenspieler alt aussehen, setzte sich unnachahmlich durch, legte sich die „Pille“ zurecht und nagelte sie aus 25 Metern ins rechte obere Eck – 1:0 (5.). Ein Start wie gemalt für die Elf von Trainer Thorsten Wörsdörfer. 

Fortan zog sich der TuS zurück und überließ den technisch versierten Gästen das Spiel. Denis Streker prüfte Torwart Raphael Laux mit einem 20-Meter-Schuss (10.), und Abassin Alikhil wurde nach Pass von Denis Talijan Opfer eines Platzfehlers (12.). Auch danach hatten die Dreieicher mehr Ballbesitz, während der TuS leidenschaftlich und kompakt verteidigte. Gefährlich wurde es, als ein Freistoß von Kevin Kratz an Freund und Feind und am Tor vorbeisegelte (36.). Im zweiten Durchgang ging es drunter und drüber. Keine zwei Minuten waren vorüber, da jubelte Dreieich: Enis Bunjaki traf ins rechte Eck zum Ausgleich (47.). 

Wer nun dachte, die Jungs vom Reckenforst würden einbrechen, sah sich getäuscht. Zunächst verfehlte Jason Schäfer mit einem abgefälschten Versuch den linken Winkel (47.), dann lag der Ball doch im Netz des SC: Nach langem Ball hatte sich Max Zuckrigl gegen den schläfrig wirkenden Abassin Alikhil durchgesetzt und überlegt zum 2:1 eingeschossen (59.). 

Nun wurde es richtig turbulent. Zunächst schoss Enis Bunjaki das vermeintliche 2:2, doch Schiedsrichter Tobias Vogel hatte auf Foulspiel an Torhüter Raphael Laux entschieden (60.). Und doch folgte der nächste Nackenschlag: Patrick Kuczok die Hand bei einer Flanke – Elfmeter. Denis Streker machte das 2:2 (64.). 

Nur 60 Sekunden später glich der Reckenforst einem Tollhaus: Dreieichs Defensive präsentierte sich zum wiederholten Male konfus und chaotisch, als Oskar Stahl per Kopf verlängerte, Marco Müller an Keeper Mike Wroblewski scheiterte, um schließlich doch noch zum 3:2 abzustauben (65.). 

Die Elf von Trainer Lars Schmidt warf in der Endphase logischerweise alles nach vorne – vergebens. Auf der anderen Seite hatte der eingewechselte Mario Dietrich die Entscheidung auf dem Fuß. Der TuS Dietkirchen, der mit Nicola Meloni vom TuS RW Koblenz einen weiteren Neuzugang präsentierte, geht seinen (erfolgreichen) Weg weiter . . . 

Dietkirchen: Laux, Nickmann, Granja (63. Stahl), Hautzel, Kratz, Müller (78. Dietrich), Zuckrigl, Schäfer (90. Königstein), Schmitt, Bergs, Kuczok – Dreieich: Wroblewski, Pitas (82. Häuser), Mladenovic, Amiri, Alikhil, Reljic (70. Pfeifer), Talijan, Bunjaki (84. Burcu), Streker, Lagator, Abdul – SR: Vogel (Flörsheim) –Tore: 1:0 Jason Schäfer (5.), 1:1 Enis Bunjaku (47.), 2:1 Maximilian Zuckrigl (59.), 2:2 Denis Streker (64./HE), 3:2 Marco Müller (65.) – Zuschauer: 250.

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