+
Als Kollektiv auftreten - das ist für den TuS Dietkirchen auch in Mörfelden-Walldorf die oberste Devise.

Fußball-Hessenliga

TuS Dietkirchen: Das wird keine Kaffeefahrt

Der TuS Dietkirchen tritt am Sonntag in der Fußball-Hessenliga die Reise zu Rot-Weiß Walldorf an (Anstoß: 14.30 Uhr).

Zum wiederholten Male musste sich Dietkirchens Trainer Thorsten Wörsdörfer darüber ärgern, dass seine Mannschaft durch strittige Schiedsrichterentscheidungen um den Lohn ihrer Arbeit gebracht wurde. Durch das 1:3 vom letzten Samstag gegen die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz rückt die „rot eingefärbte Zone“ mittlerweile bedrohlich nahe. „Wenn sich ein Abgrund auftut, sollten wir nicht nach unten schauen, sondern einen Schritt zurück gehen, Anlauf nehmen und versuchen, die Hürde mit Blick nach oben zu nehmen“, gibt sich Thorsten Wörsdörfer beinahe philosophisch. Auf die sportliche Situation angesprochen, meint er: „Wir sind mit dem Ziel Klassenerhalt angetreten, und es war klar, dass das kein lustiger Selbstläufer wird. Es gilt, die Kräfte von Kopf und Körper zu bündeln und weiter hart zu arbeiten.“ 

Der kommende Gegner, Rot-Weiß Walldorf (Sonntag, 14.30 Uhr), hat es zweifelsfrei in sich. Ebenfalls als Aufsteiger in die Saison gestartet, rangiert die Mannschaft von Trainer Max Martin auf Rang acht, weist mit 23 Zählern deren drei mehr als die Dietkircher auf. „Das ist ein gutes Kollektiv mit sehr guten Einzelspielern“, spricht Wörsdörfer mit Respekt vor dem Verein, der nach 15 Spielen erst viermal verloren hat. Klar ist: Um zu punkten, wird mindestens eine Leistung wie gegen Fulda-Lehnerz notwendig sein. 

Sechs Hessenliga-Spiele stehen für den TuS vor der Winterpause noch an. Wie viele Punkte unter dem Weihnachtsbaum liegen sollen, ist für Thorsten Wörsdörfer klar: „30 Punkte wären schon wesentlich mehr, als ich mir vielleicht dieses Jahr vom Christkind wünschen darf, doch ich war besonders brav, bin deshalb mutig und verlange das auch von meiner Mannschaft. Die Basis für unser Ziel wird nun mal vor der Pause gelegt.“ Mit 18 Treffern hat der TuS statistisch betrachtet die schwächste Offensive, was dem Coach nicht verborgen geblieben ist: „Mit dem Torverhältnis steht man normalerweise auf einem Abstiegsplatz. Wir müssen in allen Bereichen arbeiten, um vor allem unsere Ausbeute zu erhöhen.“

Beim Blick auf sein Personal spricht „Wörsi“ wie vom Wetter: „Dunkel, leicht trüb, aber mit hellen Momenten.“ Heißt: Moses Nickmann, Dennis Leukel und Marvin Heibel dürften nach ihrer Grippe zurückkehren, während Kevin Kratz und Maximilian Zuckrigl fraglich sind. Da die „Generalprobe“ durch das kampflose Weiterkommen im Kreispokal beim RSV Würges ausgefallen ist, haben die Schwarz-Roten ein bisschen an der Formation für die „stürmischen Zeiten“ gearbeitet. Wieder mit an Bord ist Torwart Raphael Laux, dessen Zwei-Spiele-Sperre ausgesessen ist. jah

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare