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Steffen Meuer (links) probierte zwar viel, doch der Eisbachtaler Stürmer scheiterte gleich mehrfach an der gut sortierten Hintermannschaft von Mülheim-Kärlich um Maurizio Reinhardt.

„Ein schweres Stück Arbeit“

Die „Eisbären“ zeigen Reaktion auf die 2:4-Niederlage in Ahrweiler. Die 200 Zuschauer müssen aber lange bangen.

Dank einer Leistungssteigerung behauptete sich Fußball-Rheinlandligist SF Eisbachtal gestern Abend mit 3:2 (0:1) gegen die SG Mülheim-Kärlich.

Die Eisbachtaler blieben vom Anpfiff ihrer Linie treu: Sie waren gedanklich wieder einmal in der Kabine, was Mülheim-Kärlich mit einer kuriosen Freistoß-Variante prompt bestrafte. Henrich sprintete aus 50 Metern von der eigenen Trainerbank in den Strafraum und verwertete unbedrängt einen von der Mittellinie geschlagen Freistoß (4.).

Die Sportfreunde ließen sich hiervon allerdings nicht verunsichern und spielten mutig nach vorne; was fehlte war die nötige Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor der SG. Ernet per abgefälschtem Fernschuss (12.), Meuer (22.), Tautz (33.) und der arg bedrängte Parisi (35.) scheiterten knapp. Mülheim lauerte dagegen auf Eisbachtaler Fehler. SFE-Keeper Erbse musste gleich zweimal gegen Ouro-Djeri Kopf und Kragen riskieren (24., 40.).

In der Halbzeitpause fand Trainer Marco Reifenscheidt offensichtlich die richtigen Worte, denn die „Eisbären“ agierten nun zielstrebiger. Der eingewechselte Stahlhofen zwang SG-Keeper Wall zur Flugparade (50.). Auf der anderen Seite scheiterte Ouro-Djeri zum dritten Mal freistehend an Erbse (52.). Danach zogen die Sportfreunde das Tempo merklich an – und drehten die Partie binnen sechs Minuten. Zunächst köpfte Stahlhofen den Ausgleich (71.), dann verwertete Ernet einen Abpraller (75.) zur Führung, die Duchscherer per Direktabnahme ausbaute (77.). Nachdem Mülheim-Kärlichs Mahmud per Konter verkürzen konnte (83.), wurde es noch einmal spannend. „Wir haben verdient gewonnen, aber es war ein schweres Stück Arbeit“, meinte SFE-Trainer Marco Reifenscheidt, während SG-Trainer Michael Maur betonte: „Ich habe ein überragendes Spiel meiner Mannschaft gesehen für das wir uns allerdings nicht belohnten.“

Eisbachtal: Erbse, Kleinmann, Hundhammer, Reitz, Olbrich (82. Omotezako), Tautz (46. Stahlhofen), Ernet, Müller, Parisi (61. Duchscherer), Meuer, Hannappel – Mülheim-Kärlich: Wall, Fritsch, Birkner, Kuhn, Mintgen (46. Mahmud), Ouro-Djeri, Rönz, Reinhardt (64. Aretz/74. Kling), Dohmen, Scheu, Henrich – SR: Marco Christmann (Morshausen) – Tore: 0:1 Jan Henrich (4.), 1:1 Robin Stahlhofen (71.), 2:1 Jannik Ernet (75.), 3:1 Julius Duchscherer (77.), 3:2 Majdi Mahmud (83.) – Zuschauer: 200.

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