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Mit sechs Toren treffsicherste Pirates-Spielerin: Lisa Lichtlein.

Handball TSG Ober-Eschbachs

Drittliga-Damen unterliegen Mainz-Bretzenheim mit 25:29

Eine Niederlage, die Mut macht. Die personelle Lage sorgt indes für nachdenkliche Mienen bei den Pirates. Dringend benötigte Verstärkungen – nicht in Sicht.

In der jüngeren Vergangenheit war die Albin-Göhring-Halle kein gutes Pflaster für die SG Mainz-Bretzenheim. Während der zwei zurückliegenden Spielzeiten musste sich das Team bei der TSG Ober-Eschbach geschlagen geben. Selbst in der Meistersaison 2014/15 war ein Punkt das höchste aller Gefühle. Nun aber setzten sich die Gäste am Samstag mit 29:25 bei den Pirates durch.

„Dieser Sieg ist auch vollkommen verdient, da wir einfach ein paar Fehler mehr gemacht haben als Mainz“, erklärte Lisa Lichtlein zum Spielverlauf befragt. „LL7“ war mit sechs Treffern beste Werferin der Gastgeberinnen, auf der anderen Seite stach Linda Bach mit elf Toren heraus. Dass es zu den Fehlern im Ober-Eschbacher Spiel kam, lag einmal mehr an der nur dünnen Personaldecke. Lediglich zwei Wechseloptionen boten sich Trainer Alexander Adamski. Kapitänin Lena Riedel war eine von beiden, doch kam die hauptberufliche Lehrerin erst eine knappe Stunde vor Spielbeginn von einem einwöchigen Schüler-Skikurs zurück. „Dass dann am Ende die Kräfte knapp werden und Fehler passieren, ist unter diesen Umständen normal“, so Lichtlein, „trotzdem waren wir bis zum Schluss dran.“

Knapp fünf Minuten vor dem Ende brachte Saskia Schwering die TSG nochmals auf 23:25 heran, doch kurz darauf leistete sich ihre Mannschaft im Ballbesitz einen Abspielfehler, der prompt per Tempogegenstoß bestraft wurde. Damit war die Entscheidung pro Mainz-Bretzenheim gefallen.

Entmutigen lassen wollten sich die Spielerinnen von der Niederlage gegen den favorisierten Tabellendritten aber anschließend nicht. „Wir haben alles gegeben. Dass es am Ende so knapp war, macht für die nächsten Spiele Mut“, so Lichtlein. Zum Vergleich: Das Hinspiel gewann Bretzenheim noch klar mit 31:20, obwohl die Pirates mehr Wechselmöglichkeiten hatten.

Trotz des ungebrochenen Kampfgeists von Lichtlein und Co. braucht die TSG dringend Verstärkung, um für eine gewisse Rotation sorgen zu können und die Spielerinnen zu entlasten. Neuzugänge sind allerdings bisher nicht in Sicht. „Es bleibt uns im Grunde nichts anderes übrig, als in jedem Spiel 110 Prozent zu geben“, so Lichtlein. Ob das auf Dauer reicht, um drei Mannschaften hinter sich zu lassen, ist zumindest fraglich.

Spielfilm: 0:2 (3.), 3:3 (6.), 5:3 (12.), 8:9 (21.), 11:15 (30.), 13:19 (36.), 17:20 (43.), 20:22 (50.), 25:29 (59.).

TSG Ober-Eschbach: Löbig, Deppisch; Lichtlein (6/1), Schwering (4), Chmurski (4), Bucher (3), Mertens (3), Riedel (2), Zsigmond (2), Özer (1).

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