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Nur durch ein Foul von Dennis Singe (SG Niedershausen/Obershausen) ist in dieser der Hadamarer Mustafa Günes (vorn) zu stoppen.

Fußball-Gruppenliga Wiesbaden

Eine Rot-Weiß-Lehrstunde für den Aufsteiger

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Der erste Akt in der Fußball-Gruppenliga Wiesbaden ist vollbracht und brachte ein deutliches Leistungsgefälle zutage.

Schon richtig gut drauf präsentierte sich der SV Rot-Weiß Hadamar 2, der im Kreisderby dem Aufsteiger SG Niedershausen/Obershausen gleich eine 9:0-Lehrstunde erteilte. Die erhielt auch der RSV Würges bei seinem Saisondebüt beim VfB Unterliederbach (0:5). Verbandsliga-Absteiger FC Dorndorf startete mit einer ärgerlichen 2:4-Niederlage gegen Okriftel.

SV RW Hadamar 2 – SG Niedershausen/Obershausen 9:0 (5:0). Die Oberlahner, die erstmals in ihrer Vereinsgeschichte der Gruppenliga angehören, bekamen schon nach gut 20 Minuten aufgezeigt, wie schwer es für einen Aufsteiger in dieser Klasse werden kann. Dabei traf die Elf aus dem Kallenbachtal, die ohne ihren Spielertrainer Kamil Heblik und Robin Schaffarz antrat, auf eine Hadamarer Mannschaft, die von der Laufbereitschaft, dem Tempo und technischen Feinheiten ihrem Gegner deutlich überlegen war. Bereits nach zehn Minuten hatten der heute wieder stark aufspielende Niklas Kern und Sammy Kilic ihre Farben bereits mit 2:0 in Front gebracht. Dass es zur Pause „nur“ 5:0 stand, war noch glücklich für die SG, denn neben den Treffern hatten Niklas Kern (Pfosten) und Mustafa Günes weitere dicke Möglichkeiten gehabt. Die einzige, als Torchance zu notierende Aktion für den Aufsteiger hatte Marvin Kretschmann (12.), dessen Versuch aber daneben ging. Auch nach der Pause ließen die Hausherren bei den hohen Temperaturen den Ball geschickt durch die Reihen laufen. Niklas Kern eröffnete den Torreigen in der zweiten Halbzeit. Der zur Pause eingewechselte 19 Jahre alte Nachwuchsspieler Tom Brand traf gleich zweimal in abgeklärter Art und Weise. Dass es am Ende nicht zweistellig wurde, war schon einem kuriosen Drehbuch geschuldet. In der 87. Minute entschied Hessenliga-Referee Amirian beim Stand von 9:0 auf Handelfmeter für Hadamar. Jonas Lorkowski, nach monatelanger Verletzung erstmals wieder in einem Pflichtspiel aktiv, schoss und traf den Pfosten. Sekunden später wurde Rausch (H) im 16er gefoult – erneut Strafstoß. Wieder trat Lorkowski an und visierte die Latte an. Was soll’s? Die Zuschauer nahmen es mit Humor und können sich sicher sein, dass man von dieser SVH-Mannschaft in der Saison einiges erwarten darf. rei

Hadamar: Kern, Richardson, Steinebach, Rausch, Kunz (55. Steioff), Günes, Kretschmer (70. Lorkowski), Kern, Dillmann, Kilic, Schreiner (46. Brand) – Niedershausen/Obershausen: Huttarsch, Rathschlag, Brückner (57. Felix Klarner) Fischer, Kretschmann, Steckenmesser (65. Abel), Florian Klarner, Müller, Leiner, Singe, von Heynitz – Tore: 1:0 Niklas Kern (5.), 2:0 Sammy Kilic (10.), 3:0 Niklas Kern (22.), 4:0 Mustafa Günes (39.), 5:0 Maximilian Kunz (45.), 6:0 Niklas Kern (52.), 7:0 Tom Brand (70.), 8:0 Sammy Kilic (73.), 9:0 Tom Brand (85.) – SR: Amirian (Wiesbaden) – Zuschauer: 160.

FC Dorndorf – Germania Okriftel 2:4 (1:2). Beide Teams starteten nervös in die Partie und egalisierten sich im Mittelfeld. Torchancen waren hüben wie drüben Mangelware und die Defensivreihen jederzeit Herr der Lage. Das änderte sich schlagartig in der 37. Minute, als die FCD-Abwehr machtlos zusehen musste, wie Amjahid zur Führung einschoss. Nur 100 Sekunden später erzielte Goalgetter Rebic aus dem Gewühl heraus und unhaltbar für FCD-Coach und Torwart Hammel das 0:2. Zum Pausenpfiff gelang Dorndorfs Neuzugang Murayama mit einem schönen Kopfball nach Ecke der Anschlusstreffer (45.). Die zweite Hälfte gingen die Schwarz-Weißen wesentlich zielstrebiger an. Angriff auf Angriff rollte nun auf das Okrifteler Tor, und schließlich ließ Keeper Dapprich einen harmlosen Schuss von Kazerooni passieren, der das hochverdiente 2:2 bedeutete (62.). Unglücklicher konnte dann der Spielverlauf nicht sein, denn Reifenberg hätte zwei Tore verdient gehabt, als er einmal aus 25 Metern abzog und nur den Innenpfosten traf beziehungsweise Keeper Dapprich in höchster Not zur Ecke klärte. Jetzt war sogar ein Sieg für die Hammel-Elf zum Greifen nah. Dann schlugen die Okrifteler aber nach dem ersten ernsten Konter der zweiten Halbzeit zu und erzielten die erneute Führung durch Barnes (73.). Das unglückliche 2:4 in der Schlussminute bedeutete das endgültige Aus für die Einheimischen.lah

Dorndorf: Hammel, Sa. Mansur, Koochi (63. Tesfai), Tuzlak, Hindic, Murayama (74. Koyun), Kazerooni, Merfels, Reifenberg (85. Bartoschek), So. Mansur, Parisi – Tore: 0:1 Amjahid (37.), 0:2 Rebic (39.), 1:2 Murayama (45.), 2:2 Kazerooni (62.), 2:3 Barnes (73.), 2:4 Amjahid (90.) – Zuschauer: 170 – SR: Scharf (Butzbach).

VfB Unterliederbach – RSV Würges 5:0 (1:0). Die ersatzgeschwächtem Würgeser waren in der zweiten Halbzeit am 1:1 dran – im Gegenzug fiel das 2:0, und dann nahm das Elend seinen Lauf. Die Leistung bis zum 2:0 machte aber Hoffnung. Der RSV musste neben dem langzeitverletzten Mark Fries auch kurzfristig Niklas Hecht nach einer Zerrung ersetzten. Dafür startete Paul Becker ungewohnt, aber gefällig offensiv. Tilmann Stillger eröffnete (7.) mit einem Distanzschuss. In der 18. Minute kam der VfB über rechts, Daniel Klaus fälschte in der Mitte unhaltbar ins eigene Tor ab. In der 28. Minute brachte Sahin einen Ball in Höhe des Sechzehners nicht unter Kontrolle. Zwei Minuten nach der Pause klärte Rock nach Hereingabe von links. Dann kam die beste RSV-Phase: Kazerooni scheiterte mit abgefälschtem Freistoß aus mehr als 20 Metern; in der 58. Minute Chris Webers tolle Einzelleistung über links; in der 61. flankte Weber auf Paul Becker, aber der Torwart war zur Stelle. In der 63. ballerte Stillger aus 25 Metern knapp über den Kasten. Im Gegenzug fiel aus dem Nichts das 2:0 durch Celal Yeslil. Weber schoss seine Ausgleichschance (65.) an den Keeper. Nach 70 Minuten fiel das 3:0 und mithin die Vorentscheidung. rum

Würges: Rock – Glasner, Harmouch, Klaus, Böhmer – Becker, Stillger, Maxi Meuth, Kazerooni (61. Nick Erwe), Acar (81. Maniera) – Weber – Tore: 1:0 Daniel Klaus (18./ET), 2:0 Celal Yesil (64.), 3:0 Hüssein Yalcin (70.), 4:0 Marius Antinac (74.), 5:0 Celal Yesil (82.) – SR: Aghdam (SKG Rumpenheim) – Zuschauer: 120.

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