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Torschütze für Hadamar: Philipp Basmaci.

Fußball-Hessenliga

Ein "dreckiger" Hadamarer Sieg

Diese Auswärtsreise hat sich für die Fürstenstädter gelohnt: Beim SV Neuhof in der Fußball-Hessenliga präsentierte sich der SV Rot-Weiß Hadamar sehr geduldig und gewann ziemlich abgezockt mit 3:0. Die Rehabilitation für das schwache 0:2 gegen Hünfeld ist also mehr als geglückt.

VON PATRICK JAHN

SV Neuhof – SV Rot-Weiß Hadamar 0:3 (0:0). Angesichts nicht immer kalkulierbarer Windverhältnisse war für beide Teams oberstes Gebot, erst einmal Sicherheit in die Aktionen zu bringen. Folglich blieben nennenswerte Torraumszenen zunächst Mangelware. Je länger der erste Durchgang aber dauerte, desto mehr wurde klar, dass die Neuhofer auf Konter lauerten. Die erste Chance gehörte der Kühne-Elf, als Matthias Neugebauer von rechts geflankt hatte, Jason Schäfer aus fünf Metern aber zu hoch zielte (16.). „Fußballerisch waren wir in der ersten Halbzeit nicht so gut drin, auch das Zweikampfverhalten war nicht überragend“, sparte Trainer Stefan Kühne nicht mit Kritik. Und dennoch war seine Mannschaft die bessere, denn wenn es gefährlich wurde, waren die Hadamarer am Zug. So auch kurz vor der Pause, als Jonas Herderings 25-Meter-Freistoß knapp vorbei gegangen war (41.).

Nach Wiederbeginn setzte Rot-Weiß seine starke Defensivarbeit fort. Und im Spiel nach vorne wurde es auch deutlich besser. Dennoch mussten die Hadamarer einmal die Luft anhalten, als Kristijan Dulabic mit seinem Kopfball am stark reagierenden Torwart Leon Hasselbach scheiterte (54.). Spätestens nach dieser Aktion ging die Partie aber nur noch in eine Richtung. Erst entschärfte SV-Keeper Ahmed Hadzic einen 20-Meter-Schuss Jacob Pistors prächtig, bei der anschließenden Ecke zielte Brooklyn Wölfinger aus kurzer Distanz zu hoch (57.). Doch dann platzte der Knoten: Zunächst wurde Jacob Pistor noch von Stefan Kladar geblockt, den Nachschuss verwertete der zuletzt glücklose Stürmer jedoch durch die „Hosenträger“ Ahmed Hadzics zum 0:1 (65.). Neuhof blieb zwar bemüht, doch die Defensive um Jonas Herdering und Marian Dillmann ließ nichts zu. Die Entscheidung: Brooklyn Wölfinger verwandelte einen Freistoß aus 22 Metern direkt und unhaltbar zum 0:2 – ein feines Tor (78.), die Messe war gelesen. Dass Philipp Basmaci kurz darauf einen Latten-Kopfball Jason Schäfers zum 0:3 abstaubte, rundete den gelungenen Auswärtsauftritt der Rot-Weißen ab (81.). „Auch wenn uns anfangs ein bisschen der Mut gefehlt hat, war das in der zweiten Halbzeit mit der Umstellung auf 4-4-2 mehr als zufriedenstellend. Es war ein dreckiger Sieg, und jetzt freuen wir uns am Mittwoch auf Dreieich“, war Stefan Kühne zufrieden.

Neuhof: Hadzic, Paez, Henning (75. Sosa Perez), Srsen, Kerasidis, Kulas, Dulabic, Benazza (69. Costa Sabate), Pleic (67. Kovac), Borowski, Kladar – Hadamar: Hasselbach, Wölfinger, Mar. Neugebauer, Pistor (82. Sedy), Schäfer, Velemir (89. Jindra), Rücker, Dillmann, Herdering, Kittel (46. Basmaci), Mat. Neugebauer – SR: Eick (Alsfeld) – Tore: 0:1 Jacob Pistor (65.), 0:2 Brooklyn Wölfinger (78.), 0:3 Philipp Basmaci (81.).

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