Dauerbrenner beim TTC OE Bad Homburg: Dominik Scheja (Bildmitte).
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Dauerbrenner beim TTC OE Bad Homburg: Dominik Scheja (Bildmitte).

Tischtennis, 1. Bundesliga

Dominik Scheja vor spätem Bundesliga-Debüt

  • VonGerhard Strohmann
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Der TTC OE Bad Homburg muss gegen den TTC Neu-Ulm improvisieren. Für das TTBL-Spiel am Sonntag fehlen drei Profis - Corona ist nur ein Grund.

Ober-Erlenbach -Der Sport schreibt oft wunderschöne Geschichten. Eine wird jetzt für Dominik Scheja wahr. Der Tischtennisspieler des TTC OE Bad Homburg gibt am Sonntag (15 Uhr) im ersten Heimspiel des Jahres sein Debüt in der 1. Bundesliga. Zum Rückrundenstart können die Gastgeber gegen den TTC Neu-Ulm auf keinen jener drei Spieler zurückgreifen, die noch beim Vorrunden-Finale am 21. Dezember (3:2 in Bad Königshofen) am Tisch gestanden hatten.

Olympiateilnehmer Lubomir Jancarik ist beim Joggen mit dem Fuß umgeknickt und kann ebenso wenig eingesetzt werden wie Rares Sipos, der positiv auf Covid 19 getestet wurde. Da sich zudem der japanische Spitzenspieler Yuta Tanaka in seiner Heimat befindet, müssen die Ober-Erlenbacher "ohne drei" antreten. Dies bedeutet für den TTC OE, dass es am Sonntag die Youngster Cedric Meissner und Benno Oehme sowie Scheja richten müssen. Am Donnerstagabend trafen Meissner und Oehme übrigens im Achtelfinale des "WTT Feeder" in Düsseldorf aufeinander. Meissner setzte sich mit 4:1 Sätzen durch.

Dominik Scheja: Seit 2010 im Trikot des TTC OE

Immobilien-Kaufmann Scheja, Kapitän der 2. Mannschaft, die am Samstag (18 Uhr) in der Oberliga Hessen die TG Langenselbold erwartet, feiert mit seinen 25 Jahren somit doch noch sein Debüt in der 1. Bundesliga. Verdient hat sich der 1,93 Meter große Rechtshänder dieses allemal, trägt er doch seit seinem Wechsel vom Gießener SV seit 2010 das Trikot des TTC OE, der damals noch als TTC Ober-Erlenbach antrat. Scheja, der als hessisches Ausnahmetalent 2014 als 17-Jähriger an der Seite von Leon Abich (SC Poppenbüttel) in Mühlhausen deutscher Jugendmeister im Doppel geworden war, ist seitdem an sämtlichen Aufstiegen des Bad Homburger Stadtteil-Clubs bis in die 1. Bundesliga beteiligt gewesen.

"Ich bereite mich jetzt erst einmal auf das Oberligaspiel gegen Langenselbold vor. Dann sehen wir weiter", sagt Scheja - von Aufregung vor dessen Bundesliga-Premiere ist nichts zu spüren. Diese Gelassenheit hat seinen Grund, denn am Sonntag hat der Mannschaftsführer des TTC OE im dritten Einzel (wohl gegen Kay Stumper) nichts zu verlieren. Schon ein Satzgewinn wäre für ihn ein Erfolgserlebnis für die Ewigkeit.

TTC Neu-Ulm: Champions-League-Teilnehmer mit altem Bekannten

Der TTC Neu-Ulm ist also nicht nur wegen seines sechsten Tabellenplatzes und des 3:0-Hinspielsieges ganz klarer Favorit. Nicht zuletzt auch, weil die Schwaben Erfahrung aus der Champions League mitbringen. Im Hinspiel des Viertelfinales der "Königsklasse" war der TTC gestern Abend in Pfaffenhofen gegen den russischen Spitzenclub TTSC UMMC Jekaterinenburg gefordert.

Für einen Neu-Ulmer wird es am Sonntag eine Rückkehr sein: Der 21-jährige Russe Lev Katsman hat von 2019 bis 2021 das Trikot des TTC OE getragen. Für Zuschauer gilt die 2G+Regel sowie Maskenpflicht. Für geboosterte Personen entfällt die Testnachweispflicht.

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