Die Dietkircher Maximilian Zuckrigl und Marco Müller im Luftkampf gegen Denis Streker (von links).
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Die Dietkircher Maximilian Zuckrigl und Marco Müller im Luftkampf gegen Denis Streker (von links).

Fußball-Hessenliga, Gruppe B

Dreieichs Joker stechen in Dietkirchen

In der Fußball-Hessenliga, Gruppe B, hat der ersatzgeschwächte TuS Dietkirchen sein Heimspiel gegen den favorisierten SC Hessen Dreieich mit 0:2 verloren.

TuS Dietkirchen – SC Hessen Dreieich 0:2 (0:0). Nicht einmal 120 Sekunden hatte es gedauert, da wackelte schon das SC-Gehäuse: Jonathan Mink hatte sich über rechts stark durchgesetzt, Maximilian Zuckrigl tackerte das Spielgerät aus 14 Metern an den rechten Pfosten. Jetzt war Dreieich wach. Dietkirchen, das ohne die verletzten Raphael Laux, Steffen Moritz und Nils Bergs auskommen musste, musste viel hinterherlaufen, machte seine Defensivarbeit über weite Strecken aber gut. Auch wenn sich der SC Hessen oftmals die Zähne ausbiss, gab es Gelegenheiten: Nach Flanke von Abassin Alikhil köpfte Tino Lagator auf das Tordach (17.), drei Minuten danach landete sein Kopfball nach Schnitzer-Flanke an der Latte. Beim Nachschuss von Nikola Mladenovic war der gute Schlussmann Max Gotthardt zur Stelle (20.). Je länger die Partie dauerte, desto einfallsloser wurden die hoch gehandelten Dreieicher. Beinahe hätte der TuS einen folgenschweren Abspielfehler Björn Schnitzers ausgenutzt, doch Robin Dankof hatte sich beim Abschluss zu lange Zeit gelassen (41.).

Die Elf von Trainer Thorsten Wörsdörfer witterte auch nach Wiederbeginn ihre Chance. Nach einem brandgefährlichen Freistoß von Kevin Kratz hätte Denis Streker beinahe seinen eigenen Torhüter überwunden, doch Pero Miletic klärte prächtig zur Ecke (55.). Diese köpfte Robin Böcher im Anschluss am Tor vorbei (56.).

Und nochmal der TuS: Flanke Niklas Schmitt, Kopfball Jonathan Mink – knapp rechts vorbei (60.). Allmählich wurde der SC Hessen auch spielerisch stärker. Björn Schnitzer bereitete stark vor, doch Tino Lagator grätschte vorbei. Es stand Spitz’ auf Knopf, ehe sich das Gespür von SC-Coach Taner Yalcin als goldrichtig erweisen sollte. Nach feinem Spielzug und Vorarbeit Toni Reljics war Joker Danny Klein zur Stelle und überwand Max Gotthardt zum 0:1 (67.). Und auch der zweite Einwechselspieler schlug zu: Yannick Wolf wurde über die linke Seite freigespielt und vollendete im Eins-gegen-Eins zum vorentscheidenden 0:2 (70.). Ein Kratz-Freistoß segelte knapp über den Winkel (75.), doch auch die Südhssen hatten noch Chancen: Max Gotthardt lenkte einen Reljic-Kopfball über die Latte, und Tino Lagator scheiterte am Pfosten (79., 87.).

„Man kann verlieren, man muss aber nicht“, sagte Thorsten Wörsdörfer nach Abpfiff und fügte an: „Bei den Toren hat man die Klasse von Dreieich gesehen. Ansonsten haben wir die Defensiv-Schwächen, die sie haben, einfach nicht ausgenutzt. Dennoch bin ich mit der Leistung zufrieden, weil die Jungs alles reingeworfen haben.“  Dreieich-Coach Taner Yalcin: „Mich freut es natürlich, dass die Spieler, die eingewechselten wurden, auch genetzt haben. Der Sieg war keine Selbstverständlichkeit, denn Dietkirchen hätte durchaus auch in Führung gehen können. Hut ab vor der kämpferischen Leistung des Gegners, ich muss meiner Mannschaft aber ein Kompliment machen, dass sie es spielerisch gelöst und auch zwei schöne Tore gemacht hat. Kategorie: Arbeitssieg.“ PATRICK JAHN

Dietkirchen: Gotthardt, Nickmann (88. Weis), Schmitt (80. Meloni), Böcher, Müller, Hautzel, Kratz, Leukel, Dankof, Zuckrigl, Mink (74. Schmitz) – Dreieich: Miletic, Gavric (46. Wolf), Mladenovic, Amiri (58. Klein), Alikhil, Reljic, Streker, Dejanovic, Mouhaman, Lagator, Schnitzer (82. Affo) – SR: Metger (Hofgeismar) – Tore: 0:1 Danny Klein (67.), 0:2 Yannick Wolf (70.) – Zuschauer: 220.

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