Keith Jerrill Jr. (Limburg, in Weiß) im Zentrum des Geschehens.
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Keith Jerrill Jr. (Limburg, in Weiß) im Zentrum des Geschehens.

1. Basketball-Regionalliga Südwest

Dramatische Minuten mit bitterem Ende für die Baskets

  • Marion Morello
    VonMarion Morello
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Hochdramatisch endete das Auftaktspiel zur Basketball-Regionalliga Südwest zwischen den Baskets Limburg und den Sunkings Saarlouis. Mit einem „Buzzer-Beater“ in der Verlängerung hatten die Gäste beim 120:121 (49:49, 105:105) das bessere Ende für sich.

Dabei hatte es nach dem Drei-Punkte-Treffer von Mickael Johannes 1,5 Sekunden vor der Sirene schon danach ausgesehen, als würde sich die Waage bei diesem „Schützenfest“ zugunsten des Teams von Danny Stallbohm neigen. Aber dann war es mit Jesse Ani und seinem Siegtreffer genau der Spieler aus Saarlouis, der schon zum Ende der normalen Spielzeit mit einem zweiten Freiwurftreffer die fünf Zusatz-Minuten hätte vermeiden können.

Vor knapp 100 Zuschauern in der Tilemannschule hatte sich nach der Begrüßung durch den ehemaligen Vorsitzenden Daniel Hahn ein schnelles, stellenweise hochklassiges Spiel entwickelt, in dem nach einem nervösen Start zunächst die Baskets durch sauber vorgetragene Ballstafetten und konsequente Abschlüsse die Nase vorn hatten. Mit 29:17 endete das erste Viertel, doch die Sunkings um Ricky Easterling machten schnell klar, dass sie nicht gekommen waren, um das Spiel ein-fach herzuschenken. Und ihr Hauptrezept dafür waren Drei-Punkte-Würfe, die insbesondere wenn Topscorer Maurice Antonio Lang Jr. der Schütze war, meist auch den Weg in den Korb fanden. Allein 33 seiner rekordverdächtigen 45 Punkte resultierten aus diesen Distanzwürfen.

Nach der Halbzeitpause spielte Limburg dank dreier aufeinanderfolgender Dreier von Kapitän Justin Stallbohm noch einmal einen Acht-Punkte-Vorsprung heraus, doch als das Spiel wegen eines Defekts der Anzeigetafel für einige Minuten unterbrochen werden musste, stand es nur noch 68:66. Die Baskets nahmen die knappe Führung mit ins letzte Viertel.

Und auch hier schien es, als sollten K.J. Sherrill & Co. das Ruder nicht mehr herumreißen können. Gut drei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit lagen sie noch mit 90:96 hinten. Angetrieben vor allem von Matej Klajic schafften es die Domstädter, heranzukommen. Klajic war es auch, der mit einem von den Fans bejubelten Steal-Fastbreak das 100:98 erzielte. Aber es waren noch zwei Minuten zu spielen – in denen ging das wilde Dreierschießen weiter: 105:104 für Limburg bei 22 Sekunden Restspielzeit. Der Schlussangriff der Saarländer brachte zwei Freiwürfe – und weil nur einer verwandelt wurde, ging es in die Verlängerung mit dem beschriebenen bitteren Ende für Limburg.

Limburg: Campinar 3, Klajic 33 (2), Kus 3, Stallbohm 18 (6), Westerhaus 20 (2), Müller, Johannes 3 (1), Takongmo, Sherrill Jr. 18, Klima 15 (1), Bernatavicius 7, da Silva Eduardo.

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