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Szene aus dem letzten Kreispokal-Finale. Hier duellieren sich Dennis Leukel (TuS Dietkirchen, links) und der Dorndorfer Maximilian Kunz.  Der Hessenligist holte seinerzeit den Cup mit einem 3:0-Erfolg über das Gruppenliga-Team aus Dorndorf.

Fußball-Kreispokal-Halbfinale Limburg-Weilburg

FC Dorndorf und FC Waldbrunn wittern ihre Chance

Jetzt wird's richtig heiß. Am Samstagabend und am Sonntagnachmittag stehen die beiden Halbfinalspiele im Fußball-Kreispokal-Wettbewerb 2019/20 auf der Agenda. Morgen Nachmittag werden wir wissen, ob es zum Finale zwischen den beiden ranghöchsten Vereinen aus dem Fußballkreis, den Hessenligisten SV Rot-Weiß Hadamar und TuS Dietkirchen kommen wird, oder ob ein "Underdog" sein ganz eigenes "Traumfinale" erleben wird.

FC Waldbrunn (Verbandsliga) - SV Rot-Weiß Hadamar (Hessenliga), Samstag, 18 Uhr, in Fussingen. Auf dem Weg in die Vorschlussrunde hatte der FC Waldbrunn nur einmal Probleme. Die Mannschaft von Christian Mehr und Steffen Moritz quälte sich im Achtelfinale zu einem 1:0-Zittersieg beim Kreisoberligisten SG Weinbachtal - und das auch noch zu zehnt, denn Spielertrainer Steffen Moritz hatte Rot gesehen. Bei A-Ligist TuS Obertiefenbach (1. Runde) siegte der Verbandsligist kampflos (3:0), gegen B-Ligist WGB Weilburg mit 8:3, dann folgte das zarte 1:0 im Weinbachtal, ehe letzte Woche der TuS Frickhofen (4:0) die Klasse des FCW zu spüren bekam. Für den SV Rot-Weiß Hadamar war vor allem die 1. Runde eine mehr als zähe Angelegenheit. Damals noch A-Ligist, sollte sich die SG Taunus als unangenehmer Widersacher erweisen - erst in Halbzeit zwei mühten sich die Fürstenstädter zu einem 2:0-Erfolg. Danach wurde es deutlich: Bei der SG Merenberg (2. Runde) gewann die Elf von Trainer Stefan Kühne 10:0, im Achtelfinale folgte ein 7:1-Sieg bei der SG Oberlahn, und am letzten Sonntag erneut ein 10:0 bei A-Ligist SG Weilmünster/Laubuseschbach. Die Messer sind also gewetzt, denn der FC Waldbrunn ist gewillt, für eine Überraschung zu sorgen. Dass das durchaus möglich ist, hatten die Waldbrunner im Kreispokal 2018/2019 bewiesen. In der 1. Runde hatte Hadamar erst im Elfmeterschießen gewonnen. Und da aufgrund der langen Corona-Pause noch lange nicht ein Rädchen ins nächste greift, ist eine Überraschung nicht ausgeschlossen. Im Lager der Rot-Weißen soll es dazu selbstredend nicht kommen, ist der Gewinn dieses Wettbewerbs, der zur Teilnahme an der Hessenpokalrunde berechtigt, doch fest eingeplant. Eines ist aber klar: Je länger bei Waldbrunn hinten "die Null" steht, desto unangenehmer könnte es werden. Redaktions-Tipp: 1:3.

FC Dorndorf (Gruppenliga) - TuS Dietkirchen (Hessenliga), morgen, 15 Uhr, in Dorndorf. Der Weg ins Halbfinale bedeutete sowohl für den FCD als auch für den Pokalverteidiger keine große Mühe. Die Dorndorfer gewannen in Runde eins mit 4:1 beim TuS Waldernbach (Kreisoberliga) und freuten sich über ein kampfloses Weiterkommen beim mittlerweile abgemeldeten C-Ligisten SG Gaudernbach/Waldhausen. Im Achtelfinale hatte die Truppe von Spielertrainer Florian Hammel beim B-Liga-Vertreter SV Wilsenroth so ihre Schwierigkeiten (4:1), ehe im Viertelfinale die SG Niedershausen/Obershausen, im letzten Jahr immerhin ebenfalls Gruppenligist, beim 5:1 die volle Wucht der Schwarz-Weißen zu spüren bekam. Für den TuS Dietkirchen begann das Pokal-Abenteuer mit einem 4:0-Aufgalopp bei der SG Heringen/Mensfelden (A-Liga, 1. Runde). In der 2. Runde schossen die Reckenforstler aus allen Rohren und demontierten B-Ligist FC Rubin Limburg-Weilburg mit 15:0. Im Achtelfinale folgte ein kampfloses Weiterkommen beim RSV Würges (Gruppenliga), ehe am vergangenen Dienstag ein 8:1-Kantersieg beim tapferen FC Steinbach (A-Liga) den Weg in die Vorschlussrunde ebnete. Vom Papier her sind die Dietkirchen angesichts des Zwei-Klassen-Unterschiedes natürlich in der Favoritenrolle. Die Jungs vom "Oiwernpark", denen ohnehin eine tolle Gruppenliga-Runde zugetraut wird, könnte sich aber durchaus als Stolperstein erweisen, vorausgesetzt der FCD erwischt in allen Mannschaftsteilen einen "Sahnetag". Dass die gute Arbeit Florian Hammels Früchte trägt, hat sich bereits in der vergangenen Spielzeit gezeigt. Beim TuS Dietkirchen ist der Einzug ins Endspiel natürlich das erklärte Ziel. Trainer Thorsten Wörsdörfer dürfte mit der bisherigen Vorbereitungsphase zufrieden sein. Wie dem auch sei: Beide Teams werden bei der Neuauflage des letztjährigen Endspiels (3:0 für Dietkirchen) alles in ihrer Macht Stehende tun, um den Platz als Sieger zu verlassen. Redaktions-Tipp: 2:3.

Hygiene-Regeln Hessen

Für die Besucher aller Fußballspiele in Hessen gilt: Mindestens 1,50 Meter Abstand halten, Hände desinfizieren, Maske beim Einlass und beim Gang in Innenräume tragen sowie die Kontaktdaten an der Kasse hinterlegen. Dann steht dem Fußball-Vergnügen nichts mehr im Weg. Aber: Die Kasse schließt, sobald sich 250 Menschen auf dem Sportgelände befinden. mor

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