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Einmarsch der Gladiatoren des FC Dorndorf (links) und des TuS Frickhofen.

Fußball-Kreispokal-Viertelfinale

FC Dorndorf im Halbfinale

Nach dem TuS Dietkirchen ist am Donnerstagabend auch der FC Dorndorf ins Halbfinale des Fußball-Kreispokal-Wettbewerbs eingezogen. Mario Schneider hatte sein Team beim Kreisoberliga-Spitzenreiter TuS Frickhofen in der 75. Minute unter die letzten Vier geköpft. Das für Donnerstag angesetzte A-Liga-Spiel des TuS Linter gegen den RSV Weyer 2 fiel aus, weil der Schiedsrichter nicht erschienen war.

Kreispokal-Viertelfinale:
TuS Frickhofen – FC Dorndorf 0:1 (0:0).
„Das wird sehr schwer, aber wir versuchen alles“, meinte TuS-Trainer Metin Kilic vor der Mammutaufgabe gegen den Verbandsligisten. Er sollte Recht behalten. Die Dorndorfer machten mächtig Druck, hatten aber Glück, dass der Unparteiische nicht auf den Punkt zeigte, als Frickhofens Torjäger Ilir Tahiri im FC-Strafraum zu Fall kam (20.). Es sollte sich eine rasante, packende Partie entwickeln. Und der Kreisoberliga-Spitzenreiter brachte den zwei Klassen höher spielenden Nachbarn immer häufiger an seine Grenzen.

Aber auch die Vorstöße der Dorndorfer waren nicht ohne; etwa als Mansur die TuS-Defensive austanzte (27.), aber nicht richtig zum Abschluss kam. Die Frickhöfer versuchten, nach Standardsituationen über Torwart Eduard Schwab den schnellen Konter einzuleiten. Auf der Gegenseite schoss Maximilian Kunz (D) auf Weinand-Zuspiel freistehend am Tor vorbei (36.). Nach einer verunglückten Kopfballabwehr von Sascha Merfels landete der Ball vor den Füßen von Ilir Tahiri, der aus 16 Metern allerdings ausnahmsweise nicht traf; auch einen Freistoß mit dem Halbzeitpfiff nutzte er nicht zur Frickhöfer Führung.

Die Bach-Elf setzte nach der Pause das erste Zeichen, doch Eduard Schwab parierte gegen Kazerooni. Die Partie verlor jetzt ein wenig an Spannung. Sascha Merfels versuchte es für die Besucher aus der Distanz und hatte kein Schussglück (65.). Ab der 72. Minute spielten die Dorndorfer nach einer Gelb-Roten Karte gegen Robin Reifenberg in Unterzahl. Der Bestrafte sollte seiner Mannschaft damit sogar helfen: Soheil Mansur kreierte die nächste Chance. Zu zehnt schienen sich die Jungs aus dem Nachbarort wohler zu fühlen, gingen tatsächlich nach 75 Minuten durch einen Kopfball von Mario Schneider nach einer Ecke in Führung und entdeckten fortan den Kampfgeist in sich.

Und plötzlich brannte die Luft: Nach hässlichem Foul von Kunz an Veysel Altuntas – aus vollem Lauf – ließ sich dessen Bruder Vedat Altuntas zu einer Tätlichkeit hinreißen. Er und Kunz sahen dafür Rot (89.). Es gab Tumulte, ein Filmriss im Spiel. Die Sache war gelaufen . . .

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Frickhofen: Schwab, Arazay, Hannappel, Kuhn, Veysel Altuntas, Tahiri, Röder, Jnid, Kaya, Vedat Altuntas, Schmidt (Müller, A. Jragazpanian, Yorulmaz, Tesfai, Tsobanidis, Martin) – Dorndorf: Kremer, Samim Mansur, Merfels, Schneider, Weinand, Wilhelmy, Kunz, Kazerooni, Soheil Mansur, Reifenberg, Henkes (Weyer, Großmann, Dobischok, Schmidinger, Zahn) – SR: Bektas (Bad Camberg) –Tor: 0:1 Mario Schneider (75.) –Gelb-Rot: Robin Reifenberg (72.) – Rot: Vedat Altuntas (89./Tätlichkeit), Kunz (89./Tätlichkeit)  – Zuschauer: 350.

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