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Eddersheim unterschätzt den 1. FC Köln nicht

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Von: Volker Hofbur

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Die Eddersheimerin Clara Wimmer beim Abschluss: Trainer Tobias Fischer erwartet bei ihr Fortschritte im Spiel. FOTO: marcel lorenz
Die Eddersheimerin Clara Wimmer beim Abschluss: Trainer Tobias Fischer erwartet bei ihr Fortschritte im Spiel. © Marcel Lorenz

Clara Wimmer will mit ihrem Team trotz einiger Ausfälle die Heimserie ausbauen

Eddersheim -Mit einem Sieg in Mainz hatten sich die Handballerinnen der TSG Eddersheim in die Weihnachtspause verabschiedet und ihren zweiten Platz in der 3. Bundesliga, Staffel D, gefestigt. Fünf Wochen später geht es für sie am Sonntag (15 Uhr, Eckel-Halle) weiter gegen den 1. FC Köln.

Lilly König und Anna

Gempp fallen aus

Im Hinspiel hatten die Eddersheimerinnen dort mit 28:20 gewonnen - dank einer guten Abwehr und eines guten Offensivspiels. "Definitiv fehlen uns die verletzte Lilly König und studienbedingt Anna Gempp", erklärt Trainer Tobias Fischer, "dazu sind Alexandra Flebbe und Franziska Feick angeschlagen. Es wäre schön, wenn sie helfen könnten. Und ich hoffe, dass ich keine weiteren Ausfälle dazu bekomme".

Den Gegner 1. FC Köln unterschätzt Fischer nicht: "Die haben Düsseldorf geschlagen. Sie haben einen starken und wurfgewaltigen Rückraum, der auch viel über den Kreis spielt. Eigentlich spielen sie so wie wir. Ich bin gespannt, wie wir darauf reagieren und freue mich, dass es wieder losgeht."

Im Eddersheimer Kader steht Clara Wimmer, die ihre dritte Saison beim Drittligisten spielt. "Sie nimmt viel auf sich, um bei uns zu sein. Sie kommt aus Bensheim und ist eigentlich immer im Training", beschreibt Tobias Fischer seine Spielerin, "im Training macht sie große Fortschritte, im Spiel kann sie es noch nicht abrufen. Sie ist sehr trainingsfleißig, engagiert und sehr sozial eingestellt. Ich bin gespannt, wann sie es auch im Spiel schafft, ihre Leistung umzusetzen".

Die 20-Jährige studiert in Darmstadt Soziale Arbeit, hat zuvor ein FSJ-Jahr in einer Kindertagesstätte gemacht und möchte gerne mit Menschen arbeiten. Nach ihrem bestandenen Abitur erhielt sie auf Vorschlag ihres Vereins HSG Bensheim/Auerbach die Pierre-de-Coubertin-Medaille des Landessportbundes Hessen, weil sie ihr Abitur bereits als Hochleistungssportlerin absolviert und sich zudem sozial engagiert hatte, weil sie zwei Jahre in einer Ballschule tätig war, um drei- bis sechsjährigen Kindern Ballspiele näherzubringen.

Zu jeder Trainingseinheit fährt Clara Wimmer 40 bis 45 Minuten - einfache Strecke. "Vielleicht ziehe ich auch mal nach Darmstadt. Dann wird es weniger. Man gewöhnt sich aber dran. Mir ist es das wert", erklärt sie, "es gefällt mir in Eddersheim super, ich fühle mich dort sehr wohl. Es ist eine familiäre Atmosphäre in der Mannschaft".

Auch mit ihrem sportlichen Werdegang ist sie zufrieden: "Ich habe mich persönlich und auch sportlich weiterentwickelt."

Vor dem Spiel am Sonntag ist sie optimistisch: "Sicher fehlen uns mit Lilly König und Anna Gempp zwei wichtige Spielerinnen. Aber es ist ein Heimspiel, und solche Situationen schweißen uns noch mehr zusammen." Die Mannschaft werde alles tun, um den zweiten Platz zu halten. Und der Blick in die Zukunft: "Ich möchte gerne in diesem Verein bleiben", kommt die schnelle Antwort der Kreisläuferin. vho

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