Beim Bully beginnt der Kampf um den Puck bei einem Eishockeyspiel.
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Beim Bully beginnt der Kampf um den Puck bei einem Eishockeyspiel.

Eishockey-Hessenpokal

Mit donnerndem Helau ins Finale

Die EG Diez-Limburg steht im Finale um den Hessenpokal. Die Rockets gewannen das Halbfinale beim Hessenliga-Team der Frankfurter Löwen mit 11:5 (1:1, 2:1, 8:3). Erst im letzten Drittel wurde ein Klassenunterschied sichtbar, als die Gäste drei Mal in Unterzahl trafen, davon einmal mit nur drei Feldspielern auf dem Eis.

Frankfurter Löwen – EG Diez-Limburg 5:11 (1:1, 1:2, 3:8). Auch wenn die Löwen eine Klasse tiefer spielen, so war der EGDL dennoch schon vor der Reise in die Mainmetropole klar: Das wird alles, nur kein Spaziergang. Das hatten die Hessen auch schon in der ersten Pokalrunde unterstrichen, als man gegen den Regionalligisten aus Lauterbach nach 20 Minuten mit 6:2 führte. Die Luchse schlugen die Löwen am Ende noch mit 9:6, Frankfurt zog aber als bester Verlierer noch ins Halbfinale ein.

Trainer Anton Weißgerber nutzte die Gelegenheit, um auch Akteuren aus der zweiten Mannschaft wie Kevin Wolf, Christoph Röhr und dem zuletzt auch schon in der Ersten auflaufenden Florian Egert Eiszeit zu geben. Zwischen den Pfosten durfte sich zudem Back-up Paul Thiede beweisen. Der musste zwar schon nach fünf Minuten das erste Mal hinter sich greifen, bot aber dennoch eine gute Leistung. Der erste Treffer für die Löwen ging auf das Konto des an diesem Abend auffälligsten Akteurs in den Reihen der Frankfurter: Dustin Bauscher. Er war an insgesamt acht Toren beteiligten – zwei Mal traf er für seine Farben, die weiteren drei Treffer legte er vor und saß zudem bei drei Überzahltoren der Rockets auf der Strafbank. Die glichen im ersten Drittel durch Matt Fischer zum 1:1 aus.

Auch das zweite Drittel verlief ausgeglichen. Die Hessen boten eine couragierte Leistung und machten es den Rockets maximal schwer. Die erstmalige Führung durch Konstantin Firsanov (22.) glich Patrick Senftleben erneut aus (26.). Auf die 3:2-Führung der EGDL durch Martin Brabec (37.) hatten die Löwen im zweiten Drittel zunächst keine Antwort mehr parat.

Das änderte sich aber zu Beginn des letzten Drittels: Tamas Balint (41.) und Dustin Bauscher (42.) brachten die Gastgeber mit einem Doppelschlag wieder in Front. Danach aber spielte nur noch eine Mannschaft – und das waren die Rockets. Die ließen sich in der Folge auch von zahlreichen Unterzahlsituationen nicht mehr aus dem Konzept bringen. Daniel Krieger (44.), Martin Brabec (45.), Nils Krämer (46.), Daniel Niestroj (48., 54., 55.), Matt Fischer (51.), und Marco Herbel (56.) erhöhten das Rockets-Torekonto auf elf. Die Löwen trafen im Gegenzug nur noch durch Tim Becker (50.), der zwischenzeitlich auf 5:7 verkürzt hatte. Der Finaleinzug der EGDL war perfekt.

„Wir haben uns zwei Drittel lang sehr schwer getan“, sagte Rockets-Kapitän Marco Herbel. „Frankfurt hat das aber auch wirklich gut gespielt. Für das letzte Drittel hatten wir uns dann vorgenommen, diese Partie jetzt souverän und anständig nach Hause zu bringen. Das ist uns zumindest vom Ergebnis her auch gut gelungen. Dennoch haben wir alle unter unseren Möglichkeiten gespielt. Für das Finale braucht es in jedem Fall eine Steigerung.“

Diez-Limburg: Thiede (Neurath) – Wolf, Krämer, Röhr, Stroeks, Morys – Niestroj, Egert, Homola, Fischer, Kley, Firsanov, Krieger, Brabec, Mainzer, Herbel – SR: Matthias Lang/Peter Lepich – Tore: 1:0 Dustin Bauscher (5., Tim Becker), 1:1 Matt Fischer (19., Martin Brabec/Nils Krämer), 1:2 Konstantin Firsanov (22., Patrick Morys), 2:2 Patrick Senftleben (26., Dustin Bauscher), 2:3 Martin Brabec (37., Nils Krämer), 3:3 Tamas Balint (41., Julian Roros/Dustin Bauscher), 4:3 Dustin Bauscher (42., Tim Becker/Max Levn Frank), 4:4 Daniel Krieger (44., Daniel Niestroj/Patrik Morys), 4:5 Martin Brabec (45., Matt Fischer), 4:6 Nils Krämer (46., Daniel Krieger), 4:7 Daniel Niestroj (48., Martin Brabec/Matt Fischer), 5:7 Tim Becker (50., Dustin Bauscher), 5:8 Matt Fischer (51.), 5:9 Daniel Niestroj (54., Konstantin Firsanov), 5:10 Daniel Niestroj (55., Matt Fischer/Martin Brabec), 5:11 Marco Herbel (56., Daniel Krieger/Kim Mainzer) – Strafen: Frankfurt 20 + 10 Tränkner + 10 Senftleben; Diez-Limburg 26 + 10 Stroeks.

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