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Gleich drei Gegenspieler tanzt Yuki Noguchi (SV RW Hadamar, in Rot) aus. Die Dorndorfer Sascha Merfels, Franjo Tuzlak und Samim Mansur (von links) sind zu Zuschauern degradiert. Das Spiel aber gewannen sie.

Fußball-Gruppenliga Wiesbaden

Der FC Dorndorf setzt neue Maßstäbe

Der FC Dorndorf und der RSV Würges waren die Sieger des Spieltages in der Fußball-Gruppenliga Wiesbaden.

Gleich zwei Derbys hatte die Fußball-Gruppenliga Wiesbaden zu bieten. Und alle Achtung, FC Dorndorf: Das Team von Florian Hammel rehabilitierte sich für die Niederlage in Würges mit einem 3:0-Erfolg über die Hadamarer Hessenliga-Reserve und hüpfte drei Plätze auf Rang fünf nach oben. Hadamar ist jetzt Achter. Die drei Punkte im Abstiegskampf halfen dem RSV Würges auf den 15. Platz mit vagem Anschluss an das halbwegs sichere Ufer.

FC Dorndorf – SV RW Hadamar 2 3:0 (2:0). Im Derby legten beide Mannschaften mächtig los, und bereits der erste FCD-Angriff landete im Tor hinter Hasselbach. Soheil Mansur hatte einen Freistoß aus halbrechter Position auf den Elfmeterpunkt gezirkelt, von wo aus Gökhan Arslan das Leder mit Direktabnahme zur 1:0-Führung versenkte (15.). Und bereits fünf Minuten später erhöhte die Florian-Hammel-Elf auf 2:0. Dorndorfs agiler Mittelfeldakteur Ajmir Koochi wurde lang geschickt, umkurvte Hasselbach im Gästetor und schob aus spitzem Winkel ein (20.). Der Vorsprung war nun beruhigend, zumal die Hadamarer sich zwar jetzt ein optisches Übergewicht erspielten, aber kaum zwingende Aktionen zustande brachten. Nur einmal stand dem FCD das Glück zur Seite, als Niklas Kern nach einem schweren Abwehrfehler der Dorndorfer Innenverteidigung Florian Hammel prüfte (24.). Auch Rauschs Freistoß (40.) aus halbrechts ging knapp über das Gehäuse des FC. Die Rot-Weißen mussten nun natürlich in der zweiten Hälfte kommen, aber bereits nach zwei Minuten erhöhte Koochi aus kurzer Distanz auf 3:0. Vorausgegangen war ein fragwürdiges Handspiel des Torschützen, aber der ansonsten sehr umsichtige Schiedsrichter erkannte auf Tor (47.). Jetzt schalteten die Dorndorfer ein bis zwei Gänge zurück, ohne in der Abwehr zu vergessen, weiter konsequent zu stören. Und so kamen die Hadamarer in der zweiten Hälfte nur einmal gefährlich vor das Tor der Schwarz-Weißen (66.), doch Günes’ Schuss aus spitzem Winkel parierte Hammel großartig. Die FC-Abwehr um Sascha Merfels und Marion Schneider stand bombensicher und ließ nichts mehr zu. Goalgetter Kern wurde geschickt aus dem Spiel genommen. Ein nie gefährdeter Dorndorfer Sieg.  lah

Dorndorf: Hammel, Sa. Mansur, Schneider, Merfels, Tuzlak, So. Mansur, Reifenberg, Kazerooni, Arslan, Koochi, Erol – Hadamar: Hasselbach, Pandov, Steinebach, Rausch, Noguchi (84. Schreiner), S. Neugebauer, Günes, Kretschmer, Kern (70. Steioff), Dillmann, Kilic (70. Brand) – Tore: 1:0 Arslan (15.), 2:0 Koochi (20.), 3:0 Koochi (47.) – Zuschauer: 160 – SR: Gillner (Haiger).

RSV Würges – SG Niedershausen/Obershausen 4:2 (2:2). Die Partie war für beide überlebenswichtig. Der RSV wollte unter dem neuen Trainer, Michael Drogi, den ersten Sieg zu einer Serie ausbauen. Unterstützung erhielt das Team von „Veteran“ Manuel Meuth. In der 9. Minute gelang C. Weber das 1:0; vorangegangen war ein schöner Pass in die Schnittstelle auf T. Böhmer, der mit Übersicht auf den Torschützen querlegte. Die „Roten“ nahmen einen Gang raus und konterte. In der 32. Minute eroberte sich T. Glasner im Mittelfeld den Ball, spielte Manuel Meuth an, der geschickt auf C. Weber ablegte. Der hat das notwendige Selbstvertrauen und netzte erneut ein – 2:0. Aber fünf Minuten später hieß es 2:1 und dann sogar 2:2. Beide SG-Tore hatte Marvin Kretschmann erzielt. C. Weber hatte (46.) erneut eine gute Gelegenheit, aber der Winkel war zu spitz. Den RSVlern unterliefen haufenweise Fehlpässe. Ein Hecht-Freistoß Richtung linkes, unteres Eck lenkte der SG-Keeper an den Pfosten. In der 60. Minute zog C. Weber von links in den Strafraum und wurde zu Fall gebracht. Den fälligen Elfmeter verwandelte Manuel Meuth zum 3:2. Bei mittlerweile strömendem Regen stimmten Kampf- und Einsatzbereitschaft. In der 78. Minute zeigte Manuel Meuth seine ganze Schlitzohrigkeit als Torjäger: Der Torwart der SG rückte weit auf und klärte den Ball Richtung Mittelkreis. Dort erkannte Manuel Meuth sofort die Situation und schoss platziert: Kurz sah es so aus, als könne der Torwart das Sprintduell mit dem Ball gewinnen, aber das Runde rollte ins freie Tor. Gegen Ende ließ sich der RSV den Sieg nicht mehr nehmen.dmü

Würges: J. Rock, N. Hecht, D. Klaus (60. D. Leopold), T. Stillger, A. Kazerooni (20. S. Acer), C. Weber, T. Glasner, Manuel Meuth, Maximilian Meuth, T. Böhmer, H. Harmouch (83. D. Pickhardt) – Niedershausen/Obershausen: S. Huttarsch, J. Rathschlag, S. Goßmann, M. Becker, M. Bruns, M. Kretschmann, S. Steckenmesser, F. Klaner, T. Müller, D. Singe, P. Fröhlich – Tore: 1:0 (9.), 2:0 (32.) beide C. Weber, 2:1 (37.), 2:2 (40.) beide M. Kretschmann, 3:2 (60./FE), 4:2 (78.) beide Manuel Meuth.

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