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Sebastian Arnold (TuS Weilmünster) in seinem Element: im Kugelstoßring. Im Hintergrund rechts sein „Entdecker“ Jürgen Röglin.

Leichtathletik

Der "Dominator": Sebastian Arnold

Was den Mannschaftssportarten die Tabelle, das ist den Individualsportlern aus der Leichtathletik die Bestenliste. Sie gibt es auf Kreisebene, für die Region, für Hessen, für Deutschland, Europa und schließlich für die gesamte Welt. In der Bestenliste des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) sind auch Athleten aus dem NNP-Land vertreten.

National unter den Besten zu sein, das erreichen wahrlich nicht viele. Und doch haben wir in der Leichtathletik seit vielen Jahren immer wieder Athleten, die sich auch innerhalb des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) unter den Top Ten platzieren. Sogar die Nummer eins in Deutschland zu sein, ist für die Sportler aus dem NNP-Land keineswegs aussichtslos. „Dies zeigt eindrucksvoll, mit welcher Qualität im Leichtathletikkreis Limburg-Weilburg gearbeitet wird“, sagt der Kreisvorsitzende Martin Rumpf. Auch im Corona-Jahr 2020 gab es Spitzenleistungen auf nationaler Ebene zu bestaunen, die Eingang in die DLV-Bestenliste fanden. Ein Athlet ragt unter allen anderen Spitzensportlern noch heraus: Sebastian Arnold vom TuS Weilmünster.
Sebastian Arnold trainiert seit Oktober 2019 Jahres wieder bei Martin Rumpf von der LSG Goldener Grund, startet aber weiterhin für den TuS Weilmünster. Er belegt in der deutschen Bestenliste der Männer den herausragenden zwölften Platz im Hammerwurf mit seinen 59,74 Metern, die er am 23. August in Fürth erzielt hatte. Mit dieser Leistung ist der TuS-Athlet in der Rangliste der U23 sogar Siebter. Nicht minder stark ist hier seine Platzierung im Kugelstoßen. Mit 13,86 Metern ist er der Zehntbeste im Bundesgebiet. Komplettiert wird sein Erfolg mit dem 37. Platz im Diskuswurf mit 39,03 Metern. Seine „Noch“-Vereinskameradin Laura Siegel schaffte es mit ihren 53,34 Metern im Hammerwerfen – ebenfalls vom 23. August in Fürth im Odenwald – an die 23. Position bei den Frauen sowie auf Platz 13 bei den Juniorinnen U23.
Hammerwurf ist im Landkreis besonders erfolgreich, und auch Brikena Gashi von der TG Camberg vermochte sich in Fürth auf 41,51 Meter zu steigern und findet sich auf dem 15. Rang der U18 im DLV wieder. Auf Platz 40 bei den Frauen und 29 bei den Juniorinnen U23 liegt Darleen Kronsfoth vom TV Eschhofen, die den Leistungssport eigentlich schon an den Nagel gehängt hatte, dann aber noch einmal in den Ring stieg und das vier Kilogramm schwere Gerät in Fürth auf 45,81 Meter schleuderte.
Maximilian Klink von der LG Dornburg hatte als einziger Teilnehmer des Kreises an den Deutschen Meisterschaften in Braunschweig kein einfaches Jahr und dennoch am Ende auf der Habenseite eine Zeit von 1:52,83 Minuten stehen, die er am 2. September in Pfungstadt erzielte. Das bedeutet für ihn in der DLV-Bestenliste der Männer Position 35 sowie in der Juniorenklasse U23 Rang 18.
Wie schwer es ist, sich in Deutschland ganz vorne zu platzieren, wird deutlich wenn man sich Hermann Schulz von der LSG Goldener Grund und noch krasser Philip Stahl von der LG Dornburg anschaut. Hermann Schulz steigerte seine Bestzeit im 200-Meter-Sprint auf 22,06 Sekunden und findet sich damit auf Platz 73 bei den Männern. Seine 100-Meter-Leistung von 10,94 Sekunden reichte gar „nur“ für die 112. Stelle. Für 2021 hat sich Hermann Schulz den Umstieg auf die 400-Meter-Strecke vorgenommen. Hier schafft man es unter die Top 50, wenn man die Stadionrunde in 49,45 Sekunden sprintet – ein realistisches Ziel. Für Philip Stahl war es 2020 noch schwieriger. Er schaffte es mit seinen 11,25 Sekunden über 100 Meter in der U20 auf Platz 120.
Ganz weit vorne – und zwar aktuell sogar an fünfter Position – wird sich wohl Friederike Schoppe von der LSG Goldener Grund mit ihrer Marathon-Zeit von 2:54 Stunden vom Goldenen-Grund-Marathon Ende Oktober finden, wobei noch nicht alle Ergebnisse in die Bestenliste eingeflossen sind.
In der DLV-Bestenliste der weiblichen Jugend U18 hat sich Madleen Manneschmidt von der LSG Goldener Grund mit ihrer Stadionrunde über die zehn Hindernisse in 66,84 Sekunden auf der 400-Meter-Hürden-Strecke als 38. platziert. Sie hatte nur diesen einen Wettkampf Ende April in Königstein und verpasste damals hauchdünn die Qualifikationsnorm für die Deutschen Jugendmeisterschaften in Heilbronn.
Sobald sämtliche Ergebnisse in die DLV-Bestenliste eingeflossen sind, werden wir ergänzend berichten.  mru/red

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