Kriftel - Das war kein gutes Wochenende für die Volleyballer der TuS Kriftel in der 2. Bundesliga Süd. Sie mussten sich beim SV Schwaig (0:3) und den FT Freiburg (2:3) ersatzgeschwächt geschlagen geben, verpassten in Freiburg sogar einen glatten Sieg.
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Kriftel - Das war kein gutes Wochenende für die Volleyballer der TuS Kriftel in der 2. Bundesliga Süd. Sie mussten sich beim SV Schwaig (0:3) und den FT Freiburg (2:3) ersatzgeschwächt geschlagen geben, verpassten in Freiburg sogar einen glatten Sieg.

TuS Kriftel

Ein Punkt für ersatzgeschwächte Krifteler Volleyballer

  • Volker Hofbur
    vonVolker Hofbur
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Vier kurzfristige Ausfälle tun dem Team von Tim Schön am Doppel-Spieltag weh

Kriftel -Das war kein gutes Wochenende für die Volleyballer der TuS Kriftel in der 2. Bundesliga Süd. Sie mussten sich beim SV Schwaig (0:3) und den FT Freiburg (2:3) ersatzgeschwächt geschlagen geben, verpassten in Freiburg sogar einen glatten Sieg.

SV Schwaig - TuS Kriftel 3:0 (25:22, 25:20, 25:17). Der Doppel-Spieltag stand für die Krifteler Volleyballer unter denkbar schlechten Voraussetzungen. Kurzfristig vor den Spielen sagten Marius Büchi, Florentin Richter und Sebastian Ruhm wegen Magen-Darm-Problemen ihren Einsatz ab. Als sich die Krifteler in Schwaig eingeschlagen hatten, knickte Philip Büchi um, der für Marius Büchi im Mittelblock zum Einsatz kommen sollte, und fiel damit ebenfalls aus.

Damit war Trainer Tim Schön zu Umstellungen gezwungen und musste in Kauf nehmen, dass sein Team Abstimmungsprobleme haben würde. "Wir haben gute ballwechsel gehabt und viele Angriffe des Gegners toll abgewehrt, aber in unserem Angriff fehlte naturgemäß dann manchmal die Abstimmung", musste er feststellen, "wir haben es nach unseren Möglichkeiten gut gemacht, aber oft unsere Chancen nicht genutzt, weil wir die Angriffe nicht tot gemacht haben".

Nach einem ausgeglichenen Auftakt bis zum 6:6 setzte sich Schwaig mit seinem druckvollen Spiel ab. "Wir haben gut aufgeschlagen und hatten eine tolle Feldabwehr, doch Schwaig hat konstant gut agiert und wir hatten zu viele kleine Fehlerchen in unserem Spiel", berichtete Schön. Das nutzte der Gastgeber, um sich auf 17:11 abzusetzen, doch gaben die Krifteler nicht auf und kamen zurück. Auch dank einer Aufschlag-Serie von Cedric Braetsch glichen die Krifteler zum 18:18 aus und blieben bis zum 22:23 dran, ehe der Gegner die letzten beiden Punkte holte und den ersten Satz für sich entschied.

Im zweiten Durchgang sah Tim Schön seine Mannschaft etwas besser im Rhythmus. "Die Chancenverwertung war immer noch nicht so gut, wir hatten die Möglichkeit, nach dem 3:1 die Führung weiter auszubauen", erklärte Schön. Schwaig drehte die Partie und lag zeitweise mit bis zu drei Punkten vorne, doch die Krifteler blieben dran. Der Gegner setzte sich in der zweiten Hälfte des Satzes bis auf 18:13 ab, doch kamen die Krifteler wieder ran und verkürzten bis auf zwei Punkte auf 19:21. Nach dem 22:20 punkteten nur noch die Gastgeber zur 2:0-Satzführung.

Im dritten Durchgang war der Satz bis zum 10:9 offen, ehe der Abstand zu groß wurde. Mit Blick auf das Spiel in Freiburg nahm Schön drei Spieler heraus und schonte sie für die gestrige Partie. Schwaig setzte sich entscheidend auf 20:11 ab, doch dank einiger guter Aktionen der eingewechselten Akteure hielt Kriftel beim 17:25 den Rückstand in Grenzen. "Ich kann damit leben. Nun machen wir die Augen zu und machen weiter", fasste Schön die Partie zusammen.

FT Freiburg - TuS Kriftel 3:2 (22:25, 26:24, 15:25, 25:21, 15:7). In gleicher Besetzung traten die Krifteler auch im Breisgau an. "Wir hätten den zweiten Satz holen und das Spiel mit 3:0 gewinnen müssen", ärgerte sich Tim Schön nach der fast zweieinhalbstündigen Partie.

Die Krifteler kamen mit einer Riesen-Euphorie in die Partie rein. "Wir hatten spektakuläre Abwehraktionen, nach denen wir noch den Punkt gemacht hatten. Zudem haben wir sehr gut aufgeschlagen", freute sich Schön, dessen Team sich ab der Mitte des Satzes wieder auf 20:14 absetzte und den dritten Satzball zur verdienten Führung verwandelte. "Nach zwei Satzbällen habe ich die Auszeit genommen. Nach dem folgenden Aufschlagfehler des Gegners war der Satzgewinn besiegelt", hatte auch Schön seinen Anteil an dem 25:22.

Bis zum 15:10 lief auch der zweite Satz nach den Vorstellungen des Trainers. "Wir sind dann aus einer Aufstellung nicht herausgekommen. Freiburg hat gut aufgeschlagen, aber wir haben zwei Chancen zu punkten, die wir aber nicht genutzt haben", musste Schön mit ansehen, wie sein Team mit 16:20 in Rückstand geriet. Doch kämpfte sich seine Mannschaft zurück. Sie kam bis auf 20:21 heran und wehrte durch die Aufschläge von Cedric Braetsch drei Satzbälle ab. "Beim 24:24 muss Jannik Weber den Punkt machen, aber viel ärgerlicher war für mich der 1:10-Lauf", resümierte Schön nach dem mit 24:26 unnötig verlorenen Satz.

Dennoch nahmen die Gäste den Schwung mit in den dritten Satz. "Wir haben gut aufgeschlagen und gut angegriffen", freute sich Schön über den überlegenen Satzgewinn mit 25:15 und damit den schon sicheren Punkt.

"Danach hätten wir nur noch drauftreten müssen", ärgerte sich der Trainer, "die Annahme hat gewackelt, und wir haben leichte Situationen nicht genutzt. Dabei haben wir unsere Angriffe nicht konsequent herausgespielt und hätten deutlicher führen müssen". Er kritisierte: "Wir waren nicht sattelfest genug. Es hat nicht an den fehlenden Spielern gelegen. Wir haben Freiburg auf der Pfanne gehabt. Das zeigt, wir lernen immer noch."

Im Tiebreak machte sich Frust bei den Gästen breit. "Beim 2:2 diskutieren wir mit den Schiedsrichtern und bringen uns aus dem Rhythmus. Das darf uns nicht passieren. Wir haben die Ruhe nicht bewahrt", ärgerte sich Schön. Sein Team geriet mit 3:7 in Rückstand und fand auch anschließend nicht mehr ins Spiel zurück. "In Schwaig haben wir bei einem deutlich stärkeren Gegner ein solides Spiel abgeliefert, hier haben wir zwei Punkte im Abstiegskampf verschenkt", resümierte Tim Schön.

Spiel in Friedrichshafen

am Ostersamstag

Eines der beiden noch offenen Nachholspiele ist inzwischen terminiert worden. An Ostern haben die Krifteler einen Doppelspieltag. Am Samstag steht das Heimspiel gegen den VC Gotha an, während am Sonntag, 4. April, das wegen einer Corona-Infektion beim Gegner ausgefallene Spiel bei den Youngstars Friedrichshafen nachgeholt wird. "Das war unser Wunschtermin. Wir hatten sowieso nur noch Sonntags-Termine frei, so haben wir am Montag keinen Arbeitstag - und feiern können wir ja derzeit sowieso nicht", begründete Tim Schön diese Entscheidung.

Kriftel: Cedric Braetsch, Nils Kreitling, Markus Floren, Jannik Weber, Florian Bonadt, Tobias Thiel, Florian Ruhm, Luca Wanek, Cajetan Richter, Sebastian Bock.

Volker Hofbur

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