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Kopfballduell:  Moses Nickmann (Dietkirchen, links) und Zeilsheims Raffael Grigorian (rechts).

Fußball-Hessenliga

Dietkircher Remis: Nicht Fisch, nicht Fleisch

In der Fußball-Hessenliga hat der TuS Dietkirchen den ersten Punkt geholt. Gegen Aufsteiger SV Zeilsheim hieß es nach 90 kämpferischen Minuten 2:2-Unentschieden. Dabei war Marvin Rademacher erst zwei Minuten vor dem Ende der Ausgleichstreffer gelungen.

VON PATRICK JAHN

TuS Dietkirchen – SV Zeilsheim 2:2 (1:1). „Das war nichts für’s Auge“ stellte Zeilsheims Trainer Sascha Amstätter nach 90 umkämpften Minuten richtigerweise fest. Die Platzverhältnisse auf dem Reckenforst waren in keiner Weise dafür ausgelegt, den Zuschauern die feine spielerische Klinge zu servieren. Vielmehr waren etliche Zweikämpfe, gepaart mit unzähligen langen Bällen, Trumpf. Spannend war es aber trotzdem. 

Der Aufsteiger erwischte den perfekten Start: Nach einer zu kurz abgewehrten Ecke jagte Blerton Muca das Spielgerät unhaltbar ins linke Eck – Raphael Laux brauchte gar nicht erst zu reagieren - 0:1 (3.). Ohnehin hatte es die Anfangsphase, in der beide Teams etwas schläfrig agierten, in sich. Maximilian Zuckrigl hätte beinahe im direkten Gegenzug ausgeglichen, doch Torwart Dominik Reining war zur Stelle (4.). Auf der Gegenseite war es Leonardo Bianco, der an Raphael Laux scheiterte (8.). Und wiederum nur 120 Sekunden später hieß es 1:1, als Marco Müller sein Kopfballduell gewonnen hatte, Maximilian Zuckrigl aus 16 Metern draufhielt und die Kugel – unter den Armen des unglücklich aussehenden Gästeschlussmanns Reining hindurch – zum Ausgleich im Netz zappelte (10.). Dann passierte bis auf einen Patrick Kuczok-Freistoß, der Beute von Dominik Reining wurde (12.), lange Zeit nichts. 

In der Schlussviertelstunde des ersten Akkords, in dem der SVZ dem zweiten Treffer näher war, versiebte Nicklas Pitas eine Gelegenheit der Marke „Hundertprozent“, als er den Ball aus einem Meter noch über die Latte setzte (30.). Auf der anderen Seite köpfte Marco Müller nach Böchers Kopfballvorarbeit zu zentral (36.), ehe Ryota Ishii mit einem Flugkopfball an die Latte den Atem der einheimischen Akteure zum Stocken brachte (37.). „Da hatten wir zwei-, dreimal richtig Glück, dass wir nicht hinten gelegen haben. Aber Zeilsheim hat nun mal eine sehr gute Mannschaft“, resümierte Thorsten Wörsdörfer nach Spielende. 

Nach Wiederbeginn gewann Dietkirchen Oberwasser. Das lag mitunter auch daran, dass viele „zweite“ Bälle bei den Schwarz-Roten landeten. Robin Dankof auf Zuspiel von Marco Müller (48.) und der Vorbereiter selbst (56.) hatten mehr als aussichtsreich die Chance, auf 2:1 zu stellen. Von Zeilsheim war offensiv nichts zu sehen, doch wie aus dem Nichts folgte der Nackenschlag für den TuS: Wieder war es Blerton Muca, zweifelsfrei Zeilsheims Bester, der – ähnlich wie beim 0:1 – einen Rückpass an die Strafraumgrenze mit Urgewalt unter die Latte hämmerte – 1:2 (71.). 

Dietkirchen gab nicht auf, wirkte aber häufig ideenlos. Klar, die Brechstange musste her. Hatte Patrick Kuczok mit langem Bein das 2:2 noch knapp verpasst (86.), war es Marvin Rademacher, der am zweiten Pfosten lauernd eine Ecke zum vollauf verdienten Ausgleich einnickte (88.). Und beinahe hätte Patrick Kuczok sogar noch den Siegtreffer erzielt, doch sein Kopfball ging um Haaresbreite am linken Pfosten vorbei (89.). 

„Wir haben wieder bis zum Ende daran geglaubt und erneut zwei Rückstände wettgemacht. Das spricht für den Charakter meiner Mannschaft“, war „Wörsi“ am Ende wieder einmal – wenn auch nur mit einem Punkt - zufrieden. Sascha Amstätter sprach „von einem ersten Schritt in die richtige Richtung“, wusste aber auch, dass mit etwas mehr Glück auch ein „Dreier“ möglich gewesen wäre.

Dietkirchen: Laux, Nickmann, Rademacher, Hautzel, Kratz, Dankof (82. Cakir), Zuckrigl, Müller, Stahl (74. Schmitz), Kuczok, Böcher –Zeilsheim: Reining, Pitas, Gschwender, Uslu, Sultani, Grigorian, Fosuhene (70. McCrary), Bianco (82. Acar), Topcu, Muca, Ishii (46. Stange) –SR: Rau (Wöllstadt) – Tore: 0:1 Blerton Muca (3.), 1:1 Maximilian Zuckrigl (10.), 1:2 Blerton Muca (71.), 2:2 Marvin Rademacher (88.) – Zuschauer: 250.

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