Die Freude und Erleichterung war groß bei den Eddersheimer Handballerinnen nach dem hart erkämpften Sieg gegen den Ligakonkurrenten aus Bretzenheim.FOTO: VEREIN
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Die Freude und Erleichterung war groß bei den Eddersheimer Handballerinnen nach dem hart erkämpften Sieg gegen den Ligakonkurrenten aus Bretzenheim.FOTO: VEREIN

Handball, 3. Liga

Ein Fingerzeig für die Eddersheimerinnen

  • Volker Hofbur
    VonVolker Hofbur
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HANDBALL Der Drittligist bezwingt den selbst ernannten Titelfavoriten Bretzenheim

Eddersheim -Spiele gegen Ligakonkurrenten in der Vorbereitung sind immer etwas Besonderes. Das ist auch für die Drittliga-Handballerinnen der TSG Eddersheim so.

"Für solche Spiele musst du eine Idee haben. Das ist etwas anderes, als wenn du gegen einen Gegner aus einer anderen Liga spielst. Die Bretzenheimerinnen haben schon vor der Runde gesagt, dass sie aufsteigen wollen. Das finde ich super, dass sie damit so umgehen", erklärt Trainer Tobias Fischer, "daher sind solche Spiele für uns auch interessant. Denn es gibt uns einen Fingerzeig, wo wir selbst stehen".

Der Trainer holte die junge Diana Rhein in den Kader für Mona Priester, die einen Tag vorher geimpft worden war. Ansonsten waren beide Mannschaften fast komplett besetzt und lieferten sich einen temporeichen und richtigen Schlagabtausch. Fischer setzte alle Spielerinnen ein, hatte jeweils drei Damen auf beiden Halb-Positionen. "Ich habe den Rückraumspielerinnen auf diesen Positionen gesagt, dass sie alle spielen, ich aber nach Leistung die Anteile gebe", erklärte Fischer, "ich fand es spannend, wie die Spielerinnen mit dem Druck umgehen und habe gesehen, dass alle bis auf Anna Gempp nicht so gut damit zurechtkamen". Trotzdem führte seine Mannschaft zur Pause mit 12:10 gegen einen Gegner, der eine österreichische Nationalspielerin auf der einen und eine junge Spielerin aus der starken A-Jugend von Bayer Leverkusen auf die andere Seite im Rückraum stehen hatte. "Unsere Abwehr und eine überragende Melissa Kirchner im Tor haben 20 Minuten nichts zugelassen. Da haben wir mit 7:3 geführt", freute sich der Trainer über eine starke Defensivleistung seines Teams. Einen Kritikpunkt fand er dennoch. In der Schlussphase vergab seine Mannschaft zwei Siebenmeter und einen Tempogegenstoß. "Da hätten wir deutlicher führen müssen als 12:10", berichtete Fischer, "das habe ich bemängelt. Aber diese Kritik ist auf hohem Niveau".

Anschließend kamen die Gäste besser aus der Kabine und glichen zum 13:13 (37.) aus. "Dann haben wir uns in der Abwehr gefangen und waren mutig. Ich habe trotzdem durchgewechselt", erklärte Fischer, der sah, dass seine Mannschaft mit 18:15 nach 47 Minuten in Führung lag. Dennoch brachte er Diana Rhein fürs Tor, spielte mit einer offensiven Abwehrformation, obwohl die Abwehr in der bisher langen Spielzeit nur 15 Gegentore kassiert hatte. "Dazu habe ich auch die junge Helena in dieser Phase gebracht - und wir haben trotzdem die Zwei-Tore-Führung gehalten", freute sich Fischer, "Bretzenheim hat erst mit dem letzten Angriff den Anschluss wieder geschafft. Es war wichtig, dass wir die Führung gehalten haben. Wir haben gefightet und gewonnen, wobei wir auch mutig waren".

Weil seine Halben im Rückraum nicht das gespielt haben, was sie zu leisten imstande sind und abgesehen von Anna Gempp nicht die Aktivposten waren und unser Angriffsspiel dadurch berechenbarer war, "gewinnen wir das Spiel", freute sich Fischer und ergänzt: "Unsere Außen waren gut, unsere Spielerinnen auf der Mitte mussten mehr machen. Dass wir an diesem Gegner dran sind, beruhigt mich. Wir sind bei der Musik".

Turnier mit drei

Süd-Drittligisten

Heute muss die Mannschaft früh aufstehen. Schon um 6.30 Uhr fährt die Mannschaft zum Turnier des TSV Haunstetten und trifft dort neben dem Gastgeber mit dem HC Erlangen und dem HCD Gröbenzell auf zwei weitere Drittligisten aus dem Süden. "Das wird ordentlich, denn das sind mal wieder drei neue Gegner", erklärt der Trainer, der am Abend im Hotel, das nur zwei Minuten von der Halle entfernt liegt, einen Teamabend abhalten möchte. "Dort wollen wir die kommende Saison besprechen", erklärt Fischer, der mit zwei Torhüterinnen und 14 Feldspielerinnen dort anreisen wird. Gespielt wird in Haunstetten über zwei Mal 20 Minuten. Volker Hofbur

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