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Eddersheim beweist im Spitzenspiel Geduld

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Von: Volker Hofbur

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Sie machte nach ihrer langen Verletzungspause erneut ein starkes Spiel: Lilly König (rechts) überzeugte mit sechs Treffern gegen starke Leverkusenerinnen. FOTO: marcel lorenz
Sie machte nach ihrer langen Verletzungspause erneut ein starkes Spiel: Lilly König (rechts) überzeugte mit sechs Treffern gegen starke Leverkusenerinnen. © Marcel Lorenz

Gegen ein junges und starkes Leverkusener Team holt der Gastgeber ein 20:23 auf und siegt

Eddersheim -Die Handballerinnen der TSG Eddersheim haben in der Staffel D der 3. Liga ihren zweiten Platz gefestigt. Sie setzten sich in einem sehenswerten Spiel gegen den Vierten Bayer Leverkusen mit 28:27 (14:16) durch und haben nun im Kampf um die Aufstiegsrunde sieben Minuspunkte Vorsprung auf die beiden nächsten Verfolger Fortuna Düsseldorf und Bayer Leverkusen II.

Trainer Tobias Fischer musste auf Anna Gempp, Clara Wimmer und Helena Rhein verzichten und sah gegen den mit sieben Jugend-Nationalspielerinnen besetzten Gegner, der in dieser Besetzung um die deutsche A-Jugendmeisterschaft spielen wird, ein richtig gutes Spiel seiner Mannschaft. "Wir haben sie in den ersten 20 Minuten im Griff gehabt", freute sich der Trainer, "wir hatten uns für eine offensivere 5:1-Abwehrformation entschieden, die besser funktioniert hat. Allerdings haben die Leverkusenerinnen gute Entscheidungen getroffen, so dass das Spiel hin und her wogte". Als die Eddersheimerinnen dann den ersten von insgesamt vier Siebenmetern verwarfen, verloren sie kurzzeitig den Faden. Leverkusen drehte die Partie und ging mit einer 16:14-Führung in die Pause.

"In der Kabine habe ich zu meiner Mannschaft gesagt, dass alles gut ist, sie nur etwas aggressiver in der Abwehr zu Werke gehen und vorne ihre Chancen nutzen müsste", berichtete Fischer, der keinen guten Start und einen schnellen 16:20-Rückstand (40.) sah. "Wir haben es aber geschafft, weiterzumachen, sind bei unserer 5:1-Abwehr geblieben, wobei wir die beste Leverkusenerin Viola Leuchter teilweise damit herausgenommen haben. Wir mussten schauen, dass wir dranbleiben", erläuterte der Eddersheimer Trainer, "und wir sind drangeblieben". Dabei musste der Gastgeberinnen einige Nackenschläge einstecken, vergab bis zur Mitte der zweiten Halbzeit drei Siebenmeter. Als sie in der 50. Minute beim Stand von 21:24 den letzten Strafwurf nicht genutzt hatten, kämpften sie sich eindrucksvoll zurück in die Partie. Innerhalb von zweieinhalb Minuten glichen sie zum 24:24 aus (52.). Fünf Minuten später gelang Hanna Özer die erste Führung überhaupt in der zweiten Halbzeit zum 27:26. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich der Gäste traf Tabea Schweikart mit ihrem zweiten Wurf überhaupt eine knappe Minute vor Schluss zum Sieg. Leverkusen nimmt die Auszeit, bekommt nach einem Fehlversuch aber noch einmal den Ball, da die Schiedsrichter eine Blockaktion gesehen haben. Danach verlieren die Leverkusenerinnen den Ball, weil sie bei einem Freiwurf den Ball übergaben. In den letzten Sekunden spielen die Eddersheimerinnen die Zeit herunter und freuen sich über den Sieg in einem sehenswerten Handballspiel.

"Das war eine echte Nagelprobe. Selbst als wir zur Pause im Rückstand lagen, habe ich zu meinem Co-Trainer Andreas Pohle gesagt, dass das ein richtig tolles Spiel ist. Ich bin sehr glücklich über die Leistung meiner Mannschaft", freute sich Fischer, "wir spielen mit 27:5 Punkten eine überragende Runde".

Eddersheim: Melissa Kirchner (1. bis 30.), Mona Priester (ab 31.); Hanna Özer 9/6, Lena Thoss 7, Lilly König 6, Linda Brocke 3, Franziska Feick 2, Lea Müller, Tabea Schweikart je 1, Alexandra Flebbe, Ariane Hilbig, Julia Krämer, Lena Petry. vho

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