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Symbolbild.

Fußball im Kreis Limburg-Weilburg

Ab Donnerstag nur noch höchstens 150 Zuschauer

  • Marion Morello
    vonMarion Morello
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Die Situation ist angespannt. Der Inzidenzwert der Corona-Infektionen im Landkreis Limburg-Weilburg liegt seit zwei Tagen über dem kritischen Wert von 35 pro 100 000 Einwohner in den letzten sieben Tagen – und er steigt. Das bedeutet für die Bürger, dass sie erhöht aufmerksam sein, Kontakte möglichst einschränken sollen und sich schützen müssen. Für die Verantwortlichen im Kreis heißt das, einschränkende Maßnahmen zu ergreifen. Landrat Michael Köberle hat diesbezüglich am Dienstag eine Allgemeinverfügung publiziert. Darin heißt es: \"Für den Trainings- und Wettkampfbetrieb gilt entsprechend eine Obergrenze von 150 Zuschauern. Zuschauer haben außer auf dem eigenen Sitzplatz beziehungsweise einem fest zugewiesenen Stehplatz eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.\" Diese Verfügung gilt ab Donnerstag, 22. Oktober, und vorerst bis 16. November. Somit sind bei Fußballspielen im Kreis Limburg-Weilburg maximal 150 Zuschauer erlaubt (plus Mannschaften, Schiedsrichter, Organisatoren et cetera). Gleiches gilt selbstverständlich für alle anderen Sportarten auch.
Inzidenzzahl am Spieltag überprüfen
Das bedeutet auch, dass sich die Verantwortlichen in den Vereinen täglich ein Bild über die aktuelle Situation machen müssen. Das geht am einfachsten über die Internetseite des Landkreises Limburg-Weilburg: www.landkreis-
limburg-weilburg.de/. Dort wird die Inzidenzzahl täglich am frühen Nachmittag aktualisiert. Zuletzt lag sie bei 42,4 (Stand: Dienstag, 18.30 Uhr).
Kreisfußballwart Jörn Metzler zur aktuellen Situation: „Wir tun das, was das zuständige Gesundheitsamt uns sagt. Alles geht seinen ganz normalen Weg.“ Bei einer Inzidenzzahl von über 50 kann es sogar eine Beschränkung auf 50 Zuschauer oder gar Geisterspiele geben, denn die Landesregierung hat festgelegt, dass dann nur noch 100 „Teilnehmer“ zugelassen sind. Vorsorglich hatte der Limburg-Weilburger Fußballwart am Wochenende seine Vereine angeschrieben und sie zu erhöhter Vorsicht gemahnt. In dem Schreiben heißt es: „Wir appellieren noch einmal nachdrücklich an alle Vereine, Zuschauer und Beteiligten der Fußballspiele, sich strikt an die Hygiene- und Abstandsregeln zu halten. Der Hessische Fußball-Verband sieht sich in seiner Funktion als Unterstützer und koordinierende Stelle nach den behördlichen Vorgaben, so wie wir es seit Beginn der Corona-Pandemie praktiziert haben. Insbesondere verweisen wir auf die Vorgaben der Kreise und kreisfreien Städte im Rhein-Main-Gebiet, worin empfohlen wird, bei einer Inzidenz von mehr als 35 Infizierten auch im Amateursport auf Zuschauer zu verzichten.“
Vereine stehen in der Pflicht
Es sei das Anliegen des HFV, den Spielbetrieb so lange wie möglich aufrechtzuerhalten, wobei die Situationen jeweils vor Ort individuell zu bewerten seien. „Dabei steht für uns jedoch die Gesundheit aller im Vordergrund“, so Jörn Metzler. In die Pflicht nimmt der Kreisfußballwart jetzt insbesondere die von jedem Verein benannten „Corona-Beauftragten“, die für die Umsetzung der Vorgaben verantwortlich zeichnen. Sie müssen dafür sorgen, dass ein Mund-Nasen-Schutz getragen und die Kontaktdaten ordnungsgemäß eingetragen werden. Auch sollte es keine – wie auf etlichen Fotos zuletzt zu sehen – Zuschauerzusammenballungen ohne Abstände geben. Darauf müssen die Vereine achten. „Wir sollten alle darauf einwirken, dass sich jeder an die Hygienevorgaben auf und neben Platz hält“, mahnt Metzler, „und uns vor Augen führen, dass Partys und Kirmesersatzfeiern mit Zusammenkünften von 30 Personen und mehr absolut gegen jede Vernunft sind und uns alle gefährden.“

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