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EGDL-Keeper Steve Themm und Torschütze Jan-Niklas Linnenbrügger bei der Entstehung des 0:1.

Eishockey

EG Diez-Limburg unterliegt Herford – Herausragende Torhüter auf dem Diezer Eis

Die Hände waren leer, die Brust aber breit: Die EG Diez-Limburg hat ein hochklassiges Heimspiel in der Eishockey-Regionalliga West gegen die „Ice Dragons“ aus Herford denkbar knapp mit 1:3 (0:0, 0:0, 1:3) verloren.

Am Ende einer dramatischen Partie in der Eishockey-Regionalliga West gaben nur Kleinigkeiten den Ausschlag für den amtierenden Meister aus Herford. Der Verlierer wurde dennoch von den eigenen Fans gefeiert – die „Rockets“ hatten ihre mit Abstand beste Saisonleistung abgerufen, sich nur nicht für eine bemerkenswerte Leistungssteigerung belohnt.

Mittendrin im zweiten Drittel gab es eine Phase, die exemplarisch war für den gesamten Abend: Minutenlang – es mögen gefühlt an die zehn gewesen sein – wogte das Spiel hin und her. Ohne jede Unterbrechung. Hohes Tempo, schnelle Kombinationen, hochkarätige Torchancen auf beiden Seiten. Manchmal waren die Keeper schon geschlagen, der Puck aber wollte dennoch nicht ins Tor. Noch viel öfter aber raubten zwei überragende Torhüter den gegnerischen Stürmern die Nerven: Kieren Vogel (Herford) und Steve Themm entschärften die Chancen im Minutentakt. Ein mitreißendes und packendes Spiel.

Auf der Tribüne honorierten die „Rockets“-Fans das Geschehen auf dem Eis mit lautstarker Unterstützung. So hatte man die EGDL in dieser Saison noch nicht kombinieren, verteidigen und kämpfen gesehen. Die Leidenschaft übertrug sich von Trainer Stephan Petry auf seine Spieler und von dort auf die Tribüne. Und hätten die zwei Schüsse ans Gestänge den Weg ins Tor gefunden, die „Rockets“ hätten mit einer Führung im Rücken vielleicht auch den Sack zumachen können. Aber der letzte Lohn fehlte noch.

So waren es am Ende die Herforder, die zweieinhalb kleine Fehler zu drei großen Toren nutzen – das letzte davon ins verwaiste „Rockets“-Gehäuse. Jan-Niklas Linnenbrügger hatte einen Scheibenverlust hinter dem EGDL-Tor zum Führungstreffer genutzt (48.). Nur wenige Sekunden später traf Killian Hutt aus verdeckter Position zum 2:0 (48.). Aufopferungsvoll kämpfende „Raketen“ kamen durch André Bruch zunächst zum 1:2-Anschlusstreffer (51.). Als die EG kurz vor Schluss jedoch den Keeper für einen weiteren Stürmer zogen, verloren die „Rockets“ im gegnerischen Drittel die Scheibe und kassierten das 1:3 durch Hutt (60., empty net). Die Messe war gelesen.

„Die Topteams der Liga kommen langsam in Schwung“, sagte Herfords Trainer Jeff Jobb. „Die Spieler werden immer besser. Heute hatte Diez-Limburg viele Chancen in einem starken Match und hat uns alles abverlangt. Am Ende sind wir die glücklichere Mannschaft. Aber unverkennbar ist: Das Niveau wird immer besser.“

„Ich habe den Jungs vor dem Spiel gesagt: Wenn wir uns nach diesem Spiel alle in die Augen schauen können, egal wie das Ergebnis ist, dann können wir uns auf die Schulter klopfen und haben es richtig gemacht“, so „Rockets“-Trainer Stephan Petry. „Vor dem letzten Drittel war klar, dass heute Kleinigkeiten entscheiden würden. Das Spiel hätte auch 3:1 für uns ausgehen können und niemand hätte sich beschwert. Trotz der Niederlage: Wir kommen immer besser in Fahrt. Es war klar, dass Herford eine Spitzenmannschaft ist und uns maximal fordern wird. Aber wir wissen, dass wir heute in einem Spiel mit zwei absolut herausragenden Torhütern eine gute Leistung gezeigt haben.“

Diez-Limburg: Themm (Schönfelder) – Engel, Corbett, Naumann, Krämer, Emanuel Grund, Mörschler – Maier, Niestroj, Mainzer, Bruch, Firsanov, Wex, Schwab, Gimenez, Florian Flemming, Hill, Julian Grund, Böhm. SR: Hahn. Zuschauer: 143. Tore: 0:1 Jan-Niklas Linnenbrügger (48.), 0:2 Killian Hutt (48.), 1:2 Andre Bruch (51.), 1:3 Killian Hutt (60., empty net). Strafminuten: 6 – Herford 8. Ausblick: Freitag, 21. Dezember, 20 Uhr: Neusser EV – EGDL; Sonntag, 23. Dezember, 18 Uhr: Ratinger „Ice Aliens“ – EGDL.

(red)

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