Offensiv-Cup

Schiedrichter für den Offensiv-Cup sind eine verschworene Einheit

Die Schiedsrichter, die für den Offensiv-Cup am 12. Januar 2019 in der Krifteler Kreissporthalle nominiert wurden, haben zwar bei dem Turnier zugunsten der Leberecht-Stiftung noch keine großen Erfahrungen sammeln können, bilden aber eine verschworene Einheit.

„Wir unternehmen auch privat einiges zusammen und verstehen uns gut“, sagt Alexander Hauser über das Quartett, das beim Offensiv-Cup in der Kreissporthalle in Kriftel am 12. Januar die 21 Partien plus Neunmeter-Schießen um Platz drei leiten wird. Der 25-jährige Polizeibeamte ist schon seit zehn Jahren Schiedsrichter, war allerdings bisher für den FC Waldbrunn im Limburger Kreis aktiv. Erst im Sommer zog er berufsbedingt nach Schwalbach und pfeift im fünften Jahr Verbandsliga-Spiele. „Ich habe aber auch in den niedrigeren Klassen bis zur D-Liga alles mitgenommen“, berichtet Hauser, „einfach um den neuen Kreis etwas besser kennenzulernen.“

Was er schon festgestellt hat: Der Fußball im hiesigen Kreis seit technisch anspruchsvoller und attraktiver als in seiner alten Heimat. „Je höher man geografisch geht, desto mehr stehen Kampf und Einsatz im Mittelpunkt“, meint Hauser, „die Jungs im Main-Taunus-Kreis können schon kicken. Das wird bestimmt ein feines Turnier“. Weil im Kreis Limburg-Weilburg Hallenfußball keinen so hohen Stellenwert hatte, sondern für den Neu-Schwalbacher „eher langweilig“ und „nicht so bedeutend“ war, freut er sich umso mehr auf die 33. Auflage des Offensiv-Cups. „Das ist schon etwas Besonderes. Die Zuschauer sind eng am Spielfeld und es wird wohl einiges los sein.“

Große Vorfreude

Eine gewisse Nervosität sei nicht nur deswegen normal. „Natürlich versuche ich immer, mein Bestes zu geben. Es wäre perfekt, wenn man uns Schiedsrichter gar nicht wahrnimmt und wir nicht im Mittelpunkt stehen“, sagt Hauser, der gute Chancen haben könnte, das Finale zu leiten. Diese Ansicht teilt der Unparteiische mit der größten Erfahrung mit seinen drei jungen Kollegen. Philip Bracklo vom FV Neuenhain, Nick Fuchs von Germania Okriftel und Simon Henninger von der SG Kelkheim stiegen erst vor der aktuellen Spielzeit 2018/2019 als Schiedsrichter in die Gruppenliga auf und assistierten Hauser schon bei Verbandsliga-Partien.

„Eine tolle Mischung“

Das Nachwuchs-Trio aus dem hiesigen Kreis stand zudem 2018 gemeinsam im Kreisoberliga-Förderkader für die Region Wiesbaden und kennt sich daher gut. „Wir verstehen uns alle prima“, betont der 16-jährige Philip Bracklo, „hoffentlich kommen wir fair und ohne große Probleme durch das Turnier.“ Als A-Jugend-Hessenliga und Gruppenliga-Schiedsrichter traut er sich zu, die tolle Atmosphäre in der Kreissporthalle während der Spiele auszublenden und in den Pausen zu genießen. „Ich war schon letztes Jahr als Zuschauer dabei. Das war sehr beeindruckend. Jetzt hoffe ich, dass die Stimmung dieses Jahr genauso gut sein wird.“ Seit gut drei Jahren ist der Teenager nun Schiedsrichter. Die Premiere beim Hallenturnier zugunsten der guten Sache ist für ihn das Highlight in der bisherigen Laufbahn. „Ehrlich gesagt habe ich nicht viele Hallenturniere gepfiffen“, verrät der Neuenhainer, „mit Nick Fuchs, Simon Henninger und vor allem Alex Hauser sind wir aber ein gutes, eingespieltes Team“. Auch wenn der Okrifteler Fuchs und der Kelkheimer Henninger ebenfalls erst 2015 und 2014 mit der Leitung von Fußballspielen begannen, haben sie den Geist des Offensiv-Cups schon gut verinnerlicht und wollen die Herausforderung meistern. „In Kriftel macht es einfach die gute Mischung“, stellt Bracklo klar, „die tolle Stimmung, der gute Zweck und der hochklassige Fußball. Darauf freuen wir uns“.

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