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„Es war ein dreckiger Sieg“

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Alles im Blick:

 Geinsheims Schlussmann Dominik Geißler.
Alles im Blick: Geinsheims Schlussmann Dominik Geißler. © Uwe Kraemer

Beim Kreisderby in der Verbandsliga Süd standen sich mit Dominik Geißler (SV Geinsheim) und Lukas Langenstein (VfB Ginsheim) zwei befreundete Torhüter gegenüber. Das Duo zählt zu den besten Schlussmännern der Liga – was die beiden im Derby eindrucksvoll bestätigt haben. Unser Mitarbeiter Stephan Stähler unterhielt sich nach dem Spiel am Samstag mit den Torleuten.

Von STEPHAN STÄHLER

ECHO: Ginsheim hat das Derby 2:1 gewonnen. Wie fällt Ihr Fazit zum Spiel aus ?

Dominik Geißler: Am Ende ist es schlecht für uns gelaufen. Wir hatten gute Chancen, und Lukas hat noch einen Elfmeter gehalten. Wenn man die Chancen nicht verwertet, verliert man halt so ein Spiel. Aufgrund der zweiten Halbzeit hätten wir einen Punkt verdient gehabt. Mit unserem großen Teamgeist ist viel zu erreichen.

Lukas Langenstein: In der ersten Halbzeit standen wir sehr kompakt und haben wenig zugelassen. Kurz vor der Pause mussten wir das 3:0 machen, wo Dominik gut hält. Da wir in der ersten Halbzeit viel Kraft gelassen haben, sind wir in der zweiten Halbzeit hinten viel geschwommen. Die zweite Halbzeit ging an Geinsheim, und es war ein dreckiger Sieg. Aufgrund der ersten Halbzeit war der Sieg nicht unverdient, wenn aber Geinsheim einen Punkt geholt hätte, dürften wir uns auch nicht beschweren.

ECHO: Schaut man in so einem Derby genauer auf seinen Gegenüber im Tor ?

Geißler: Zunächst bin ich auf mein eigenes Spiel konzentriert. Wir kennen uns schon viele Jahre, und da freut man sich, wenn der andere gut spielt. Wenn man gegeneinander spielt, will man natürlich trotzdem gewinnen.

Langenstein: Man sollte immer auf sein eigenes Spiel konzentriert sein. Wir sind seit der Jugend befreundet, und da ist es schon etwas Besonderes, wenn man aufeinander trifft. Man schaut in so einem Spiel schon mehr auf den anderen Torhüter und sieht hin. Da fällt mir natürlich auf, wie Dominik zum Beispiel vor der Pause das 3:0 verhindert hat.

ECHO: Wir war es, in dem Derby vor mehr Zuschauern zu spielen ? Geißler: Ich kenne das noch vom vergangenen Jahr, wo in den Hessenpokalspielen die Hölle los war. Man freut sich, wenn viele Zuschauer kommen, es macht aber nicht nervös. Es könnten gerne noch 1000 oder 2000 mehr kommen. Und toll wäre es natürlich, wenn immer so viele Zuschauer wie jetzt beim Derby kommen würden. Langenstein: Es wäre gelogen, wenn man sagen würde, dass mehr Zuschauer kein zusätzlicher Anreiz sind. Man freut sich, gegen Freunde zu spielen – und es kommen ja noch die Freunde der Spieler der beiden Mannschaften. Die Routine sollten Dominik und ich aber haben, dass man nicht zu nervös spielt.

ECHO: Was ist im weiteren Saisonverlauf noch zu erwarten ?

Geißler: Bis auf Neu-Isenburg hatten wir bisher keine Kracher als Gegner, die kommen jetzt erst. Wenn wir aber so auftreten wie gegen Ginsheim, haben wir eine Chance, die Klasse zu halten. Die zweite Halbzeit ging zwar an uns, aber Ginsheim hat die drei Punkte und nicht wir. Die zweite Halbzeit hat gezeigt, dass wir uns nicht verstecken brauchen.

Langenstein: Nach der Vorbereitung war ich nicht so zuversichtlich. Unsere Vorbereitung war nicht schlecht, aber auch nicht überragend. Wir sind super gestartet, und nach dem schwierigen Start gegen Mühlheim haben wir uns gesteigert. In der ersten Halbzeit haben wir gesehen, welches Potenzial wir haben. Wir können den sechsten Rang wiederholen. Wenn wir so weiter spielen, ist sogar eine noch bessere Platzierung möglich. Wir reden aber nicht über einen Aufstieg.

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