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Einen Schritt schneller: Leonardo Bianco (links) kann sich von seinem Kelsterbacher Gegenspieler Atay Koustar lösen.

Effektive Zeilsheimer schlagen Kelsterbach

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Das Derby der Fußball-Verbandsliga Mitte wurde mit 4:0 gegen Viktoria Kelsterbach eine deutliche Angelegenheit für den SV Zeilsheim.

Die Ausgangslage beider Teams war wenig rosig. Während der Negativtrend der Gäste bereits im vergangenen Jahr begann, dürfte auch das Selbstbewusstsein der ambitionierten und spielstarken Zeilsheimer nach den beiden Spielen zuletzt angekratzt gewesen sein.

Doch besonders von dem bitteren 2:3 in Fernwald war den „Grünen“ nichts anzumerken. Im Gegenteil: Dieses Spiel schien bei den Hausherren eine Art „Jetzt erst recht“-Mentalität geweckt zu haben, was nun die Kelsterbacher zu spüren bekamen. Bereits nach sieben Minuten staubte Raffael Grigorian zur frühen Zeilsheimer Führung nach einem Konter über Leonardo Bianco ab. Danach lieferten sich beide Teams einen wilden, fast hektischen Schlagabtausch, kamen dabei aber kaum zu Chancen. Nach einer starken Flanke von Rechtsverteidiger Julian Simon köpfte Dillon Fosuhene den Ball unhaltbar in den Winkel (16.), stand dabei aber im Abseits. Die gleiche Ecke hatte auf der Gegenseite Dominic Machado einige Minuten später anvisiert, er verzog aber knapp (21.).

Auf der Gegenseite war es wieder ein Konter über Leo Bianco, den Zeilsheim nutzte. Der Ball kam zum Stürmer zurück, der die desorientierten Kelsterbacher mit dem 2:0 bestrafte (28.). Mit diesem Resultat ging es in die Kabinen.

Den Wiederanpfiff schienen die Kelsterbacher nicht wirklich wahrgenommen zu haben. Nach einer kurz ausgeführten Ecke auf Leo Bianco zeigten sie sich – wie schon zu Beginn der Partie – unkonzentriert. Der wiedergenesene Bianco bediente mit einem scharf hereingespielten Ball Bruder Antonio, der zum 3:0 einschoss (47.). Danach spielten die Gäste zwar besser, doch ohne Durchschlagskraft. An der konsequenten und disziplinierten Defensivreihe der Zeilsheimer bissen sie sich die Zähne aus. „Wir waren vorne zu harmlos und haben hinten zu einfache Gegentore bekommen“, kritisierte Trainer Ralf Horst seine Mannschaft, „Zeilsheim hat ungemein effektiv gespielt und unsere Fehler eiskalt bestraft“. So auch beim 4:0, als Leo Bianco den eingewechselten Nicolai Pyatt gegen weit aufgerückte Kelsterbacher anspielte. Mit einem gut gespielten Ball bediente der flinke Linksaußen den in der Mitte eingelaufenen Bianco, der sich um die eigene Achse drehte, Torhüter Saula und sein Gegenspieler narrte und schließlich locker einschob (87.).

„Wir haben die Partie kontrolliert über eine gut organisierte Defensive und Chancen herausgespielt“, fasste Sascha Amstätter zufrieden zusammen. Dabei hätte das Ergebnis am Ende noch deutlicher ausfallen können, hätten Pyatt (88.) und Karabas (90.+2) aus nächster Nähe getroffen. Doch das wäre der couragierten Kelsterbacher Darbietung nicht gerecht geworden, meinte auch Amstätter.

Zeilsheim: Qosa – Yadav, Talevski, Dimter, Simon (59. Turan) – Grigorian (81. Pyatt), Sultani, Bouchen, Fosuhene (46. Karabas), A. Bianco – L. Bianco. Viktoria Kelsterbach: Saula – Reljic, Kabbouz, Fischer (46. Langelotz), Müller – Wada, Naimi, Koustar – Rosique (81. Polat), Machado (63. Ballarin). Tore: 1:0 Grigorian (7.), 2:0, 4:0 L. Bianco (28., 87.), 3:0 A. Bianco (47.).

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