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Sie hat eine Entwicklung bei der TSG Eddersheim gemacht und ist dort sehr zufrieden: Lea Müller.

Handball

Eddersheim ist erstmals Favorit

„Ich gehe gerne ins Training“, sagt Lea Müller von den Handballerinnen des Drittligisten TSG Eddersheim. Dafür nimmt sie auch einiges auf sich.

In der zweiten Saison spielt die 20-Jährige beim Drittligisten TSG Eddersheim. „Mir gefällt es sehr gut in der Mannschaft“, sagt Lea Müller, „ich komme mit dem Team und dem Trainer sehr gut aus“.

Dafür fährt sie zu jedem Training 86 Kilometer – einfache Strecke. „Am Donnerstag ist es gut. Da haben wir spät Training. Am Mittwoch fahre ich eine Stunde und zehn Minuten und stehe garantiert irgendwo im Stau“, sagt sie, „aber ich habe mich mittlerweile daran gewöhnt“. Der Grund: „Mir hat das Konzept, dass mir der Tobi vorgestellt hat, sehr gut gepasst. Da gab es kein langes Überlegen. Ich möchte das ausprobieren. Und da der Tobi das genauso umgesetzt hat, bin ich geblieben.“ Lea Müller hatte als Rückraumspielerin im rechten Rückraum bei der HSG Bensheim/Auerbach und der SG Bretzenheim gespielt, zumeist in der Jugend und der Ersten Mannschaft. „In Bensheim habe ich im Zweitliga-Team trainiert und in der Jugend gespielt. Dort habe ich kurze Einsatzzeiten in der 2. Liga bekommen“, erzählt sie. Über Bensheim kam sie nach Eddersheim, wo sie Trainer Tobias Fischer komplett auf Rechtsaußen einsetzte. „Wir haben an der Wurftechnik gearbeitet, und ich habe meine Trefferquote erhöht. Auch in der Abwehr hat er mir viel beigebracht“, erläutert die 20-Jährige. Zudem habe ihr der Trainer signalisiert, dass er sie an die rechte Rückraumposition wieder heranführen möchte. „Ich habe schon im Training im rechten Rückraum gespielt und auch in Leipzig auf dieser Position angefangen“, freut sich Lea Müller über das Vertrauen ihres Trainers. Insgesamt ist sie zufrieden mit ihren Spielanteilen und auch darüber, „dass ich sehr oft anfange“.

Auch sie macht sich Gedanken über die Verletztenmisere, wofür auch das Spiel in Birkenau in der Rückrunde der vergangenen Spielzeit ein Sinnbild war. „Das war unser tiefster Tiefpunkt“, erinnert sie sich, „danach wurde ,Jetzt erst recht’ unser Leitspruch. Auch sie quälte sich mit einer Kreuzbandverletzung durch die Rückrunde. „Da hatte ich keine Kontinuität. Mal ging es, dann wurde es schlimmer. Auf einmal wurde ich anfällig. Das kannte ich von mir gar nicht“, spricht sie die Zeit im Sommer an, „da habe ich wohl eine Erkältung verschleppt. So habe ich die zweite der drei Vorbereitungsphasen fast komplett verpasst, weil der Verdacht einer Herzmuskelentzündung bestand. Da hatte ich eine Verwucherung, und mein Arzt hat mir ziemlich deutlich gemacht, dass ich aufpassen muss“. Inzwischen hat sie sich davon komplett erholt, und sieht auch, wie so etwas auf eine Mannschaft wirkt. „Da kommt eine Lilly König, die mit ihrem Spiel neue Impulse ins Team bringt und eine neue Waffe ist. Dann verletzt sie sich. Und Julia Krämer ist auf Linksaußen nach dem Ausfall von Sina Elter alleine. Das kostet Substanz“, denkt sie langfristig.

Am Sonntag (17 Uhr, Eckel-Halle) sieht sie ihr Team gegen den TSV Birkenau in der klaren Favoritenrolle: „Dem wollen wir auch gerecht werden. Wir wissen aber, dass wir gegen einen körperlich sehr hart spielenden Gegner antreten.“ Tobias Fischer pflichtet ihr bei: „Ich fordere gegen diesen Gegner einen Sieg. Dazu müssen wir uns quälen wollen, zudem brauchen wir das Spiel ohne Ball. Wir müssen bereit sein, uns wehzutun.“

Lea Müller sieht die Liga insgesamt sehr ausgeglichen an: „Es ist schwierig, das Mittelfeld zu benennen. Wir wollten besser sein als Rang acht, ich würde gerne Fünfter werden.“

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