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Das Team des Jahres: Hessenliga-Aufsteiger und Kreispokalsieger TuS Dietkirchen.

Fußball-Kreispokal-Finale Limburg-Weilburg

Die Dietkircher Krönung

Nicht einmal 24 Stunden nachdem der Aufstieg in die Belétage des hessischen Fußballs festgestanden hatte, sackte sich der TuS Dietkirchen durch eine Steigerung im zweiten Durchgang auch noch den Kreispokal ein.

VON PATRICK JAHN

Der 3:0-Sieg im Fußball-Kreispokal-Finale auf dem Kunstrasen des SC Offheim gegen keineswegs enttäuschende Dorndorfer ist unbestritten die Krönung einer aus Dietkircher Sicht unfassbaren Saison. 

TuS Dietkirchen – FC Dorndorf 3:0 (0:0). Die Elf vom Reckenforst war am Ende ohne jeden Zweifel der verdiente Sieger, war allerdings auf einen Gegner getroffen, der lange Zeit ebenbürtig war. Das hatte auch TuS-Coach Thorsten Wörsdörfer so gesehen: „Dorndorf hat es gut gemacht und hätte mit dieser Mannschaft nicht unbedingt absteigen müssen.“ Ins gleiche Horn bliesen auch die Dorndorfer: „Wir haben alles reingehauen, am Ende hat Dietkirchen aber absolut verdient gewonnen.“ 

Im ersten Abschnitt hatte das Pokalfinale beinahe schon Testspiel-Charakter gehabt. Auf Höhepunkte mussten die Zuschauer lange warten, denn beide Teams wirkten nach der kräftezehrenden Saison müde. Folglich kam es beidseitig nur zu Halbchancen, von denen der TuS aber doch mehr vorzuweisen hatte. Jason Schäfers 18-Meter-Freistoß lenkte Niklas Kremer über die Latte (7.), und auch bei einem Schuss aufs kurze Eck blieb der Keeper gegen Schäfer Sieger (22.). Dennis Leukels Versuch von der Strafraumgrenze ging ebenso über den Kasten wie der Schuss von Max Zuckrigl (42., 45.). 

Auf der anderen Seite hätte Robin Reifenberg beinahe einen kapitalen Fehlpass Yannick Wenigs ausgenutzt, doch Lukas Hautzel klärte vor der Linie (9.). Bei einem Schuss aus spitzem Winkel von Marc Henkes zeigte Torwart Raphael Laux seine Klasse (37.). 

Im zweiten Durchgang blieb das Treiben auf überschaubarem Niveau, dafür wurde es vor den Toren aber zwingender. Thomas Wilhelmy hätte den FCD beinahe in Führung gebracht, doch aus dem Gewühl heraus parierte Raphael Laux aus kurzer Distanz prächtig (52.). Allmählich zog aber der TuS das Zepter mehr und mehr an sich. 

Herausragend, wie Niklas Kremer gegen den komplett freien Max Zuckrigl parierte und das Spielgerät über die Latte bugsierte (55.). Ähnlich spektakulär rettete der Schlussmann wenig später gegen Robin Dankof (62.). Dann war es aber soweit: Nach einer kurz ausgeführten Ecke bekamen die Dorndorfer den Ball nicht geklärt, Marco Müller zog ab und setzte den Ball Marke „Wembley-Tor“ hauchdünn hinter die Linie – 1:0 (63.). Es gab einige Zweifler. 

Die Schwarz-Weißen gingen fortan mehr Risiko und waren schließlich auf verlorenem Posten. Ein wunderbarer Spielzug – von den Jason Schäfer per Hacke eingeleitet – landete bei Marco Müller, der mustergültig für Robin Dankof auflegte – 2:0 (76.). Der dritte Treffer durch Dennis Leukel nach Doppelpass hatte nur noch statistischen Wert (89.), denn der FCD war längst besiegt. Bitter für die Dorndorfer, die gleich dreimal verletzungsbedingt auswechseln mussten. Kurzzeitig waren die Schwarz-Weißen aufgrund einer vierten Verletzung sogar in Unterzahl.

Dietkirchen: Laux, Nickmann (78. P. Schmitt), N. Schmitt, Müller (83. Bergs), Hautzel, Kratz, Leukel, Dankof, Zuckrigl (90. Mink), Schäfer, Wenig – Dorndorf: Kremer, Sa. Mansur, Groß, Merfels, Schneider (29. F. Schick), Wilhelmy, Kunz, Kazerooni (57. So. Mansur), Reifenberg, Blättel (75. Weyer), Henkes –SR: Marius Burkardt (Elbtal) – Tore: 1:0 Marco Müller (63.), 2:0 Robin Dankof (76.), 3:0 Dennis Leukel (89.) – Zuschauer: 600.

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