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Eddersheimer Führungsteam macht weiter

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Von: Volker Hofbur

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Sie freuen sich auf die Zukunft bei den Drittliga-Handballerinnen der TSG Eddersheim: Trainer Tobias Fischer (links) und sein Co-Trainer Andreas Pohle. FOTO: tsg eddersheim
Sie freuen sich auf die Zukunft bei den Drittliga-Handballerinnen der TSG Eddersheim: Trainer Tobias Fischer (links) und sein Co-Trainer Andreas Pohle. © TSG Eddersheim

Das Trainergespann Tobias Fischer und Andreas Pohle sowie Team-Manager Heiko Pingel bleiben

Eddersheim -Es ist ein Zeichen von großer Kontinuität, wenn die sportliche Führung der Drittliga-Handballerinnen der TSG Eddersheim auch in der Kommenden Spielzeit die Herausforderung angehen wird, die diese Zeiten derzeit mit sich bringen. Team-Manager Heiko Pingel ist bereits seit mehr als 20 Jahren für den Damen-Handball der TSG Eddersheim tätig, Trainer Tobias Fischer bringt es immerhin auf ein Dutzend Jahre.

Als die Handballerinnen der TSG Eddersheim vor mehr als 20 Jahren auf dem letzten Tabellenplatz in der Bezirksoberliga standen, begann Heiko Pingel mit seiner Tätigkeit für die Damen, die damals in der Abteilung schon auf der Kippe standen, wie er aus heutiger Sicht bemerkt. Danach ging es bergauf. In den nächsten Jahren etablierte sich das Team und stieg in die Landesliga auf. Dort übernahm sie Tobias Fischer und schaffte im gleichen Jahr den Aufstieg in die Oberliga. "Wir machen dieses Projekt zusammen", erklärt Heiko Pingel, dass er in Fischer einen Mitstreiter gefunden hat, der die gleichen Ziele verfolgt wie er, "warum sollten wir es hinschmeißen? Wir werden nach dieser Saison einen großen Umbruch erleben - teils gewollt, teils durch Vereinswechsel bedingt. Wir haben Corona-bedingt drei Jahre lang den gleichen Kader gehabt, von daher hätten wir Veränderungen machen müssen. Schon von daher hat diese Aufgabe nichts an ihrem Reiz verloren". Pingel kann immerhin schon einmal bestätigen, dass die kommende Saison in der Dritten Liga in wirtschaftlicher Hinsicht sicher ist. "Von daher geht es gar nicht, dass wir in der jetzigen Situation aufhören. Keiner kniet sich da so rein wie wir. Das ist unser Baby", beschreibt Pingel seine und Fischers Motivation, dem Verein für eine weitere Spielzeit zuzusagen.

Derzeit, so Pingel, sei viel Bewegung im Training. Viele junge Spielerinnen würden sich dort zeigen. "Ich glaube schon, dass wir auch in der kommenden Saison einen Kader haben werden, mit dem wir in der Dritten Liga oben mitspielen können", erläutert Pingel, "wir wollen weiter erfolgreich sein". Und man merkt, dass es in ihm nagt, dass er den Aufstieg in die nächsthöhere Klasse aus finanziellen Gründen nicht realisieren konnte. "Vielleicht können wir doch einmal die Zweite Bundesliga angehen. Zweimal konnten wir aus wirtschaftlichen Gründen nicht hoch", erinnert sich der Eddersheimer Team-Manager. Ein Mal war die Mannschaft als Meister der damaligen West-Gruppe zum Verzicht gezwungen, ein weiteres Mal hätte den Eddersheimerinnen ein zweiter Platz zum Aufstieg gereicht. Jetzt möchte Pingel erst einmal die Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga spielen. Die beiden Erstplatzierten der jeweiligen Gruppen gehen in eine Aufstiegsrunde, wobei aus den sechs Gruppen drei Aufsteiger ermittelt werden. Er würde mit Eddersheim nach derzeitigem Stand noch gegen den TV Hannover-Badenstedt und die SG Kirchhof antreten und die Punkte aus den Spielen gegen die SG Bretzenheim mitnehmen. "Ich würde gerne dort spielen, um nach draußen ein Zeichen zu setzen. Sicher haben Bretzenheim und Kirchhof ganz andere finanzielle Mittel, aber probieren möchte ich es schon mal", so Pingel, der aber nicht verhehlt, dass derzeit es extrem schwer sein würde, Mittel für die höhere Liga zu beschaffen. Die Aufstiegsrunde kann ein Ziel sein, zumal Bayer Leverkusen II als Zweite Mannschaft nicht dort spielen kann und Fortuna Düsseldorf nicht will. Und die beiden nächsten Verfolger des Tabellenzweiten haben schon fünf Minuspunkte Rückstand. "Das können wir schaffen", so Pingel.

Fischer freut sich auf die Herausforderung

Tobias Fischer sieht zwei Konstante mit Pingel und ihm in den Verein. Auch sein Co-Trainer Andreas Pohle sagte sofort für die nächste Saison zu. "Ich muss sagen, dass ich mich im Winter dabei erwischt habe, über einen Rücktritt nach der Saison nachzudenken. Als dann feststand, dass drei Spielerinnen den Verein verlassen werden und der Umbruch größer wird, hat mir das neue Energie gegeben. Das ist nichts gegen die Spielerinnen, die gehen werden. Aber du brauchst die Veränderung, und sie wird groß werden", erläutert Fischer. Da hat er Lust, diesen Prozess zu begleiten.

"Es macht mir Spaß, etwas Neues aufzubauen. Es gibt neue Impulse durch die neuen Spielerinnen, wobei trotzdem viele Stammspielerinnen bleiben werden", erklärt der Trainer, der bereits seine siebte Saison in der Dritten Liga absolviert. Er würde es bereuen, jetzt aufzuhören, und will die Mannschaft auch in Zukunft unter den besten Fünf der Liga halten.

Inzwischen hat sich die TSG Eddersheim in der Dritten Liga etabliert, und es gelang bisher jedes Jahr, das Niveau zu halten. "Jetzt haben wir 16- und 17-Jährige im Training, bei denen ich mich fragen muss, ob sie zu uns passen. Das ist spannend und es macht mir richtig Spaß", freut sich Fischer auf die neue Herausforderung. vho

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