1. Startseite
  2. Sport
  3. Regionalsport

Eine böse Überraschung

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Volker Hofbur

Kommentare

Auch Christian Reitz schoss im Viertelfinale gegen Fürth sein schlechtestes Saisonergebnis für den SV Kriftel. FOTO: maik reuss
Auch Christian Reitz schoss im Viertelfinale gegen Fürth sein schlechtestes Saisonergebnis für den SV Kriftel. © imago images/Marcel Lorenz

Der SV Kriftel scheidet bereits im Viertelfinale aus

Kriftel -Trainer Detlef Glenz konnte auch zwei Tage nach dem frühen Ausscheiden des SV Kriftel beim Bundesliga-Finale der Luftpistolenschützen in Garching seine Enttäuschung nicht verbergen: "Da haben mir meine Jungs kein Geburtstagsgeschenk gemacht. Wir haben unser schlechtestes Saisonergebnis ausgerechnet in diesem Viertelfinale beim Bundesliga-Finale geschossen. Ich müsste in die Annalen der Geschichte schauen, wann wir zum letzten Mal ein so schlechtes Ergebnis geschossen haben."

In der Tat waren 1869 Ringe für die Krifteler Mannschaft ein ungewöhnliches Ergebnis. Mit 22:0 Punkten hatten die Krifteler alle Duelle in der 1. Bundesliga Nord für sich entschieden und waren als Erstplatzierter nach Garching gekommen. Glenz hatte von einer guten Auslosung gesprochen, wobei er schon das Potenzial seiner Mannschaft vorausgesetzt hatte. Aber die war in diesem Viertelfinale nicht in der Lage zu liefern. "Es haben sich von Anfang an alle Schützen schwer getan. Ein Christian Reitz hat mit einer 95 angeschossen, nach zwei Serien ausgeglichen und mit nur 94 Ringen ausgeschossen. Dennoch hat er den einzigen sicheren Punkt geholt", erläuterte Glenz, "ich wusste, dass wir es nicht zu leicht nehmen dürfen. Wir haben aber nicht gezündet".

Aaron Sauter begann gegen Sandra Reitz, die Frau von Christian Reitz nervös, lag aber dennoch in Führung. "Er sagte selbst, dass er zwar ruhiger wurde, aber die Zehner nicht mehr getroffen hat", war Glenz konsterniert, "er hat dann sogar mit nur 90 Ringen ausgeschossen und verloren". 373 Ringe waren weit unter dem Niveau, dass Sauter bisher in dieser Saison geschossen hatte.

Ähnlich erging es Mathias Putzmann, der wie Sauter mit 373 Ringen unter seinen Möglichkeiten blieb, gegen einen überragend agierenden Eugen Kern (384) aber schon Saisonbestleistung hätte schießen müssen. "Da war nichts zu holen", musste Glenz feststellen, "bei uns gab es drei Achter als letzte Schüsse. Das habe ich noch nie erlebt".

Von einem "Drama" sprach Glenz beim Duell von Maximilian Schenk. Er gewann zwar am Ende trotz seiner 371 Ringe, blieb aber ebenso unter seinem bisherigen Leistungsniveau und gewann mit einem Ring Vorsprung gegen Philip Heyer. Er sicherte den zweiten Punkt für sein Team.

Oliver Geis, der als fünfter Schütze ins Team kam, blieb ebenso mit 368 Ringen unter seinen Möglichkeiten. "Er hatte in der zweiten Serie nur 88 Ringe erzielt, das war nicht gut", beschrieb Glenz die Leistung seines Schnellfeuerpistolenschützen und war von seinem Team ernüchtert und enttäuscht, "wir sind als Mannschaft verdient ausgeschieden. Und es war gut, dass es nicht an einem Schützen gelegen hatte. Alle blieben unter ihren Möglichkeiten und ihrem Schnitt. Es war eine kollektive Mannschaftsleistung. Verlieren ist das eine, das darf man, aber es geht darum, wie man verliert".

Er wäre aber nicht Detlef Glenz, wenn er sagt: "Wir greifen im Oktober in der neuen Saison wieder an. Und dann sind wir wieder vorne dabei. Vielleicht hat uns unter den Corona-Bedingungen die Wettkampfhärte gefehlt, weil wir vorher kaum gefordert wurden."

Ergebnisse, Viertelfinale: SSG Dynamit Fürth - SV Kriftel 3:2. Steve Demierre - Christian Reitz 380:384, Sandra Reitz - Aaron Sauter 377:373, Sören Kern - Mathias Putzmann 384:373, Philip Heyer - Maximilian Schenk 370:371, Andreas Meixner - Oliver Geis 374:368.

Weitere Ergebnisse, Viertelfinale: ESV Weil am Rhein - SV Falke Dasbach 5:0, SV Kelheim-Gmünd - SV GK Hannover 2:3, SGi Waldenburg - Sportschützen Raesfeld 3:2. Halbfinale: Waldenburg - Fürth 4:0, Weil am Rhein - Hannover 3:2. Finale um Platz 3: Hannover - Fürth 3:2. Finale: Waldenburg - Weil am Rhein 3:2. vho

Auch interessant

Kommentare