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Emilia Zimny konzentriert sich auf den Wurf. Die U20-Athletin aus Neu-Anspach wurde bei den deutschen Meisterschaften Dritte.

Leichtathletik

DM-Bronze im letzten Versuch

Sechs Mal haben die Speerwerfer in einem Wettkampf die Gelegenheit, sich in ihrer Sportart zu versuchen. Am Ende steht für Emilia Zimny aus Neu-Anspach in dieser Saison bis dato immer eine Bestleistung.

Das war nichts für schwache Nerven. Die Neu-Anspacherin Emilia Zimny machte es bei den deutschen Winterwurf-Meisterschaften in Sindelfingen extrem spannend. Die Speerwurf-Spezialistin von der LG Eintracht Frankfurt markierte gleich im ersten Versuch 42,83 Meter und zog damit sicher ins Finale der A-Jugend (U20) ein. Dort war der erste Wurf ungültig und Versuch Nummer fünf mit nur 39,51 Metern kein „Knaller“. Die Hessenkaderathletin des Jahrgangs 2001 lag vor dem sechsten Durchgang auf Rang fünf – aber im letzten Wurf passte alles. Zimnys Speer bohrte sich bei der persönlichen Bestweite von 46,64 Metern in den Rasen des Floschen-Stadions. Mit ihrer neuen Top-Weite konnte sie noch Elisabeth Hafenrichter (LG Stadtwerke München/46,30 Meter) vom dritten Platz verdrängen.

„Emilia war extrem nervenstark. Bei einer deutschen Meisterschaft nochmals so zu kontern, ist eine tolle Sache. Zudem war es die dritte persönliche Bestmarke im dritten Wettkampf hintereinander“, freute sich Francis Gross, hessischer Landestrainer für den Bereich Speerwurf. „Dass Emilia gut in Form ist, hatte sie ja bereits beim Gewinn der Hessentitel bei den Frauen und in der Jugend A angedeutet.“ Zimny wird in der Sommersaison nun verstärkt den Speer in die Hand nehmen, aber auch weiterhin Mehrkampftraining betreiben. Eigentlich ist das Leichtathletik-Talent aus dem Usinger Land eine Siebenkämpferin.

Stabhochspringer Max Lehl von der TSG Wehrheim stieg im Sindelfinger Glaspalast bei 4,40 Metern in den Wettkampf der U20-DM ein. Der Hessenmeister überquerte diese Höhe im zweiten Versuch und schwang sich über die dann aufgelegten 4,55 Meter gleich im ersten Durchgang. Damit gelang ihm eine neue Hallenbestmarke. Mit den 4,70 Metern hätte es dann fast geklappt, die Höhe hat der Wehrheimer schon drin, doch der Abstand zur Latte stimmte noch nicht. Es blieb somit bei 4,55 Metern und Platz sechs. Für Bronze wären übrigens stolze 4,90 Meter nötig gewesen. Draußen ist Lehl schon 4,60 Meter gesprungen.

Am Fastnachtswochenende wird der Wehrheimer Athlet in die Berge fahren und den Stab gegen das Snowboard tauschen, ehe es mit der Vorbereitung auf die Leichtathletik-Saison im „Freien“ weitergeht. Lehl, der im Vorjahr auch im Zehnkampf aktiv war, wird sich nahezu komplett auf den Stabhochsprung konzentrieren.

Für Hammerwerferin Jette Priedemuth vom Königsteiner LV war das Minimalziel „Endkampf-Teilnahme“ gleich im ersten Versuch mit 47,30 Metern abgehakt. Mit der Jahresbestweite von 53,34 Metern im dritten Durchgang schob sich die Kaderathletin auf Rang vier vor. Es folgte mit 51,27 Metern eine weitere 50er-Weite, ehe die 16-jährige Gymnasiastin aus Kronberg ihre beiden letzten Versuche „volles Risiko“ warf – beide Würfe im Ring jedoch nicht stehen konnte. So blieb es beim ungeliebten vierten Platz bei der Winterwurf-DM.

Einer von drei Hessen über die 60 Meter der A-Jugend war Axel Vajc (HTG Bad Homburg). Er lief im Vorlauf in 7,17 Sekunden nahe an seine Bestzeit heran (7,14), jedoch wären fürs Halbfinale 7,12 Sekunden nötig gewesen. (jp)

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