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Konstantin Firsanov (Mitte) und seine "Rockets" agierten glücklos in Heerenveen.

Eishockey-Inter-Regio-Cup

EGDL: International auf Glatteis

Die EG Diez-Limburg verliert das Inter-Regio-Cup-Spiel bei den Unis Flyers im niederländischen Heerenveen mit 3:6 (2:3, 0:1, 1:2). Damit haben die Rockets weiteren Boden verloren im Kampf um den internationalen Eishockey-Pokal. Am Sonntag gilt der Fokus dann wieder ganz der Regionalliga West mit dem Spitzenspiel am Diezer Heckenweg gegen die Eisbären aus Hamm (19.30 Uhr).

Die Gastgeber liefen mit gleich fünf Akteuren auf, die in Deutschland in die Kategorie „Import-Spieler“ fallen würden, bei den Rockets fehlten dagegen mit Jan Guryca, Kevin Lavallee, Dominik Luft, Julian Grund und Kim Mainzer gleich fünf Akteure, die zum Teil ein Spiel alleine entscheiden können. Frank Petrozza standen damit nicht einmal drei Sturmreihen zur Verfügung.

Dennoch verkaufte sich die EGDL nach frühem Rückstand durch Trevor Petersen (2.) gut. Andre Bruch besorgte den Ausgleich (9.), Kyle Piwowarczyk die erste Führung (11.). Doch dann müssten die Raketen vier Minuten in Unterzahl, davon lange in doppelter Unterzahl spielen. Das nutzten Brent Janssen (15.) und Trevor Hunt (16.) dazu, das Spiel wieder an sich zu reißen.

„Wir waren eigentlich voll drin in der Partie, aber die Strafen waren dann natürlich hart für uns“, sagte Petrozza. „Vor allem haben Sie unserem kleinen Kader natürlich mit zunehmender Spieldauer auch viel Kraft gekostet.“ Dennoch waren die Rockets zu Beginn des zweiten Drittels die klar bessere Mannschaft, das Tor aber machte Ronald Wurm (30.) für Heerenveen. „Danach sind wir ein wenig geschwommen, da waren die Gastgeber klar besser.“

Im letzten Drittel, welches die Rockets mal wieder in Unterzahl beginnen mussten, gelang RJ Reed zunächst der Shorthander zum 3:4 (41.). Doch dann traf erneut Trevor Hunt (48.), nachdem eine Strafe für die EGDL gerade abgelaufen war. Das Empty-Net-Goal von Trevor Petersen kurz vor Schluss (60.) hatte nur noch statistischen Wert - Petrozza hatte Stenger für einen weiteren Feldspieler vom Eis genommen. „Ich bin grundsätzlich damit zufrieden, was die Jungs geleistet haben“, sagte der EGDL-Trainer. „Wir waren am Ende einfach zu kaputt.“

Für die heimischen Eishockeyfans bleibt zu hoffen, dass die Regionalliga West in der nächsten Saison nicht auf eine Kooperation mit der BeNe-League angewiesen ist. Wie schon beim Spiel in Geelen und bei anderen deutschen Teams im Inter-Regio-Cup mussten sich die Rockets auch dem niederländischen Schiedsrichtergespann geschlagen geben. Hauptschiedsrichter Martin de Wilde legte eine Arroganz an den Tag, als habe er am Morgen noch mit dem holländischen König gefrühstückt - im Buckingham Palace, auf Stippvisite bei der Queen. Zum Teil klare Foulspiele an den Raketen blieben ungeahndet, im Gegenzug schickte er alleine drei Mal EGDL-Spieler wegen „Reklamierens“ vom Eis. Heerenveen wusste es clever zu nutzen, dass die Gäste doppelt so oft in der Kühlbox saßen.

EG Diez-Limburg: Stenger - Seifert, Wex, Günther, Krämer, Mörschler - Schwab, Piwowarczyk, Gimenez, Firsanov, Lademann, Reed, Mainzer, Maier, Bruch. Schiedsrichter: Martin de Wilde. Tore: 1:0 Trevor Petersen (2.), 1:1 Andre Bruch (9.), 1:2 Kyle Piwowarczyk (11., Überzahl), 2:2 Brent Janssen (15., Überzahl), 3:2 Trevor Hunt (16., doppelte Überzahl), 4:2 Ronald Wurm (30.), 4:3 RJ Reed (41., Unterzahl), 5:3 Trevor Hunt (48.), 6:3 Trevor Petersen (60., empty net goal). Strafminuten: Heerenveen 8, Diez-Limburg 16.

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