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Vor voll besetzter Tribüne macht Eishockey noch mehr Spaß.

Eishockey: Inter-Regio-Cup

EGDL-Abschied vor 1207 Zuschauern

Mit einem Sieg vor toller Kulisse hat sich die EG Diez-Limburg aus dem Eishockey-Inter-Regio-Cup 2019/20 verabschiedet. Die „Rockets“ gewannen vor 1207 Zuschauern am Diezer Heckenweg gegen die „Bulldogs“ aus Lüttich mit 6:4 (2:1, 1:1, 3:2).

Es war der vierte Sieg in sechs Spielen in diesem erstmals ausgetragenen internationalen Pokal-Wettbewerb mit Teams aus den Niederlanden, Belgien und Deutschland. Die EGDL hat aufgrund der zwei Niederlagen gegen Limburg und Heerenveen (beide aus den Niederlanden) keine Chancen mehr, den Pokal zu gewinnen. 

Eine voll besetzte Tribüne im Diezer Eissportstadion schon weit vor Spielbeginn – damit hatten selbst die größten Optimisten nicht gerechnet. Die „Rockets“ hatten mit einer Freikarten-Aktion versucht, für dieses internationale Spiel Zuschauer auf die Heimspiele der EG Diez-Limburg aufmerksam zu machen. Der Plan ging mehr als auf, denn mit diesem Ansturm hatte man bei den „Rockets“ trotz der Freikarten nicht gerechnet. Entsprechend motiviert begannen auch die Männer auf dem Eis: RJ Reed brachte seine Mannschaft bereits nach 37 Sekunden in Führung. 

Mit Kevin Lavallée und Dominik Luft hatte „Rockets“-Trainer Frank Petrozza gleich auf zwei der drei etatmäßigen Center verzichten müssen. Offensiv ließ man sich dennoch nicht ausbremsen. Allerdings agierte die EGDL defensiv zu fahrlässig: Lüttich kam in Unterzahl schnell zum Ausgleichstreffer durch Jessyko Bernard (3.). „Der Start mit dem frühen Tor war klasse“, lobte Petrozza. „Nach dem Ausgleich waren wir dann aber einige Wechsel zu wackelig.“ Allerdings fingen sich die Gastgeber gegen schnelle, spielstarke und groß gewachsene Gegner schnell wieder: David Lademann sorgte in Überzahl für die 2:1-Führung (11.), mit der es auch ein erstes Mal in die Pause ging. 

Als RJ Reed im zweiten Abschnitt mit seinem zweiten Treffer auf 3:1 erhöhte (26., Überzahl), schien das Spiel endgültig zugunsten der EGDL zu laufen. Doch die Lütticher tragen nicht ohne Grund den Beinamen „Bulldogs“, kämpften sich zurück in die Partie. Bernard verkürzte noch im zweiten Abschnitt auf 2:3 (36., Überzahl), Andy Kolodziejczyk traf gleich zu Beginn von Drittel drei zum 3:3 (41.). Die Partie war wieder völlig offen.

„Wir haben phasenweise zu viele Strafen kassiert“, bemängelte Petrozza. „Das kann in der Meisterrunde gegen die Top-Teams tödlich sein. Zudem haben wir zu Beginn des letzten Drittels geschlafen, aber dann die richtige Reaktion gezeigt.“ Mit drei Toren in Serie erhöhten Julian Grund (44.), Konstantin Firsanov (55.) und RJ Reed (57.) auf 6:3. Jetzt war die Begegnung endgültig zugunsten der „Rockets“ gelaufen, das 4:6 durch Jessyko Bernard (57.) war nur noch Ergebniskosmetik. „Wir haben am Ende ein gutes Spiel gezeigt und verdient gewonnen. Dankeschön möchte ich auch sagen für die super Atmosphäre. Das war eine tolle Kulisse“, sagte Petrozza. Und auch sein Gegenüber, 

Lüttichs Trainer Paul Vincent, fand: „Ich genieße die Spiele gegen die deutschen Teams vor solchen Kulissen und mit dieser Atmosphäre. Wir wussten, dass Diez-Limburg mit viel Geschwindigkeit spielt. Dennoch haben wir ein sehr gutes Spiel gemacht.“ 

Diez-Limburg: Guryca (Stenger) – Seifert, Wex, Günther, Krämer, Naumann, Ewald, Mörschler – Reed, Lademann, Piwowarczyk, Schwab, Maier, Bruch, Firsanov, Grund, Mainzer, Gimenez. SR: Hahn. Zuschauer: 1207. Tore: 1:0 Rj Reed (1.), 1:1 Jessyko Bernard (2., Unterzahl), 2:1 David Lademann (11., Überzahl), 3:1 RJ Reed (26., Überzahl), 3:2 Jessyko Bernard (36., Überzahl), 3:3 Andy Kolodziejczyk (41.), 4:3 Julian Grund (44.), 5:3 Konstantin Firsanov (55.), 6:3 RJ Reed (57.), 6:4 Jessyko Bernard (57.). Strafminuten: Diez-Limburg 10, Lüttich 14.

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