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Versteht die Entscheidungen des DHB nicht: Eddersheims Trainer Tobias Fischer.

Turnier wegen DHB-Sperre in Gefahr?

Eddersheimer Trainer Tobias Fischer ist sauer – auf den Deutschen-Handball-Bund

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Tobias Fischer ist sauer – richtig sauer. Aber nicht etwa auf seine Eddersheimer Handballerinnen, die am Sonntag in Chemnitz weitere Punkte in der 3. Liga Ost holen wollen. Nein, Fischer ist sauer auf den Deutschen Handball-Bund (DHB).

Fischer organisiert gemeinsam mit Team-Manager Heiko Pingel jedes Jahr in Eddersheim ein Handballturnier im Rahmen der Vorbereitung auf die Rückrunde – und das auch noch für einen guten Zweck: die Leberecht-Stiftung unserer Zeitung. Und das immer am zweiten Samstag im Januar. Dies hat der DHB nun untersagt.

Melanie Prell, zuständig für den Bereich Spielbetrieb und Recht beim DHB, begründet dies: „Der Bundesrat des DHB hat bei seiner Sitzung im Sommer beschlossen, dass die Spieltage der deutschen Mannschaft am 12. und 19. Januar, wo sie in Berlin ihre Gruppenspiel gegen Brasilien und in Köln das erste Spiel der Hauptrunde bestreiten, für Spiele gesperrt werden.“ Allerdings ist der Spielbetrieb davon ausgenommen. „Die Damen der 2. Bundesliga, die da aktiv sind, gehören nicht zum Spielbetrieb des DHB“, begründet sie die Ausnahme. Wenn also die Spiele der Deutschen stattfinden, darf kein offizielles Spiel – oder Turnier – stattfinden. Prell empfahl den Eddersheimer Verantwortlichen in ihrer Antwort, das Turnier um einen Tag zu verschieben.

Fischer hat damit ein Problem: „Wir hatten schon unsere Gegner Freiburg, Bonn, Ketsch und Weiterstadt für den Samstag eingeladen. Wir mussten sie wieder anschreiben und fragen, ob es auch einen Tag später geht, was zumindest bei den Freiburger Damen schon einmal schwierig wird.“ Natürlich wird der Verein versuchen, das Turnier zu verschieben. Aber nach der vor knapp zwei Wochen erfolgten erneuten Kontaktaufnahme mit den Vereinen, die für den Samstag, 12. Januar zugesagt hatten, hat er noch keine Zusage für das Turnier.

Doch das ist nicht alles. Auch die Helfer müssen nun für den folgenden Tag gefunden werden. Ob das gelingt, weiß der Trainer nicht, denn die Planungen laufen schon lange. „Warum darf ich nicht ein Turnier für einen guten Zweck ausrichten ? Da kommt der Ratschlag, wir könnten ja auch am Sonntag spielen. Aber ich habe ein Problem damit, dass ich von oben bestimmt werde.“ Was Fischer dann gar nicht versteht, ist etwas anderes: „Für das Wochenende, an denen die Finals stattfinden, hat man den Terminplan nicht geblockt. Da jammern sie beim DHB, dass sie die Basis verlieren. Aber sie verstehen die Basis nicht. Ich finde das Verhalten untragbar.“ Immerhin hatte Prell in Aussicht gestellt, dass mögliche Spielverlegungen für den Fall, dass Deutschland ins Finale kommt, kein Problem sein sollen. Damit kann sie aber den Eddersheimer Trainer auch nicht besänftigen.

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