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DJK Bad Homburg: Mit vollem Tank in sichere Gefilde

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Von: Wolfgang Bardong

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Ihre Geduld zahlte sich aus: Sportchef Goran Skeledzic (li.) und Coach „Ibo“ Cigdem freuen sich über den Aufwärtstrend bei der DJK.
Ihre Geduld zahlte sich aus: Sportchef Goran Skeledzic (li.) und Coach „Ibo“ Cigdem freuen sich über den Aufwärtstrend bei der DJK. © Gerhard Strohmann

Unsere Serie mit den heimischen Gruppenligisten widmet sich heute der DJK Bad Homburg. Die Mannschaft von Trainer Ibrahim Cigdem möchte erstmal drinbleiben, um für 2022/23 höhere Ziele anzupeilen.

Was war: Stetig ging es für die DJK Bad Homburg in den vergangenen Jahren bergauf. Nach Rang vier in der Kreisoberliga-Saison 2016/17 gelang 2017/18 – bei elf Punkten Rückstand auf KOL-Meister 1. FC-TSG Königstein – Platz zwei. In der Aufstiegsrunde reichte ein 1:0-Sieg gegen den SV Griesheim Tarik zum Sprung in die Gruppenliga. Dort fassten die Kirdorfer Fuß. 2018/19 schrammte man als Zwölfter noch haarscharf am Wiederabstieg vorbei, die abgebrochenen Runden 2019/20 (nach 22 von 32 Spielen) und 2020/21 (nach 10 von 38 Partien) beendete die DJK s als Siebter.

„Was die jetzige Saison angeht, hatten wir eigentlich vor, unseren Trend der Vorjahre fortzusetzen. Wir fassten eine Platzierung rund um Rang vier ins Auge“, kommentiert Ibrahim Cigdem, seit zwei Jahren Chefcoach am Wiesenborn, den aktuellen 13. Tabellenplatz. Mehrere kurzfristige Abgänge im Sommer, enormes Verletzungspech und auch mehrere Coronafälle im Anfangsdrittel der Saison nagelten das junge DJK-Team jedoch im Tabellenkeller fest. Und als es am 19. September eine 0:7-Schlappe bei den Sportfreunden Friedrichsdorf gesetzt hatte, war Cigdem drauf und dran, das Handtuch zu werfen. Zusammen mit Sportchef Goran Skeledzic bewahrte man aber „ruhig Blut“. Die Geduld zahlte sich aus, denn die DJK berappelte sich. Es lief wieder, auch im Kreispokal, in dem man im Halbfinale auf die SpVgg 05/99 Bomber trifft.

Was sich im Winter getan hat: Einziger Abgang ist Abwehrmann Mostafa Youssef. Er schloss sich der Spvgg. Fechenheim an. Für die DJK bestritt er nur zwei Spiele – verletzungsbedingt und auch weil er sich als Inhaber einer Pizzeria selbstständig machte. Vier Verstärkungen wurden geholt, einer ist jedoch nicht mehr dabei: Denis Mulich, Innenverteidiger aus der Anspacher A-Jugend. „Es hat nicht gepasst“, sagt Cigdem und präzisiert: „Er hat unentschuldigt im Training gefehlt. Das war’s dann für ihn. Da bin ich rigoros.“ Umso glücklicher sei er über die weiteren Neuen, die Mittelfeldspieler Ali Razai (SF Friedrichsdorf), Luis Klaus (1. FC-TSG Königstein) und Stürmer Rayan Bouembe Youondjeu (FV Bad Vilbel). Zwei in der Vorbereitung coronakranke Spieler sind wieder gesund.

Was schon gut klappt: Konkurrenzkampf und Teamspirit sind laut Cigdem „klasse“. Auch spiele man deutlich aggressiver und offensiver als im alten Jahr – „weil die Jungs eine tolle Vorbereitung hingelegt haben – die beste seit ich Trainer bin – und alle topfit sind. Das konnte man bei unseren bisherigen fünf Testspielen klar sehen, die wir bei einem Gesamt-Torverhältnis von 27:3 alle gewonnen haben.“ Laut Cigdem „kein Vergleich mehr zum ersten Saisonabschnitt. Da hatten wir nicht die Power, beim Gegner im Zweikampf draufzugehen – als seien wir mit halbleerem Tank auf der Straße unterwegs gewesen“.

Wo es noch klemmt: Der Mannschaft fehlt es noch an der Erfahrung und nötigen Reife. Wen wundert’s, „sind die meisten meiner Jungs doch Jahrgang 1998 bis 2001“, sagt Cigdem, „da hilft nur spielen, spielen, spielen, bis sich Situationen auf dem Platz zum 200. Mal wiederholen und in Fleisch und Blut übergehen“.

Wie es daheim, wie es in der Fremde läuft: In etwa gleich. Zwölf Heimspiele (3 Siege, 2 Remis, 7 Niederlagen) führten zu 11 Zählern/23:27 Toren. Auswärts gab es in acht Spielen drei Siege und fünf Niederlagen (17:23 Tore).

Wo es heuer noch hingehen soll: So schnell wie möglich ins sichere Mittelfeld. Aktuell sind es nur drei Zähler zum ersten Abstiegsplatz. Cigdem ist zuversichtlich, noch „einstellig“ zu werden. „Jeder Sieg wird den Jungs einen Schub geben und Selbstvertrauen aufbauen.“ Schon jetzt läuft die Vorbereitung für 2022/23 – auf Hochtouren. „Da wollen wir unter die ersten vier, auf jeden Fall“, sagt Cigdem entschlossen. Jetzt muss allerdings erst einmal mit starken Nerven und starken Leistungen das Abstiegsgespenst am Wiesenborn vertrieben werden.

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